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Kurzbiographie:
- 1937 in
Griechenland geboren
- 2002 Buch
"Paare werden Eltern"
- Direktor des
Staatsinstituts für Frühpädagogik in
München
- Professor für
angewandte Entwicklungspsychologie und
Familienforschung an der Universität
Augsburg
- Mitglied des
Beirats des Instituts für
Bevölkerungsforschung und Sozialpolitik
an der Universität Bielefeld
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Wassilios
E. Fthenakis in seiner eigenen Schreibe
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- FTHENAKIS,
Wassilios E. (2000): Familien sind nicht mehr
alles,
in:
Welt
v. 13.01.
- FTHENAKIS,
Wassilios (2000): Achtet die Familie.
Mit
nur einem Modell des Zusammenlebens wird es kaum
gelingen, gesellschaftlichen Entwicklungen
gerecht zu werden,
in: Welt
v. 12.07.
- Inhalt:
Der Münchner
Familienforscher plädiert für eine
Partnerschaftspolitik
- FTHENAKIS,
Wassilios E. (2000): Die Jugend neu verstehen.
Über
den alarmierenden Zustand der männlichen
Sozialisierung,
in: Welt
v. 16.08.
- FTHENAKIS,
Wassilios E. (2001): Mehr als (nur) ein Kind.
Viele
Kinder bleiben einzeln, obwohl deren Eltern eins
Geschwister wollten. Wo Politik ansetzen muss, um
Familien das Verwirklichen von Kinderwünschen zu
erleichtern,
in: Welt
v. 28.06.
- Kommentar:
FTHENAKIS
konstruiert einen Zusammenhang, der so
nicht stimmt: "bekanntermaßen
stehen die ökonomische Situation der
Familie und die Geburtenrate in negativem
Zusammenhang zueinander: Studien belegen,
dass Familien mit niedrigerem Einkommen
mehr Kinder haben und Männer und Frauen
mit hohem Einkommen überproportional
hoch repräsentiert sind bei den
Kinderlosen." Die Oberschicht ist
weniger von der Kinderlosigkeit betroffen
als spezifische Mittelschichtmilieus.
Eine Wohlstandstheorie der
Kinderlosigkeit ist deshalb nicht
haltbar.
Ausserdem wird
gleichwohl eine hohe Kinderlosigkeit und
eine hohe Zahl
von Einkindfamilien behauptet.
Dies ist eine Folge des verkürzten
Familienbegriffs, der Familie mit
Haushaltsfamilie gleichsetzt. Wenn das
ältere Kind in einer Einliegerwohnung im
gleichen Haus wohnt, dann ist das
jüngere Kind statistisch geschwisterlos.
Wenn FTHENAKIS
fordert, dass der Lebenslauf und die
Lebensplanung von Familien stärker
berücksichtigt werden müssen, dann gilt
das für alle Lebensformen und nicht nur
für Familien.
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Wassilios
E. Fthenakis im Gespräch
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- OESTREICH,
Heide (2001): "Uns gehen die Arbeitskräfte
aus".
Seit Donnerstag ist der Weg
für ein höheres Kindergeld frei. Eltern mit
Kinder sollen monatlich 300 Mark erhalten. Mehr
Kindergeld ist fein, wird die Lust auf mehr
Kinder aber kaum steigern, vermutet
Familienforscher Wassilios Fthenakis,
in: TAZ
v. 19.05.
- SACHSE,
Katrin (2001): Mehr Geld erhöht nicht die
Geburtenrate.
in:
Focus
Nr.21 v. 21.05.
- Kommentar:
FTHENAKIS möchte
bei der Lösung unserer demografischen
Probleme zweigleisig fahren. Neben der
Familienpolitik setzt er auf
familienpädagogische und therapeutische
Konzepte (zur Kritik an der
Therapiegesellschaft siehe Götz
EISENBERG in Freitag Nr.21 vom
18.05.2001). Bei
FTHENAKIS bleiben jedoch zentrale Aspekte
des Problems unberücksichtigt.
Das
pädagogische und therapeutische Konzept
wendet sich nur an Paare und Familien.
Eine Single-Phase ist jedoch heutzutage
Teil des "Normallebenslaufs" in
unserer Gesellschaft. Familienbildung
fängt deshalb mit den Fragen an: Wie
lerne ich einen Partner kennen? Wie sage
ich es meinem Partner, dass ich mit ihm
zusammenwohnen möchte? Möchte ich ein
Kind mit diesem Partner? Oder: Wie gehe
ich mit gegensätzlichen Bedürfnissen
um? Erst wenn diese grundlegenden
Probleme der Paarbildung geklärt sind,
können Konzepte greifen, die Paarbildung
nicht als Problem, sondern als
selbstverständliche Voraussetzung
ansehen. Wer nur den Übergang vom Paar
zur Familie und die Familienphase als
Problemphasen betrachtet, der darf sich
nicht wundern, dass Singles sich mit
ihren Problemen von dieser Gesellschaft
allein gelassen fühlen.
