"Dieses Buch ist in den
Vereinigten Staaten ein Bestseller. Es wird
mit Nathalie Wood und Tony Curtis verfilmt.
Was ist der Grund dieses ungewöhnlichen
Erfolgs? »Sex und ledige Mädchen«
torpediert eine der absurdesten Mythen
unserer Zeit: Daß jedes Mädchen verheiratet
sein müsse.
In freimütiger Darstellung wird hier der
unverheirateten Frau gezeigt, wie sie
unwiderstehlich, unbezähmbar, mutig und
beneidenswert ledig sein kann. Im ganzen Buch
gibt es kein zimperliches, scheinheiliges
oder herablassendes Wort - dagegen Hunderte
von praktischen, durchführbaren,
spezifischen Vorschlägen von mitunter
schockierender Offenheit, geschrieben von
einer Frau, die selbst siebenunddreißig
Jahre ledig war.
»Helen Gurley Brown schildert den Zustand
alleinstehender Seligkeit so aufreizend und
herausfordernd, daß jede Ehefrau sich fragen
könnte, warum sie überhaupt geheiratet
hat«, sagt die amerikanische
Schriftstellerin Maxine Davis, und weiter:
»Das Buch gibt Ratschläge - ebenso
köstlich wie realistisch - über die Kunst,
sich mit Männern zu amüsieren und mit ihnen
fertig zu werden. Es macht die Strategie so
unterhaltend, daß man sich fragt, ob die
Früchte des Erfolgs überhaupt so viel Spaß
machen können wie der 'Feldzug' selbst. Nun,
weder bei der Autorin noch bei mir bestehen
darüber die geringsten Zweifel.«
Die Leserin wird unter kundiger Leitung auf
eine förmliche Männerjagd mitgenommen und
darüber unterrichtet, wie sie die
Aufmerksamkeit der Männer erregt - »ohne
Holzhammermethode oder besondere Angabe« -
und nicht etwa zu dem Zweck, nur ja »unter
die Haube« zu kommen, sondern um in
Zufriedenheit ledig zu bleiben, bis sie einen
Mann trifft, den sie heiraten
möchte - und der sie auch heiraten will.
Ein Kapitel gibt ein ausführliches, leicht
zu befolgendes Rezept, wie man sexy sein kann
für jeden in Seh- und Hörweite befindlichen
Mann. Die alleinstehende Frau wird entdecken,
wie sie zu einer großartigen Karriere kommt
(»selbst wenn sie spät schaltet«), die ihr
Prestige, zauberhafte Reisen und genug Geld
verschafft, um einen Traumwagen zu fahren.
Ein Kapitel belehrt das unglückliche
Mädchen, das mit seinem Geld bodenlos
leichtsinnig umgeht, wie man es zuwege
bringt, an jedem Monatsende noch so viel zu
haben, um ein schickes Kleid zu kaufen oder
auch ein wenig auf die »hohe Kante« zu
legen. In weiteren Kapiteln erfährt die
Ledige, wie sie es anstellt, daß der Duft
eines Tropfens französischen Parfüms auf
ihren Busen sie den ganzen Tag begleitet, wie
sie einem männlichen Nachtbesuch Frühstück
bereitet (ohne zappelig zu sein) und wie sie
eine vollendete Cocktailparty gibt.
Und lange bevor die Leserin zum Schluß
gelangt ist, wird sie fest davon überzeugt
worden sein, daß die gescheite,
alleinstehende Frau von heute die
verführerischste aller Frauen sein
kann."
Stimmen zu "Sex and
the Single Girl"
"The first spokeswoman for
the revolution was a woman whom many
feminists would be loath to claim as one of
their own, but of the two best-sellers on
women's condition - Helen Gurley Brown's Sex
and the Single Girl, published in 1962,
and The Feminine Mystique, published
a year later - Brown's was in many ways the
more radical (...) Brown went further and
announced that marriage was unnecessary and
that a new life was already possible, the
life of the single, urban, working 'girl.'
Brown's book was a gushy guide to
selfimprovement, in the style she later
immortalized in Cosmopolitan (...).
Brown was way ahead of her time; the
skirt-suited, full-time career woman, for
example, would not emerge as a feminine role
model until well into the seventies.
(...)
Sex and the Single Girl argued
simultaneously for women's financial
independence and sexual liberation (...) This
was, for many women in 1962, a major news
item, almost as if a cure had been found for
a fatal illness: 'Nice' girls, meaning
middle-class girls in pink or white-collar
jobs, not 'sluts' or 'whores' were having
affairs and they were surviving.
(...)
Within a few years after the publication of Sex
and the Single Girl, the single,
sexually acquisitive way of life for women
would no longer require book-length
vindication. By 1964, there were enough
single girls (and envious married women) to
warrant Helen Gurley Brown's transformation
of the failing, family-oriented magazine Cosmopolitan
into Cosmo we know today. The first
singles bars (...) opened in Manhattan's
Upper East Side, and new words entered the
American vocabulary: 'relationship', to
accomodate both marriage and 'affairs' (...).
The commercialization of singles' needs -
through bars, resorts, magazines, etc. -
helped create a singles culture and
identity"
(Barbara
Ehrenreich/Elizabeth Hess/Gloria Jacobs
"Re-making love", 1986, S.56-60)
"A stratetic guide to
dating, work, beauty and finance"
(Melissa Hantman in
Salon.com vom 26.09.2000)
"Sex and the
City" in der Tradition von "Sex and
the Single Girl"?
"The life of single women
in the big city has had a powerful hold on
our psyches since Helen Gurley Brown's
Zeitgeisty book 'Sex and the Single Girl' in
the '60s (...). But the single heroines in
today's popular imagination are worlds apart
from Helen (...) and an even farther cry from
their old-maid aunts. They're well dressed,
well paid and sexually gratified. "
(Yahlin Chang & Veronica
Chambers in der Newsweek vom 02.08.1999)
"Brown may be the godmother
of the contemporary sexpert industry. Sex and
the City seems to owe much - including
perhaps its title - to Brown"
(David Plotz in Slate.com
vom 07.04.2000)