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Barbara Vinken: Familienpolitik als Bevölkerungspolitik

 
       
     
       
     
       
   

Barbara Vinken im Gespräch:

 
   
  • WERNEBURG, Brigitte (2001): Martin Luther ist schuld.
    Barbara Vinken möchte das Rätsel lösen, warum in Deutschland unmöglich ist, was anderswo für Frauen als normal gilt: Kinder und Karriere zu haben. Ein Gespräch mit Vinken über ihr Buch "Die deutsche Mutter" und die fatale These, Mütter seienen die letzten Garanten einer humanen Gesellschaft,
    in: TAZ v. 19.04.
 
       
   

Die deutsche Mutter (2001)
Der lange Schatten eines Mythos
München: Piper

 
   
 
 

Klappentext zu "Die deutsche Mutter"

In Deutschland müssen Frauen sich immer noch entscheiden: entweder Kinder oder Karriere. Warum? Muss es uns nicht beunruhigen, dass eine Französin, eine Dänin oder eine Italienerin sich nicht vor diese Wahl gestellt sieht? Und warum glauben wir trotzdem immer noch, in Sachen Emanzipation Vorreiter in Europa zu sein? Barbara Vinken analysiert den Zusammenhang dieses Missverhältnisses, seine Ursprünge und Auswirkungen. Ihr Fazit: Die deutsche Politik hat sich immer viel mehr um die Familie als um die Selbständigkeit der Frau gekümmert. Der Grund für diese Einseitigkeit ist der uralte, bis heute ungebrochene Mythos der Mütterlichkeit. Wie ein roter Faden zieht er sich vom Protestantismus durch die nationalsozialistische Ideologie bis zum heutigen Bio-Gesundheitswahn: Nur die gesunde Kleinfamilie mit einer Mutter, die sich um alles kümmert, kann gegen die kalte, harte Welt bestehen.

Pressestimmen zu "Die deutsche Mutter"

"Ideologiekritik, die meint, sich ob der vermuteten Übermacht des Feindes selbst aufblasen zu müssen, erzeugt Überdruß (...) Was im Unterschied dazu nötig täte, wären Vorschläge, wie sich die sozialpolitischen Voraussetzungen dafür schaffen lassen, daß auch in Deutschland jede nach ihrer Façon selig werden kann."
(FAZ v. 20.03.2001)

"Es ist das Buch zum beginnenden Wahlkampf"
(TAZ v. 19.04.2001)

 

 

 
       
   
  • Rezensionen:

    • HÜSTER, Wiebke (2001): Mütter, wollt ihr ewig stillen?
      Ganz Deutschland ist ein Oberammen-Gau: Nur Barbara Vinken weiß, wo der Schnuller hängt,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 20.03.
    • ROEDIG, Andrea (2001): Religion: Mutter.
      Oft gehörte Argumente. Barbara Vinkens Kulturgeschichte der deutschen Mutter,
      in: Freitag Nr.13 v. 23.03.
    • ROEDIG, Andrea (2001): Barbara Vinken: Die Deutsche Mutter,
      in: WochenZeitung Nr.15 v. 12.04.
    • RALL, Veronika (2001): Knick in der Küche.
      "Die deutsche Mutter": Barbara Vinkens Buch über die Familienfeindlichkeit deutscher Politiker,
      in: Tagesspiegel v. 26.04.
    • HEINTZE, Dorothea (2001): Sind Mütter die besseren Menschen?
      Der komplette Terror der totalen Kinderbetreuung: Vom Sonderweg der deutschen Mütter,
      in: Badische Zeitung v. 07.05.
    • GERHOLD, Stefanie (2001): Karriere adieu.
      Es wird Zeit, in Deutschland mit dem Muttermythos aufzuräumen, meint die Kulturwissenschaftlerin Barbara Vinken und fordert neue Konzepte,
      in: Berliner Illustrierte Zeitung. Beilage der Berliner Morgenpost v. 13.05.
    • RUTSCHKY, Katharina (2001): Samstags gehört Mutti mir.
      Barbara Vinken wünscht sich die deutsche Mutte katholischer, republikanischer, berufstätiger,
      in: Berliner Zeitung v. 26.05.
    • MAYER, Susanne (2001): Wollt ihr die totale Mutter?
      Beschimpfungen, Verdächtigungen, Belehrungen: Barbara Vinken und andere Frauen streiten über das Leben mit Kindern,
      in: Die ZEIT Nr.26 v. 21.06.
      • Inhalt:
        MAYER kritisiert den ideologischen Streit zwischen Vollzeitmütter-Ideologinnen wie Ulrike HORN und Karrieremütter-Ideologinnen wie Barbara VINKEN. Auf der Strecke bleiben nach Meinung von MAYER diejenigen Mütter, die mit einem Teilzeitjob Geld für ein Leben mit Kindern verdienen wollen. Einzig das Buch von Stella BETTERMANN (siehe hierzu Focus Nr.19 v. 07.05.2001) findet vor MAYER Gnade, da es Spaß am Muttersein vermittelt...
    • BRONFEN, Elisabeth (2001): Von der Geschichte gelöst.
      Schluss mit dem deutschen Müttermythos,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 30.06.
    • FRÖHLICH, Sabine (2001): Der Nagel in der Wand.
      Barbara Vinken über den Mythos "deutsche Mutter",
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 10.07.
    • GRAW, Isabelle (2001): Kind oder nicht Kind.
      Barbara Vinken neigt zu apodiktischen Aussagen über die deutsche Mutter,
      in: Literaturen Nr.9, September
    • BRONFEN, Elisabeth (2001): Ein Mythos wird demontiert.
      Barbara Vinkens "Die deutsche Mutter",
      in: Literaturkritik.de Nr.10, Oktober
    • Neu:
      FIL (2002): Die urdeutschen Rabenmütter,
      in:
      Emma Januar/Februar
      • Inhalt:
        FIL sieht VINKENs Buch in der Tradition der Französin Elisabeth BADINTER, zu der sie anmerkt, dass diese zweifache Mutter ist. Hera LIND ist bei FIL genauso wenig angesehen wie bei der restlichen nicht-feministischen Welt.
 
