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Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom 05. - 13. Oktober 2010

 
 
     
 
   

Zitate des Monats:

Warum muss ein Akademiker für 8 Euro 10 pro Stunde arbeiten?

"Diese Frage beschäftigt mich schon lange. Es ist leider wahr, dass ich diesen Job nicht im Rahmen einer hochschulfinanzierten Studie durchgeführt habe, sondern schleicht gezwungen war, mich in dieser Billigfrabrik zu bewerben, weil ich nirgendwo sonst etwas fand. Nun habe ich Soziologie studiert, das Fach kennt und braucht keiner. (...). In einer anderen Lebenssituation wäre ich längst aus Deutschland fortgegangen, irgendwohin, wo man es schätzt, wenn jemand drei Sprachen spricht und viel gelesen hat. Ich glaube, es gibt solche Länder.
Ich konnte nicht anders. Davor war ich Freiberufler. Ich zahlte 300 Euro für meine Krankenversicherung und verdiente 900 Euro
, wenn es sehr gut lief. Meistens ging ich aber am Ende des Monats mit 100 Euro plus nach Hause. Das war zu wenig."
(aus: Frank Hertel
"Knochenarbeit", S.35)

"Bedroht die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes die Reproduktion der Mittelklassen trotz des Erwerbs höherer Bildungstitel? Drei zentrale Ergebnisse der hier vorgestellten Studie deuten in diese Richtung.
Erstens findet sich ein erheblicher Teil der Absolventen in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen des flexibilisierten Arbeitsmarktsegmentes wieder (...). Zweitens werden diese Beschäftigungsverhältnisse (...) schlechter entlohnt (...). Drittens schützt eine Herkunft aus den Mittelklassen nicht vor einer Beschäftigung in diesem benachteiligten Arbeitsmarktbereich. (...).
Allerdings (...) bleibt doch der komparative Vorteil der Mittelklassenangehörigen auf dem Arbeitsmarkt erst einmal erhalten. Es deutet sich jedoch eine Ausdifferenzierung dieser privilegierten Gruppe hinsichtlich ihrer beruflichen Erfolgschancen an, so dass auch ein beträchtlicher Teil der Nachkommen der Mittelklassen mittelfristig als Verlierer des Flexibilisierungsprozesses dastehen könnte."

(aus: Jens Ambrasat & Martin Groß "Strukturierte Individualisierung", in: Nicole Burzan & Peter A. Berger (Hrsg.) Dynamiken (in) der gesellschaftlichen Mitte, 2010, S.308f.)

 
 
 
Ab sofort finden Sie auf der Website www.single-luege.de einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.

Den aktuellen Rückblick August 2010 finden Sie hier.

 
       
     
   
  • Thilo Sarrazin - Deutschland schafft sich ab

    • NASSEHI, Armin (2010): Die Biologie spricht gegen Biologismus.
      Der Gegensatz von Natur und Kultur ist in den Natur- wie in den Sozialwissenschaften längst obsolet. Für die Lösung der Bildungsprobleme in Unterschichten ist zweitklassige Theorie aber nicht gut genug,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 13.10.
 
     
     
     
   
  • SZ-Tagesthema: Die Debatte um die Zuwanderung

    • PREUß, Roland (2010): Unsinn in allen Schattierungen.
      Statistiken widerlegen die Annahme, Massen von Muslimen würden nach Deutschland kommen - es gibt kaum noch Zuzug,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.10.
    • PRANTL, Heribert (2010): Das neue, alte Feindbild.
      Was in der politischen Debatte einst der Asylant war, ist heute der Muslim: Seehofers Einwanderungsstopp als Ausdruck eines politischen Rückschritts,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.10.
    • DROBINSKI, Matthias (2010): Machos ohne Perspektive.
      Muslime, die Deutsche mobben,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.10.
    • KISTER, Kurt (2010): Seehofers Kalkül,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 12.10.
 
     
     
     
     
   
  • BILLERBECK, Liane von (2010): "Die Leistungen des Feminismus werden nicht zur Kenntnis genommen".
    Schriftstellerin Marlene Streeruwitz über das Verhältnis der Geschlechter,
    in: DeutschlandRadio v. 12.10.
 
   
  • SOEFFNER, Hans-Georg (2010): Unentbehrlich als Korrekturwissenschaft.
    Zukunft der Soziologie: Die deutsche Gesellschaft für Soziologie begeht ihr 100. Jubiläum. Anlässlich der Feierlichkeiten stellt der emeritierte Soziologie-Professor Hans-Georg Soeffner in seiner Eröffnungsrede Vermutungen zu ihrer Zukunft an,
    in: Frankfurter Rundschau v. 12.10.
 
