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Walter Kirn: Der globale Nomade

 
       
   
  • Kurzbiographie:

    • 1962 geboren
    • Redakteur bei der Zeitschrift "GQ"
    • 2001 Roman "Up in the Air" (deutsch: Der Vielflieger)
 
       
     
       
   

Walter Kirn: Porträts und Gespräche

 
   
  • fehlt noch
 
       
   

Der Vielflieger (2002)
Köln: Kiepenheuer & Witsch
Im Original: Up in the Air (2001)
Doubleday

 
   
 
 

Klappentext

"Ryan Bingham, 35 Jahre alt, Motivationstrainer und Sehrvielflieger, ausgestattet mit Handy, Laptop und einem Koffer voller knitterfreier Anzüge gehört der neuen Spezies des Geschäftsmannes an: ein moderner Nomade, dessen wahres Zuhause das Flugzeug oder der Flughafen ist und der familiäre und freundschaftliche Beziehungen nur noch über Handy und Email hält. Ryan verfügt über ein klares Ziel: Er will innerhalb der nächsten Woche den Eine-Million-Meilen-Bonus erreichen, jene magische Zahl, die ihn zum König der Vielflieger macht. Er, der von Firmen engagiert wird, um wegrationalisierten Angestellten die positive Seite ihrer Freistellung zu erklären, sitzt aber selbst auf dem Schleudersitz. Dem drohenden Rausschmiss will er durch eigene Kündigung zuvorkommen - doch zuvor will er den Meilenrekord brechen, um wenigstens eine Sache im Leben erfolgreich zu Ende zu führen. Alles scheint perfekt arrangiert, der Flugplan ist genau ausgetüftelt, doch dann läuft etwas schief: Ryans Kreditkarte wird gesperrt, geschäftliche Termine platzen - ob sich ein Hacker seiner Identität, schlimmer, seines Meilenkontos bedient oder eine übergeordnete Instanz manipulierend die Hände im Spiel hat, ist noch nicht klar..."

Pressestimmen

"Gesellschaftskritik steht derzeit wieder hoch im Kurs, doch während etwa (...) Naomi Klein und der Franzose Fréderic Beigbeder in heiligem Ernst gegen fiese Markendiktatoren anschreiben, karikiert Kirn unsere Zeit in einer Satire, die erst allmählich mit bitterem Nachgeschmack wie von unbekömmlicher Bord-Cuisine aufstößt. Und wo Michel Houellebecqs depressive Figuren in ihrem düsteren Lebensambiente auftreten, bemüht sich Walter Kirns Antiheld bis zuletzt zu funktionieren."
(Stella Bettermann im Focus v. 16.07.2001)

 
 
 
       
     
     
   
  • Das Buch in der Debatte:

    • Neu:
      HÄNTSCHEL, Jörg (2001): Reise zum Mittelpunkt der Herde.
      Träumen Nomaden vom elektronischen Schlafplatz? Die Schauplätze des modernen Wohnens liegen in den exterritorialen Räumen zu Lande, zu Wasser und in der Luft
      in: Süddeutsche Zeitung v. 10.08.
      • Inhalt:
        HÄNTSCHELs zentrale These lautet: "Der 'globale Nomade', der überall zu Hause ist, hat sich zum Heldentypus der Gegenwart entwickelt, und mit ihm verändert sich die kollektive Vorstellung vom Wohnen." Auto, Schiff und Flugzeug werden zur ortsunabhängigen Heimat der mobilen Existenz. Transitorische Räume wie Business-Lounges auf Flughäfen werden zeitweilige Heimaten und Flugpläne stiften neuartige Nachbarschaften: "Bisher war Gemeindezugehörigkeit eine Frage des Wohnorts, heute ist es eine des Flugplans. Immer dieselben Gesichter in denselben Maschinen". Dies ist für HÄNTSCHEL die Konsequenz des individualistischen Rebellentums der massenhaft Alleinreisenden, das sich gegen das einstige "idealistische Rebellentum des Alleinreisenden" durchzusetzen beginnt. Seinen literarischen Ausdruck hat dieses letzte Rebellentum im Roman "Up in the Air" von Walter KIRN gefunden.
 
       
   

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Bernd Kittlaus
Bernds@single-dasein.de Erstellt: 15. August 2001
Stand: 26. Februar 2002
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