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News vom 01. - 03. Oktober 2008
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Zitat
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Über den Gebrauch von
vorgefertigten Telegrammen für Erstkontakte bei Flirt-Börsen
"»Tolle
Bilder. Erzählst du mir mehr von dir?« ist eines davon. Besser
als virtuelle Küsse, aber ein persönlicher Satz wäre mir lieber.
Ich komme mir dabei vor, als wäre ich im Verteiler einer
Massen-Mail-Aktion.
Nach dem fünfzigsten »Dein Lächeln gefällt mir, erzählst du mir
mehr über dich« wird es langweilig, und ich sehe nicht mehr ein,
warum ich mir die Mühe machen soll, etwas Persönliches zu
schreiben. »Danke, aber ich glaube, wir passen nicht zusammen«
aus der Abteilung »Vorgefertigte Antwortsätze« ist bei mir
schließlich im Dauereinsatz und wahrscheinlich irgendwann nur
noch in verwaschenem Hellgrau zu lesen statt in sattem Schwarz.
Diese für mich klare Absage wird von der Gegenseite allerdings
nicht als Nein anerkannt, sondern lediglich als
Diskussionsgrundlage für
Vielleicht-geht-ja-doch-irgendwas-irgendwie. Ich wechsle zum
Vordruck »Danke, aber ich bin gerade dabei, jemand anderen
kennenzulernen.« Der männliche Gedankengang scheint zu sein:
Hier hat ein anderer gewonnen! Es ist der einzige Antwortsatz,
bei dem ich sicher sein kann, dass meine etwas andere
Formulierung von »Danke, ich will nicht« Erfolg hat und ich
meine Ruhe."
(aus: Judith Alwin
"Ins Netz gegangen", 2008, S.46)
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STEGLICH, Ulrike (2008): Wohnen ohne Kompromisse.
Privatsache: Bewohner von Townhouses geben viel Geld aus, dass
Krach, Schmutz und Armut hinter dem Zaun bleiben. In Deutschland sucht
eine urbane Mittelschicht das Dorf in der Stadt - und findet das Leben
in der Eintönigkeit,
in: Freitag Nr.40 v. 03.10.
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CW (2008): Europas "Zukunftsfähigkeit"
in: Neue Zürcher Zeitung v. 03.10.
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AK (2008): Übertriebene Angst vor "Yuppisierung" an der Langstrasse.
Mehr Lebensqualität - wenig Umwälzung der Bevölkerung,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 03.10.
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Zeitschrift "Stadtblick" - Infos zur Stadtentwicklung Zürich
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SZ-Magazin:
Heilige Mutter.
Warum beten Medien und Gesellschaft nur noch Frauen an, die
ihre Elternschaft zur Schau stellen? |
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LÜBKE, Karina (2008): Die totale Mamamanie.
Früher versuchten prominente Frauen, ihr Privatleben für sich zu
behalten. Heute wollen sie der ganzen Welt zeigen, dass sie ideale
Mütter sind. Denn nichts sorgt für mehr Glamour als ein Haufen
Kinder,
in: SZ-Magazin Nr.40 v. 02.10.
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RÜHLE, Alex (2008): Kinder gehören der Republik.
Neue Bücher über die alten Schwierigkeiten des Vater-Seins,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.10.
- Inhalt:
"Heißt
es oft, die Männer würden nach der Geburt des Kindes doch nur
deshalb mehr arbeiten, weil sie sich drücken wollen, kehrt Habeck
den Spieß um. Dass junge Väter dem beruflichen Fortkommen oftmals
einen höheren Stellenwert einräumen als vor der Geburt des Kindes,
hat seines Erachtens nichts mit Karrierismus oder Egoismus zu tun.
Es seien nicht so sehr die Männer, die vor der neuen Verantwortung
ins Büro flüchten; vielmehr würden die Frauen ihnen stillschweigend
die Ernährerrolle antragen. Das ist erfrischend unkorrekt
argumentiert für einen Grünenpolitiker. Und wenn er den Unternehmern
ins Stammbuch schreibt, dass sie endlich im 21. Jahrhundert ankommen
und flexiblere Arbeitsmodelle anbieten sollen, möchte man das Buch
gleich den eigenen Chefredakteuren anempfehlen",
meint Alex RÜHLE zum Buch
"Verwirrte Väter" von Robert HABECK.