   
  • Thilo Sarrazin - Deutschland schafft sich ab

    • KURBJUWEIT, Dirk (2010): Der Wutbürger.
      Stuttgart 21 und Sarrazin-Debatte: Warum die Deutschen so viel protestieren,
      in: Spiegel Nr.41  v. 11.10.
      • Anmerkungen:
        Dirk KURBJUWEIT konstruiert aus zwei völlig verschiedenen Fällen den Typus des Wutbürgers, dem er Zukunftsvergessenheit bescheinigt. Beim Fall SARRAZIN ist dem Spiegel, der die Debatte an vorderster Front angeheizt hat, die Debattenhoheit entglitten. Deshalb muss jetzt der Typus des Publikumsbeschimpfers an die Front. 
 
     
   
  • PETERSDORFF, Winand von (2010): Geschäft aus der Retorte.
    Die Erfindung der künstlichen Befruchtung hat eine globale Industrie geschaffen: mit Klinken, Eizellenspendern und Leihmüttern. 4,2 Millionen Babys verdanken ihr Leben der Technik. 200000 allein in Deutschland,
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.10.
 
   
  • KITTLITZ, Alard von (2010): Viele Kinder, viele Sorgen.
    Die Deutschen sorgen sich um eine schrumpfende Bevölkerung. Die gefährlichste Bedrohung ist jedoch die exponentiell wachsende Weltbevölkerung. Dagegen hilft allein: Bildung, 
    in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.10.
 
     
   
  • KOCH, Carole (2010): Bauch zu vermieten.
    Indien entwickelt sich zu einem Weltzentrum für Fortpflanzungsmedizin und Leihmutterschaft,
    in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 10.10.
 
   
  • BERGT, Svenja (2010): Leben um jeden Preis.
    Moral: Sie werben mit Plastikembryos auf Jugendmessen und demonstrieren mit weißen Kreuzen in Innenstädten. Abtreibungsgegner sehen sich als Aufklärer - und werden selbst von Ministern unterstützt,
    in: TAZ v. 09.10.
 
     
   
  • KALLE, Matthias (2010): Die Welt durch die Brille des Nerds.
    Ich habe verstanden: Nerds sind nach landläufiger Meinung Menschen, die viel vor dem Computer sitzen und dicke schwarze Brillen tragen. Nerds schaffen all die Räume, in denen sich moderne Menschen heute bewegen - doch das Leben kennen sie nicht,
    in: Tagesspiegel v. 09.10.
 
   
  • ANDRE, Thomas (2010): Du kannst nach Hause geh'n.
    Einst hörte er das Gras wachsen, nun ist er überflüssig. Ein Nachruf auf die Gesellschaftsfigur des Hipsters, den niemand mehr braucht,
    in: Hamburger Abendblatt v. 09.10.
 
     
   
  • Thilo Sarrazin - Deutschland schafft sich ab

    • WEEDE, Erich (2010): Demographie, Intelligenz und Zuwanderung.
      Die Ordnung der Wirtschaft: Schafft Deutschland sich ab? Hat Thilo Sarrazin recht mit seinem Bestseller? Den Ernst der Lage erkannt zu haben ist Sarrazins Verdienst. Die Wichtigkeit umstrittener Werturteile für seine Analyse wird von vielen Kritikern und Sarrazin selbst überschätzt. Wer das nicht tut, kann ihm dankbar sein, dass er Zielkonflikte offenlegt, denen sich die deutsche Politik nicht stellt - allen voran die langfristige Unvereinbarkeit des existierenden Sozialstaates mit offenen Grenzen für Zuwanderung,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.10.
    • KAUBE, Jürgen (2010): Pflichtlektüre für die SPD.
      Deutschlands bedeutendster Sozialhistoriker verteidigt Thilo Sarrazin,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 08.10.
 
     
     
   
  • MÄRZ, Ursula (2010): Ewige Mittelstandsparty.
    Eine vage Museumsatmosphäre beherrscht die Stoffe selbst der jungen Autoren - Teil 2 der Serie über den Zustand der Gegenwartsliteratur,
    in: Die ZEIT Nr.41 v. 07.10.
    • Inhalt:
      Ursula MÄRZ findet die Schriftsteller ihrer eigenen Generation interessanter als den literarischen Nachwuchs, dem sie vorwirft lediglich Popliteratur zu schreiben, d.h. Archivisten zu sein, die nicht dem Leitbegriff der Utopie, sondern des Gedächtnisses verpflichtet sind.
 