       
   

Das Buch in der Debatte

 
   
  • SCHLAG, Corinna (2000): Deutschlands bestgeschützte Spezies.
    Mit der Emanzipation hierzulande sei es nicht weit her, sagt eine Berliner Professorin. Die deutsche Mutter gelte nach wie vor als Hüterin der heilen Welt,
    in: Berliner Morgenpost v. 22.12.
  • DANIELS, Arne & LACHE, Anette (2001): Courage, Mütter!
    Weiterarbeiten, wenn das erste Kind kommt? Zu Hause bleiben - Zukunft ungewiss? Oder ganz aufs Mutterglück verzichten, weil sonst der Job Schaden nimmt? Egal, wie Frauen sich entscheiden, sie zahlen meistens drauf. Doch statt gemeinsam gegen einen altmodischen Mutter-Mythos und für Krippen und Ganztagsschulen zu kämpfen, machen sie sich gegenseitig das Leben schwer,
    in: Stern. Campus und Karriere v. 28.02.
  • SPIEGEL-Coverstory "Zurück zur Familie"
    in: Spiegel Nr.15 v. 09.04. 2001
  • NOLTE, Dorothee (2001): Über die deutsche Mutter nachdenken,
    in: Tagesspiegel v. 14.05.
  • KOHSE, Petra (2001): Frauen am Rande des Planerfüllungssyndroms.
    Was tun mit 30 Mark Kindergeld? Entdecke die Möglichkeiten: Über die Familie im Ikea-Dauertest und das Dilemma postmoderner Frauen in der Erziehungszeit,
    in: Frankfurter Rundschau v. 15.05.
  • BUHR, Elke (2001): Apokalyptische Kaugummis.
    Über deutsche Mütter, die Erziehungskatastrophe und den rhetorischen Kurzschluss,
    in: Frankfurter Rundschau v. 14.07.
    • Inhalt:
      BUHR kritisiert Susanne GASCHKE und ihr neues Buch "Die Erziehungskatastrophe - Kinder brauchen starke Eltern". Wie dem Soziologen Alexander SCHULLER, der in der FAZ vom 03.07.2001 seine Sichtweise vom "Tod der Familie" präsentierte, geht es GASCHKE nach Meinung von BUHR um eine undifferenzierte Kritik erzieherischer Praxis:
            "Susanne Gaschke - voll berufstätig, ein Kind - (redet) genau der Ideologie von Mutterschaft das Wort, die Barbara Vinken - voll berufstätig, ein Kind - in ihrem Buch 'Die deutsche Mutter' (Piper Verlag) zu demontieren versucht. Wer sich daran macht, die Ursprünge bestimmter Ideologieformationen aus der aktuellen 'Erziehungsdebatte' à la Gaschke freizulegen, bekommt von Barbara Vinken das historische Material dazu."
  • LAU, Mariam (2001): Kinder machen alles falsch!
    In Deutschland ist Familienpolitik wieder eine Arena der Glaubenskämpfe. Wer die Wiederkehr von Vollzeitmutter und restriktiver Erziehung fordert, übersieht die Realität
    in: Welt v. 20.07.
  • GAEHME, Tita (2001): Barbara Vinken: Die deutsche Mutter, Der lange Schatten eines Mythos,
    in: Politische Literatur. Sendung des DeutschlandRadio v. 06.08.
  • RÖSSLER, Beate (2001): Wer ist die Beste im Land?
    In der Debatte um "Mütter-Kinder-Arbeit" sind normative Differenzierungen geboten,
    in: Frankfurter Rundschau v. 23.10.
    • Inhalt:
      RÖSSLER argumentiert auf der Linie von Nancy FRASERs feministischer Gerechtigkeitstheorie und kritisiert sowohl VINKENs "Die deutsche Mutter" als auch Ulrike HORNs "Neue Mütter braucht das Land":
            bei beiden wird zwar der Versuch gemacht, "mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft herzustellen: bei Vinken dadurch, Frauen stärker an der Erwerbsarbeit zu beteiligen; bei Horn dadurch, die von Frauen privat verrichtete Arbeit in der gesellschaftlichen Anerkennung aufzuwerten. Doch beide lassen sich erstaunlich umstandslos in die bestehenden Verhältnisse einpassen, weil sie die grundsätzliche Struktur, dass Frauen für Kinder und Hausarbeit zuständig sind, nicht in Frage stellen. Männer kommen nämlich in beiden Positionen so gut wie gar nicht vor. Zwar kann man sagen, dass einer Position wie der von Vinken gerechtigkeitstheoretisch der Vorrang gebührt, weil sie Frauen zumindest die Möglichkeit eröffnen will, einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Aber so lange eine Position nicht den Begriff der Arbeit und die geschlechtsspezifische Zuordnung auch der Hausarbeit problematisiert, solange ändert sie an den grundsätzlichen Strukturen der Gesellschaft nicht wirklich etwas."
 
       
   

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© 2000-2002
Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 22. April 2001
Update: 14. Februar 2002
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