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KIONTKE, Jürgen (2008): Plötzlich sind alle links.
Während die Linke seit Jahren davon überzeugt ist, dass
Gesellschaft, Politik und Diskurse immer rechter werden, sieht der
Business-Journalist Christian Rickens die Welt mit anderen Augen.
Linke Werte stünden überall hoch im Kurs, und noch nie sei die CDU so
links gewesen wie unter Angela Merkel,
in: Jungle World Nr.40 v. 02.10.
-
Christian Rickens - Links!
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SPIEWAK, Martin (2008): Falsche Panik.
Trotz der Unkenrufe vieler Bestsellerautoren: Unsere Kinder sind
gesünder, schlauer und besser behütet denn je. Armut, Gewalt und
Verwahrlosung aber finden sich am unteren Rand der Gesellschaft, etwa
bei den Kindern von Einwanderern oder Arbeitslosen,
in: Die ZEIT Nr.41 v. 01.10.
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Sven Regener - Der kleine Bruder
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Christian Kracht - Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten
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BÜSCHER, Wolfgang (2008): Gleich kracht's!
Sieben Jahre war er weg. Jetzt ist er wieder da, mit einem Roman
über einen hundertjährigen Weltkrieg. Der frühere Popautor ist auf
dem Weg zum Literaturklassiker. Ein Tag mit Christian Kracht,
in: ZEITLeben Nr.41 v. 01.10.
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BALZER, Jens (2008): Sie tanzen den Truthahn-Tanz.
Wie die Geburt des "Teenagers" mit einem Weltkriegsende
zusammenfiel und warum sich die Jugendkultur nur unter
kapitalistischen Vorzeichen entfalten konnte,
in: Literaturen, Oktober
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ALBERS, Markus (2008): Freiheit...
...in der Festanstellung ist kein Widerspruch. Immer mehr Chefs
führen flexible Arbeitsmodelle ein. Wo die Mitarbeiter ihre Aufgaben
erledigen, ist ihnen egal. Davon profitieren beide Seiten. Der
Einklang von Job und Beruf motiviert, mehr Leistung zu bringen.
Zukünftig müssen die Unternehmen diesen Anreiz bieten, um
konkurrenzfähig zu bleiben,
in: Junge Karriere, Oktober
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DAS
MAGAZIN-Titelgeschichte:
Projekt Kind.
Wollen die neuen
Eltern zu viel des Guten?
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LEHMANN, Andreas (2008): Projekt Kind.
Es geht nicht mehr um Selbstverwirklichung und Karriere: Für die
neue Elterngeneration steht jetzt der eigene Nachwuchs im
Mittelpunkt. Der wird umsorgt und gefördert, bis es manchmal zu viel
des Guten scheint,
in: Das Magazin, Oktober
-
ADESIYAN, Frauke (2008): Planlos ins Glück.
Wenn man schwanger ist, kann einen die Frage, wie man sein Kind
später eigentlich erziehen will, ganz schön in Bedrängnis bringen.
In den Buchhandlungen gibt es meterweise Ratgeberliteratur, aber
was, wenn man sich entscheidet, sie komplett zu ignorieren?
in: Das Magazin, Oktober
-
SCHMOLLACK, Simone (2008): Ein Kinder-Spiel?
Wenn beide Eltern arbeiten, gibt es Stress. Die Kinder wollen
erzogen und betreut, der Job erledigt und die Familie glücklich
gemacht werden. Wie bekommen das moderne Mütter hin? Oder wie nicht?
in: Das Magazin, Oktober
-
THIEME, Manuela (2008): "Da stimmt was nicht".
Auch wenn es Wunschkinder sind, stellt sich die Mutterliebe nicht
immer automatisch ein. Viele Frauen leiden nach der Geburt an
postpartaler Depression. Der Film "Das Fremde in mir" hat sich das
Thema jetzt auf sehr gefühlvolle Weise angenommen. Ein Interview mit
der Regisseurin Emily Atef,
in: Das Magazin, Oktober
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NEON-Modeheft:
Ehrliche Kontaktanzeigen.
