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Medienrundschau:
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News vom
01. - 07. Dezember 2010
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Zitat
des Monats:
Der Schuldendienst der
Mittelschicht und das neue Finanzbildungsbürgertum
"BENJAMIN
V. STUCKRAD-BARRE: Es gab bei früheren Generationen noch die
angestrebte Gleichzeitigkeit von Anschaffungen. (...) Heute
entsteht die Verschuldung aber nicht mehr durch Investitionen,
sondern direkt und indirekt durch das Nachtleben. (...).
ECKHART
NICKEL: Das Interessante daran ist, daß sich sämtliche
Geldvorgänge bald nur noch in einem Bereich abspielen, der
unter Null beginnt und eigentlich Nichts-Haben, also Armut,
bedeutet. (...).
Und trotzdem ist es unserer Generation möglich, dank den
modernen Methoden der Geldinstitute sehr anständig zu leben.
(...)
CHRISTIAN KRACHT: Das liegt aber daran, daß wir hemmungslos
über unsere Verhältnisse leben. Wir müßten im Grunde viel mehr
Geld verdienen, um unseren Lebensstil rechtfertigen zu können.
(...).
JOACHIM BESSING: Schon bald nach Erteilung des ersten
Dispokredits erscheint einem der Saldo Null als einzig
wiederherzustellender Zustand. Null wird zum Ziel. Null wird
zum gesunden Punkt.
ECKHART NICKEL: also nichts haben im Grunde.
(aus:
"Tristesse
Royale", 1999, S.20f.)
"Das
globale ökonomische System war niemals für eine große
Mittelschicht ausgelegt. In Europa und allen anderen
industrialisierten Teilen der Welt wird es bald wieder so
sein, wie es in der Geschichte der menschlichen Zivilisation
fast immer war und wie es dem Grundprinzip dieses Systems
entspricht: Es wird wenige geben, die viel haben, und viele,
die nichts haben. (2010, S.10)
Spätestens
beim nächsten Aufschwung wird sich ganz eindeutig zeigen, in
welchem Ausmaß die Finanzkrise die Reichen einmal mehr noch
reicher gemacht und euch, die Mittelschicht, noch weiter
dezimiert hat. Dann werden die Soziologen am Zug sein und den
unaufhaltsamen gesellschaftlichen Trend der zerfallenden
Mittelschicht analysieren, an dem in Wirklichkeit nur eines
schuld ist: euer ökonomisches Unwissen." (2010, S.103)
Konsumidioten
(...) sind die Melkkühe Nummer eins des Systems. Als
Unternehmer gehen sie pleite, als Angestellte tappen sie in
die Schuldenfalle." (2010, S.129)
(aus: Gerald Hörhan
"Investment Punk")
"Finanzbildungsoffensiven,
die mit der Abgrenzung gegenüber »finanziellen Analphabeten«
werben, (können) als distinktionsorientierter Diskurs
begriffen werden, der in Deutschland im Kontext eines
Kulturkampfs neuer Bürgerlichkeit zu verorten ist (...).
Initiativen
zur Hebung der Finanzbildung transportieren ein Leitbild, das
mit dem Begriff Finanzbildungsbürgertum charakterisiert werden
kann. Dieser bezeichnet eine neuartige Aufladung des
Bildungsbürgertums und seiner sozialen Mechanismen unter
Bedingungen der Finanzialisierung.
(...).
Die vom Leitbild Finanzbildungsbürgertum geprägte Kultivierung
der Eigenverantwortung und persönlichen Kompetenz trägt zu
einer gesellschaftlichen Ordnungsvorstellung bei, in der
gesellschaftliche Verantwortung und Lastenteilung für
Risikovorsorge delegitimiert wird."
(Beat Weber in
"Finanzbildungsbürgertum und die Finanzialisierung des
Alltags", Prokla, Nr.3, 2010, S.388f.)
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Ab sofort finden Sie
auf der Website
www.single-luege.de
einen monatlichen Rückblick auf das Single-Dasein im Spiegel der
Medien. Auf einer Seite übersichtlich zusammengefasst und verlinkt.
Den aktuellen Rückblick August 2010 finden Sie
hier. |
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Thilo Sarrazin - Deutschland schafft sich ab
AKYÜN, Hatice (2010): Wer hat den Längsten? Wer hat die Größten?
Klischees: Türkische Männer sind Machos. Deutsche Männer sind
Softies. Türkische Frauen sind Diven. Deutsche Frauen sind
emanzipiert. Der Klischee-Check von einer, die es wissen muss. Sie
hatte sie alle,
in: TAZ v. 07.12.
BRODER, Henryk M. (2010): "Es war ein langer und lauter Furz".
Thilo Sarrazin: Wie hat er selbst die Aufregung um sein Buch
aufgefasst? Was antwortet er seinen Kritikern? Und was ist
eigentlich so schlimm daran, wenn sich Deutschland selbst abschafft?
Henryk M. Broder hat für die Deutschland-taz nachgefragt,
in: TAZ v. 07.12.
ZAIMOGLU, Feridun (2010): Drei Farben Deutschland.
Patriotismus: In den linken Milieus und den Migrantenszenen gibt
es eine falsche Scheu vor der Liebe zu Land und Leuten. Wieso es gut
ist, die Heimat zu lieben. Ein Bekenntnis,
in: TAZ v. 07.12.
BOLZ, Norbert (2010): Linke Lebenslügen.
Linke: Die drei Mythen der deutschen Linken in Sachen
Einwanderung und Integration,
in: TAZ v. 07.12.
COHN-BENDIT, Daniel (2010): Rechte Lebenslügen.