     
     
   
  • Sascha Lobo - Strohfeuer

    • STRÖHLEIN, Markus (2010): "Suuuuuuupi! Wirklich!"
      Sascha Lobo hat sich von großen Werken inspirieren lassen und einen Roman über die Epoche der New Economy verfasst. ­Herausgekommen ist eine Lausbubengeschichte, die nicht annähernd so unterhaltsam ist, wie es der Autor gern hätte,
      in: Jungle World Nr.40 v. 07.10.
 
   
  • David Fincher - The Social Network

    • SPIEGEL, Simon (2010): Das Netz des Asozialen.
      "The Social Network" über den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg,
      in: Neue Zürcher Zeitung v. 07.10.
    • KRIEST, Ulrich (2010): Der große Plan.
      Der verklemmte Student Mark Zuckerberg wollte seinen Kommilitonen imponieren. Er gründete das soziale Netzwerk Facebook. Regisseur David Fincher stellt eine zwiespältige Figur vor,
      in: Rheinischer Merkur Nr.40 v. 07.10.
    • SUCHSLAND, Rüdiger (2010): Die Rache des Langweilers.
      Börsengang des Ichs: Wie David Finchers "The Social Network" den Kapitalismus rettet,
      in: Telepolis v. 07.10.
 
   
  • Frank Hertel - Knochenarbeit

    • WALLRAFF, Günter (2010): Frontbericht aus der Weichzeichnerabteilung.
      Der Intellektuelle als Billiglohnarbeiter: Frank Hertels Bericht aus der Unterschicht lässt den Willen vermissen, die Alteingesessenen im Prekariat wirklich ohne Vorurteile zu betrachten,
      in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 06.10.

 
   
  • David Fincher - The Social Network

    • KNIEBE, Tobias (2010): Altes Medium, neue Mythen.
      Der Film "The Social Network" zerlegt und überhöht die Internet-Generation zugleich,
      in: Süddeutsche Zeitung v. 06.10.
    • DELL, Matthias (2010): Kinder können grausam sein.
      In dem Film "The Social Network" erzählt David Fincher einen unternehmerischen Mythos unserer Tage: Wie Facebook eine Erfolgsgeschichte wurde,
      in: Freitag Online v. 06.10.
 
   
  • WEINMANN, Julia & Stefan RÜBENACH (2010): Paare in Deutschland: Gleich und gleich gesellt sich gern,
    in: STATmagazin v. 05.10.
 
     
     
   
  • David Fincher - The Social Network

    • RODEK, Hanns-Georg (2010): Wie man seine letzten Freunde verliert.
      Brillant, böse, aufregend: David Fincher disst in "The Social Network" den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg,
      in: Welt v. 05.10.
      • Inhalt:
        "Finchers Zuckerberg (...), der keinem ins Auge zu sehen vermag, ist der typische Nerd - ein Asperger-Grenzfall, unbeholfen, planlos. Vermutlich waren das genau die Voraussetzungen, um sich ein Instrument wie Facebook auszudenken, wo ein Mausklick die zwischenmenschliche Wärme bringen soll, die zu erarbeiten man unfähig ist, und das angeblich die Einsamkeit vertreibt, in die man sich vor dem Bildschirm begibt", meint der Filmnerd über den Computernerd.
 
     
   
  • Haruki Murakami - 1Q84

    • OEHLEN, Martin (2010): Zurück in die Zukunft.
      Haruki Murakamis Roman "1Q84" entführt seine melancholischen Helden in das Orwell-Jahr 1984,
      in: Literaturbeilage Berliner Zeitung v. 05.10.
 
   
  • Moritz von Uslar - Deutschboden

    • KREYE, Andrian (2010): Wo die wilden Kerle wohnen.
      Drei Monate im Osten - der Schriftsteller und Journalist Moritz von Uslar hat mit seiner Langzeitreportage "Deutschboden" eines der besten Bücher über Deutschland nach der Wiedervereinigung geschrieben,
      in: Literaturbeilage Süddeutsche Zeitung v. 05.10.
 
   
  • Herfried Münkler - Mitte und Maß

    • PILZ, Dirk (2010): Die neue Unordnung.
      Das Ende der Sicherheiten: Der Politikwissenschaftler und Sozialphilosoph Herfried Münkler analysiert den Wandel von "Mitte und Maß",
      in: Literaturbeilage Berliner Zeitung v. 05.10.
    • BISKY, Jens (2010): Zähe Spießer sind im Glück.
      Von Mitternacht bis Mittag: Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler vermisst die Mitte,
      in: Literaturbeilage Süddeutsche Zeitung v. 05.10.
 
   

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Bernd Kittlaus
[email protected] Stand: 30. Oktober 2010