Hinsichtlich der politischen Dimension
wird üblicherweise verdrängt, dass der
Blick auf die gesamtdeutsche Geburtenrate
ein gravierendes Problem unserer
demografischen Entwicklung ausblendet.
Die Geburtenrate wird durch einen
erheblichen Geburtenausfall in den neuen
Bundesländern seit Anfang der 90er Jahre
belastet. Bei einer Betrachtung der
westdeutschen Geburtenrate würde sich
herausstellen, dass wir im
internationalen Vergleich besser
abschneiden.
Es ist
daher falsch, wenn Begriffe wie
"Hedonismus" und
"Individualisierung" die
Debatte dominieren. Die niedrige
Geburtenrate ist grossteils das Produkt
politischen Handelns. Die Probleme
infolge der Wiedervereinigung dürfen bei
der Debatte nicht vernachlässigt werden,
denn gute Wirtschaftspolitik ist unter
Umständen die wirksamste
Bevölkerungspolitik.
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Paare
werden Eltern (2002).
Die
Ergebnisse der LBS-Familien-Studie
(zusammen
mit Bernhard KALICKI & Gabriele PEITZ)
Opladen: Leske
+ Budrich
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Die
LBS-Studie in der Debatte:
- STEINKOHL,
Sibylle (2000): Glückliche Eltern -
unglückliche Paare.
Eine Familienstudie
belegt, dass das erste Kind Beziehungen
oft auf eine harte Probe stellt,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 30.06.
- GERMIS,
Carsten (2001): Generation Papa.
Kinderbetreuung
- damit hatten Männer hier zu Lande
lange nichts zu tun. Das hat sich
geändert, sagt die Familienministerin.
Die Rolle des alleinigen Ernährers ist
nicht mehr attraktiv. Zwei Drittel aller
Befragten wollen auch Erzieher sein,
in: Tagesspiegel
v. 17.07.
- MARTENSTEIN,
Harald (2001): Von Kindern lernen,
in: Tagesspiegel
v. 17.07.
- ULRICH,
Bernd (2001): Unser Atem - Von den
Erfahrungen eines Vaters,
in: Tagesspiegel
v. 17.07.
- Ein
"neuer Vater" rechnet
ab:
GRUNER,
Paul-Hermann (2000): Frauen und
Kinder zuerst. Eine
Streitschrift, Reinbek: Rowohlt
- HANDEL,
Stephan (2001): Väter entdecken die Lust
am Erziehen,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 17.07.
- OESTREICH,
Heide (2001): Ende des Ernährers.
Mit der neuen Rolle
des Vaters als Erzieher, so eine Studie
des Familienministeriums, fangen die
Probleme erst an,
in: TAZ
v. 17.07.
- Inhalt:
OESTREICH
bezweifelt das vom
Spiegel ausgerufende
"Comeback der Mutter".
Die empirische Studie von
Wassilios FTHENAKIS spricht nach
OESTREICH dagegen.
Der
Familienforscher hat ein neues
Vaterideal entdeckt. Nicht mehr
der "Ernährer", d.h.
Väter als Vollzeitkarrieristen
mit familiärem Anhang möchte er
sein, sondern
"Erzieher". Die
Realität sieht aber anders aus:
Karriereverzicht, hier als
Beantragung von Erziehungsurlaub
definiert, das geht dann doch zu
weit.
"Allerdings
lehnen auch, und das dürfte neu
sein, die Mütter den
Karriereverzicht zugunsten des
Kindes ab. Eine Renaissance der
klassischen Mutterrolle ist also
empirisch nicht zu belegen",
schreibt OESTREICH. Mütter, die
ihre Karriere nicht aufgeben,
sind sogar im Vorteil. Sie
können damit Väter zu einer
egalitäreren Arbeitsteilung
zwingen und können auch im
Berufsleben auf mehr Verständnis
hoffen.
- RYBARCZYK,
Christoph (2001): Der Vater an der
Windelrennstrecke.
Die "sanfte
Revolution" der jungen Männer ist
eine Mogelpackung,
in: Hamburger
Abendblatt v.
17.07.
- MAYER,
Susanne (2001): Und er bewegt sich doch.
Väter wollen ihre
Kinder erziehen. Jetzt müssen sie es nur
noch tun,
in: Die
ZEIT Nr.30 v.
19.07.
- Neu:
TAZ-Tagesthema
"Kulturschock Kind"
Wenn aus Pärchen
Eltern werden, fangen die Probleme erst
richtig an: Eine neue Studie belegt ein
deutliches Abkühlen der Liebe - und eine
drastische Wendung zu mehr Pragmatismus.
Es wird häufiger gestritten und weniger
kommuniziert. Und aus der Liebe wird ein
gemeinsames Projekt
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©
2000-2002
Bernd Kittlaus |
Bernds@single-dasein.de |
Erstellt:
21. Mai 2002
Update: 21. Mai 2002 |
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Zugriffe
seit
dem 04.Juni 2000 |
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