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Elizabeth Dunkel: Kate Odinokov und die Heiratschancen einer Karrierefrau

 
       
   
  • Kurzbiographie:

 
       
     
       
   

Elizabeth Dunkel im WWW

 
   
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Elizabeth Dunkel: Porträts und Gespräche

 
   
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Every Woman Loves a Russian Poet (1988)
(deutsch: Der Fisch ohne Fahrrad, München: Knaur, 1990)

 
   
 
 

Klappentext zur Taschenbuchausgabe von "Der Fisch ohne Fahrrad"

"»Eine Frau ohne Mann ist wie ein Fisch ohne Fahrrad« - so lautete ein Spruch der Frauenbewegung, der mit dem alten Vorurteil aufräumen sollte, eine Frau ohne Mann sei nur ein halber Mensch.
Ein Fisch ohne Fahrrad ist auch die New Yorkerin Kate Odinokov. Eigentlich hat sie ja alles, was sich eine Frau wünschen kann, nur eines vermißt sie: einen Mann.
Ständig verliebt sie sich in den Falschen, wie zum Beispiel in Boris, den russischen Exildichter, oder in Frank, ihren Psychiater. Doch am Schluß ihrer leid- und lustvollen Erfahrungen steht trotz alledem die Erkenntnis: Man kann das Leben auch ohne Mann genießen!"

Textauszug: Die Heiratschancen einer Karrierefrau

"»Braun und rund«, hatte man sie einmal zu ihrem Kummer beschrieben, doch nun, mit dreiunddreißig Jahren, hatte sie sich damit abgefunden, braun und rund zu sein. »Ich bin eine unkonventionelle Schönheit«, hatte sie sich zu trösten versucht. Das klang nicht schlecht (...).
New York. Es war eine Stadt des Geldverdienens, der langen Arbeitsstunden, des Erfolgs und des Ruhms. Die Männer waren zu müde für die Liebe, hatten andere Dinge im Kopf. Sie dachte daran, wie sie jeden Morgen (...) ihr Apartment verließ, auf dem Subway-Bahnsteig stand und diese wahnsinnig gut aussehenden und völlig konstipierten Männer der Upper East Side betrachtete, die ihre Nase ins Wall Street Journal steckten. Es gab Tage, da hätte sie am liebsten geschrieen: »Seht mich an!« Sie glaubte »Girls Just Want to Have Fun« durch die Station dröhnen zu hören, während sie um diese zu Eis erstarrten Kerle herumtanzte. Und zu allem Überfluß waren die paar unverheirateten Männer, die es gab, mehr als verwöhnt, denn in New York wimmelte es von atemberaubenden, erfolgreichen, alleinstehenden Frauen.
(...) Sie fühlte sich vom Leben übergangen, weil all ihre Freundinnen eine nach der anderen allmählich heirateten und damit begannen, ihre Landhäuser zu renovieren und Kinder zu kriegen, während sie selbst noch immer mühsam versuchte, zu einem gottverdammten Date zu kommen.
Sie hatte es satt, diese idiotischen, beunruhigenden Artikel im New York-Magazin zu lesen, diese Abhandlungen über die abnehmende Alters-Empfängnis-Kurve, den neuen Mini-Babyboom, Lezte-Chance-Babys, In-vitro-Befruchtung, Männer-Sharing und den allerneuesten Trend für Frauen: das Unter-dem-Stand-Heiraten (...). Zu ihrer großen Bestürzung hatte sie bei Barnes & Noble eine ganze Abteilung mit Büchern über Einsamkeit entdeckt, über die Kunst, sich einen Mann zu angeln, über die Liebe zum falschen Mann, über zu große Liebe zu Männern, über zuwenig Liebe zu Männern und, schlimmer noch, wie man auf kreative Art allein leben kann (...). Die Suche nach Liebe war zur Epidemie geworden. Als weiblicher Single in Manhattan zu leben war grauenhaft. Nein, schlimmer noch: Es war ein Klischee! Und sie, Kate Odinokov, war zu einer Zahl in der Statistik geworden! Dann war diese drastische Titelstory in Newsweek über die Heiratschancen einer Frau über dreißig erschienen. Und diese Chancen standen nicht sehr gut. Ja, das hatte sie dann endgültig fertiggemacht.
(aus: Elizabeth Dunkel "Der Fisch ohne Fahrrad", 1993, S.8-15)

Stimmen zu "Der Fisch ohne Fahrrad"

"Das erste Buch, in dem die Single-Existenz einer modernen beruflich gutqualifizierten Frau mit ihren Alltäglichkeiten und Problemen beschrieben und problematisiert wird, erschien 1988 in Amerika und wurde sofort ein Bestseller: »Der Fisch ohne Fahrrad« von Elizabeth Dunkel. Der Titel spielt auf den bekannten Feministinnenspruch an, demzufolge eine Frau einen Mann überhaupt nicht braucht. Die Heldin des Buches jedoch scheint einen Partner sehr wohl zu brauchen - jedenfalls verbringt sie verzweifelte Nächte voll Sehnsucht und sucht bei jeder Gelegenheit nach einer Chance. Das Neue an diesem Buch allerdings liegt in der Beschreibung der Lebensform dieser jungen, gescheiten und attraktiven Frau, die ihr Leben in geradezu exquisit ästhetischem Rahmen lebendig zu gestalten weiß, sowie in seinem überraschenden Schluß."
(aus: Eva Jaeggi "Ich sag' mir selber Guten Morgen. Single - eine moderne Lebensform", 1992, S.35)

"Eine neue Welle von modischer 'Emanzipationsliteratur' von und für Frauen schwappt über auch auf renommierte literarische Verlage: lauter Heldinnen auf dem Weg nach oben, beruflich nicht zu bremsen. Wenn bloss die Liebe nicht wäre (...). Den Anfang im neuen Genre machte die Amerikanerin Elizabeth Dunkel mit ihrem witzigen Roman 'Fisch ohne Fahrrad'. Seit 1990 auf deutsch erhältlich ( bei Droemer-Knaur), wurde das Buch bisher rund 430 000mal verkauft."
(Esther Scheidegger im Tages-Anzeiger v. 26.07.1996)

 
 
 
       
   
  • Rezensionen:

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  • Das Buch in der Debatte:

    • JAEGGI, Eva (1992): Ich sag' mir selber Guten Morgen. Single - eine moderne Lebensform, München: Piper
    • Neu:
      SCHEIDEGGER, Esther (1996): Wenn Superweiber in Prosecco baden.
      In der zeitgeistigen Unterhaltungsliteratur wimmelt es von emanzipierten Protagonistinnen. Ihr Problem ist nicht die Karriere, sondern ein Mann fürs Leben. Eine neue Welle von modischer "Emanzipationsliteratur" von und für Frauen schwappt über auch auf renommierte literarische Verlage: lauter Heldinnen auf dem Weg nach oben, beruflich nicht zu bremsen. Wenn bloss die Liebe nicht wäre,
      in: Tages-Anzeiger v. 26.07.
 
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 26. Mai 2001
Stand: 29. April 2002
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