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Susan Faludi: Vom Backlash zur Krise des Mannes

 
       
     
       
     
       
   

Susan Faludi in ihrer eigenen Schreibe

 
   
  • FALUDI, Susan (1999): The Betrayal Of The American Man.
    Book Excerpt: Susan Faludi's groundbreaking "Backlash" looked at the "undeclared war on women." Now in "Stiffed," the author explores the unseen war on men - the pressure to be masculine in a culture that no longer honors traditional codes of manhood,
    in: Newsweek v. 08.09.
 
       
   

Susan Faludi: Porträts und Gespräche

 
   
  • Deutschsprachiger Raum
    • Neu:
      PROFIL (2001): "Männer sind einander die größten Feinde".
      Amerikas Feminismus-Ikone Susan Faludi setzt sich in ihrem neuen Buch "Das betrogene Geschlecht" mit der Krise des Mannes auseinander. Ein Gespräch über Schmerzen, Begehren und die Kultur der Prothesen,
      in: Profil Nr.28 v. 09.07.
      • Inhalt:
        FALUDI möchte die alten Ziele des Mittelschicht-Feminismus mit neuen Mitteln erreichen. Um einen Stillstand der Frauenbewegung zu verhindern, fordert sie einen Paradigmenwechsel. Nicht mehr das Feindbild Mann ist gefragt, sondern die Koalition mit Männern, die mit den Zielen der Frauenbewegung sympathisieren. FALUDI definiert den Feministen deshalb folgendermassen: "Feminist sein heißt, sich um die Fürsorge einer Gemeinschaft zu kümmern: um gute Kinderbetreuung für berufstätige Frauen, um gute Gehälter für Frauen."
  • Englischsprachiger Raum
    • CHIN, Paula (1999): Male-ady.
      Feminist author Susan Faludi says American men must be liberated from superficial values that have long bedeviled women,
      in: People v. 25.10.
 
       
   

Stiffed.
Betrayal Of The Modern Man (2000)
(deutsch: Männer. Das betrogene Geschlecht, Rowohlt, 2001)

 
   
 
 

Klappentext zu "Männer. Das betrogene Geschlecht"

"Susan Faludi sieht die Männer heute in einer Lage, in der die Frauen in den fünfziger Jahren waren - also vor der Frauenbewegung, gefangen im «Weiblichkeitswahn». Während die Frauen aus der traditionellen Rolle ausbrachen, geriet die ökonomische Basis der männlichen Identität ins Wanken. Das große «Downsizing», die massiven Veränderungen der westlichen Industriegesellschaften, hat, so folgert die Autorin, immense Auswirkungen auf die Männer und ihr Selbstbild - und zwar auch dann, wenn sie die klassische Rolle des Ernährers noch ausfüllen. Denn das Territorium, auf dem Männer sich heute behaupten müssen, war einst den Frauen vorbehalten: Es ist der Markt der Eitelkeiten. In der «ornamentalen Kultur» der Gegenwart, in der man, fixiert auf Image und Äußerlichkeiten, sich nur durch Geld, Statussymbole und den Körper beweisen kann, kommen die Männer nicht mehr zurecht."

 
 
 
       
   
  • Buchauszug:

    • FALUDI, Susan (2001): Schlapp gemacht.
      Der amerikanische Mann ist ein Schwächling, Versager, Verlierer. Das behauptet die Journalistin und Feministin Susan Faludi. Sechs Jahre hat sie für diese These recherchiert. Und ist in einem Bereich besonders fündig geworden: Der Pornoindustrie,
      in: Frankfurter Rundschau v. 19.05.
 
     
   
  • Das Buch in der Debatte:

    • LIN (2001): Männer sind keine Schweine.
      Egal ob Chauvis oder Softies, sie können es Frauen einfach nicht recht machen,
      in: Frankfurter Rundschau v. 19.05.
 
       
   

Backlash.
The Undeclared War Against American Women (1991)
New York: Crown
(deutsch: Die Männer schlagen zurück. Wie die Siege des Feminismus sich in Niederlagen verwandeln und was die Frauen dagegen tun können, Rowohlt, 1993)

 
   
 
 

"Backlash" - Eine Kritik an der These vom "alten Jungfern"- Boom

"»Wenn Sie eine alleinstehende Frau sind, dann folgen hier Ihre Heiratschancen«, verkündete der Titel der Newsweek-Ausgabe vom 2. Juni 1986 hilfsbereit (...). Die Newsweek-Story erklärte, Single-Frauen fielen mit »größerer Wahrscheinlichkeit einem Terroranschlag zum Opfer«, als daß sie heirateten. Vielleicht war das nur metaphorisch gemeint, aber der düstere Satz mit dem Terroranschlag wurde wortwörtlich in vielen Frauenzeitschriften, Talkshows und Ratgebern wiederholt: »Wußten Sie schon, daß (...) vierundvierzigjährige Frauen eher einem Terroranschlag zum Opfer fallen, als einen Mann zu finden?« hieß es atemlos in der Pressemitteilung für Tracy Cabots How to Make a Man Fall in Love with You."
(Susan Faludi "Die Männer schlagen zurück", 1993)

Der Heiratsengpass: eine unendliche Geschichte

Frank NOACK hat sich im TAGESSPIEGEL vom 05.10.2000 an den Newsweek-Artikel "Too late for Prince Charming" von Eloise SALHOLZ aus dem Jahr 1986 erinnert. Dies ist wohl der am meisten zitierte Artikel der 80er Jahre zum Thema Single-Frauen gewesen. Er ist quasi unsterblich und geistert immer wieder einmal durch die Weltpresse, z.B. im Februar 1999 durch den Nouvel Observateur. Dort wird er behandelt, als ob er gerade erst geschrieben worden wäre: "Sans parler de cette autre étude publiée dans «Newsweek» affirmant qu'à Manhattan une femme à la fois active et diplômée avait «autant de chances de trouver un compagnon que de se faire abattre par un terroriste»". Der Artikel hat eine ganze Ära von Frauen-Literatur begründet. Angefangen hat das mit Elisabeth DUNKELs 1988er Bestseller "Every Woman Loves a Russian Poet" (deutsch: Der Fisch ohne Fahrrad). Er hat ausserdem die Ratgeberliteratur beflügelt. Susan PAGE hat ein ganzes Kapitel nur dem Thema gewidmet, ihren verzweifelten Klientinnen die Statistik zu erklären, bevor sie zum Kern ihres Themas kommen konnte. Andere haben den Slogan gleich als Titel für ihren Ratgeber verwendet. Ein beliebtes Spiel ist auch die Abwandlung. So heisst es bei Claudia KELLER: "Lena ist vierunddreißig und somit hart an jener Schallgrenze, an der eine Frau, wie wir alle schaudernd vernommen haben, eher von einem Tiger gefressen wird, als daß sie noch die Chance hätte, einen Mann zu finden".
      
Nun also hat NOACK diesen Slogan wieder ausgekramt, um ihn auf Single-Männer anzuwenden. Er meint, dass die Unterhaltungsindustrie nun auch Männer unter Druck setzen will.
      
Soziologen wie Dorothea KRÜGER warten schon seit 10 Jahren darauf, dass die Männer endlich begreifen, dass sie - und nicht die Frauen - mit einem Heiratsengpass zu kämpfen haben. Ausser Thomas KLEIN , der seit Mitte der 90er Jahre vergeblich mit seinen Statistiken hausieren geht, hat das bisher noch keiner eingesehen.

 
 
 
       
     
     
   

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© 2000-2002
Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 25.Mai 2001
Stand: 20. Januar 2002
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dem 04.Juni 2000