Gut gekleidete Singles verraten ihre Macken |
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NEON (200): Editorial,
in: Neon,
Oktober
- Inhalt:
NEON stellt für das Modeheft 53 Singles aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz vor.
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NEON-Titelgeschichte:
Hast du ein Geheimnis?
Na hoffentlich! Warum zu viel
Ehrlichkeit in einer Beziehung der Liebe schadet |
- RENNER, Adrian (2008): Meine Sache!
In einer Beziehung solltes es keine Geheimnisse geben, glauben
die meisten von uns. Wissenschaftler sagen das Gegenteil: Liebe
braucht Geheimnisse, um spannend zu bleiben. Die Frage ist nur:
Welche?
in: Neon,
Oktober
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- COLLÉE, Miriam (2008): Suche Mann,
biete Tochter!
In einem Park in Shanghai treffen sich rüstige Ehepaare, um ihre
erwachsenen Kinder unter die Haube zu bringen - die ahnen davon
meistens nichts,
in: Neon,
Oktober
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- ERK, Daniel & Theresa BÄUERLEIN (2008):
Glitzerliebe.
Sollte sich eine Beziehung anfühlen wie eine harte Droge oder wie
ein verschlumpfter Freitagabend? Es gibt ungleiche Meinungen - und ein
Missverständnis darüber, was Liebe bedeuten soll,
in: Neon,
Oktober
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- HARTMANN, Kathrin (2008): Nicht weinen,
Papa!
Wenn man Verantwortung für seine Eltern übernehmen muss, kann das
Ende der Kindheit so abrupt sein, dass man gar nicht dazu kommt,
erwachsen zu werden,
in: Neon,
Oktober
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- KOCH, Christoph (2008): A - Z:
Schwanger.
Wie war das noch mit den sauren Gurken? Leitet Sex die Wehen ein?
Tipps für den richtigen Umgang mit dem Babybauch - für Frauen und
Männer,
in: Neon,
Oktober
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- MOCEK, Ingo (2008): "Ich denke immer an
den Krieg".
Christian Kracht war die Galionsfigur der Popliteratur - und half
tatkräftig mit, sie zu zerstören. Im Neon-Interview spricht er über
den Geruch der Mandel in seinem neuen Roman, sein Verhältnis zu David
Lynch und die zersetzende Kraft des Zynismus,
in: Neon,
Oktober
- Anmerkungen:
Der Literaturwissenschaftler Moritz BAßLER
definierte die
Popliteraten als neue Archivisten,
weil in deren Romanen Konsumgüter und Markennamen vorkamen, mit
denen sich Leser identifizieren und von anderen abgrenzen konnten.
"Faserland"
(1995) von Christian KRACHT gilt als erster Poproman der Generation
Golf.
In seinem
neuen Roman verbannt KRACHT nun
alle Marken:
"Grass
ist wirklich unlesbar. Nazis on Viagra. Aber ich fühle nmich
ebenfalls zu alt, um Konsumgüter und Markennamen in meinen Büchern
zu erwähnen. Das einzige Konsumgut habe ich noch rechtzeitig aus
meinem neuen Roman herausgenommen".
Ist
also KRACHT nun kein Popliterat mehr?
Wiebke POROMBKA entdeckt für die
taz auch im neuen Roman wiederum den Archivisten:
"Archivisten
der Gegenwart hat der Literaturwissenschaftler Moritz Baßler die
Generation der Popautoren einmal genannt. Christian Kracht war mit
Debütroman »Faserland« im Jahr 1995 vielleicht derjenige, der am
mustergültigsten vorgeführt hat, wie man die Oberflächenphänomene
der Wirklichkeit zu einer passgenauen Mentalitätsstudie
zusammenfügt.
In
seinem jüngsten Roman nun wendet Kracht wiederum das Prinzip des
Archivierens an. Er sammelt Versatzstücke aus der literarischen und
historischen Oberfläche und verwebt sie zu einem Text. Was aber als
literarisches Verfahren für die Gegenwart seine Berechtigung
entfaltet hat, das wird äußerst fadenscheinig, wenn es sein Material
im Imaginären und Vergangenen schöpfen muss."
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Zu den News
vom
25. - 30. September 2008
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