Rechte: Die drei Mythen der deutschen Rechten in Sachen
Einwanderung und Integration,
in: TAZ v. 07.12.
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RASCHE, Uta (2010): Das Einwanderungs-Dilemma,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 07.12.
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Berliner Zeitung-Tagesthema:
Pflege
SZENT-IVANYI, Timot (2010): Zum Handeln gezwungen.
Pflege: Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) trifft
sich heute mit Vertretern der Pflegebranche. Der demografische
Wandel in Deutschland erfordert eine Reform des Systems, in dem es
schon heute eklatante Mängel gibt,
in: Berliner Zeitung v. 07.12.
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SEELIG, Lisa (2010): Einer ist keiner.
Drei Erwachsene lieben sich und leben zusammen polyamor nennt man
das, und es klingt nach Orgie. Doch den Alltag regeln Gespräche und
Pläne. Porträt einer ganz speziellen Familie,
in: Tagesspiegel v. 05.12.
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FESSMANN, Meike (2010): Zollfrei leben.
Die Möglichkeit eines Abenteuers: Marc Augés Essay über
Transiträume und "Nicht-Orte",
in: Tagesspiegel v. 05.12.
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GARBERS, Sandra (2010): Ich muss einen Globus zerstören.
Fräulein Garbers rennt durch die Stadt,
in: Berliner Morgenpost v. 05.12.
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David Fincher - The Social Network
SMITH, Zadie (2010): Generation Warum?
Der Facebook-Film "The Social Network" ist das Porträt von 500
Millionen Menschen, die in der Gedankenwelt eines jungen
Harvard-Studenten gefangen sind,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 05.12.
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Die FAS druckt eine Übersetzung des
Artikels
"Generation Why?"
in der New York Review of Books vom 25. November ab.
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HAACK, Melanie (2010): Mein neuer, weißer Freund.
Erst Beziehung auf Probe, dann große Liebe - Melanie Haack über
ihre erste Waschmaschine,
in: Welt am Sonntag v. 05.12.
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SOMMERBAUER, Jutta (2010): Schnarchen - Die unzeitgemäßen Ruhestörer.
Vorbei ist die Ära des hemmungslosen, ungestraften Schnarchens. Wer
heute nicht Lösungen für sein Leiden sucht, droht allein zu bleiben.
Jeder zweite Mann bzw. jede vierte Frau schnarcht,
in: Die Presse v. 05.12.
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SZ-Tagesthema: Hartz-IV-Reform im Bundestag
ÖCHSNER, Thomas (2010):
Wurzelbehandlung ohne Betäubung.
Wie aus einer zunächst entspannten Diskussion ein heftiger
Schlagabtausch zwischen Regierung und Opposition wurde,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.
ÖCHSNER, Thomas (2010): Der Worte
sind genug gewechselt.
Die schwarz-gelbe Mehrheit hat sich zu einigen umstrittenen Taten
durchgerungen, die vom 1. Januar an Hartz-IV-Emfängern zugutekommen
sollen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.
ÖCHSNER fasst die
Änderungen zusammen, die der Bundestag beschlossen hat.
Umstritten war die Streichung von Ausgabeposten für Alkohol
und Tabak. Eine Dokumentation der Bundestagdebatte mit den
verschiedenen Anträgen findet sich
hier.
Den
Entwurf eines Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen gibt
es als PDF-Datei
hier zum Download. In dem 164seitigen Entwurf geht es u.
a. um die Begründung des Wegfalls von Alkohol und die
Ersetzung von 12 Liter Billigbier (7,19 Euro) durch 12 Liter
Billigmineralwasser (2,99 Euro). Tabakwaren, die bislang zu 50
% im Regelsatz berücksichtigt wurden, werden ersatzlos
gestrichen (5,54 Euro). |
BULLION, Constanze von (2010): Laxe
Prüfung in der Hauptstadt.
Berlins Sozialkosten explodieren,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.
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Die SZ druckt nochmals eine
verkorkste Version des
Artikels vom Vortag ab. Von gestern auf heute
explodieren bei BULLION die Zahlen:
GESTERN:
"3,9 Milliarden Euro gibt das Land 2010 für Bedürftige aus".
HEUTE: "2010 gibt das Land 4,7 Milliarden Euro für Bedürftige und
Kitas aus".
Nicht
nur die Zahlen explodieren, sondern auch die Argumente
explodieren:
GESTERN:
"Beziehern von Hartz IV zahlt das Land 1,5 Milliarden Euro für
Wohnkosten. 4,4 Millionen Euro mehr als vorgesehen."
HEUTE:
"Statt 1,4 Millionen Euro im letzten Jahr legt Berlin für die
Miete von Arbeitslosen jetzt 1,5 Milliarden hin."
BULLION
jongliert mit Millionen bzw. Milliarden Euro wie unsereins nur mit
Peanuts. Sitzt womöglich Frau BULLION in der Hauptstadt? Dann
ergäbe die Überschrift wieder Sinn: Laxe Prüfung in der
Hauptstadt. Qualitätszeitung geht anders!
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Hartz-IV-Reform im Bundestag
HASELBERGER, Stephan & Jost MÜLLER-NEUHOF (2010): Bundesrat muss noch
über Hartz-IV-Sätze entscheiden.
SPD und Union werfen sich gegenseitig Tatenlosigkeit vor, doch der
Bundestag hat die Hartz-IV-Reform beschlossen. Im Bundesrat könnte es
ein hartes Tauziehen geben,
in: Tagesspiegel v. 04.12.
VATES, Daniela (2010): "Das Gesetz wird so nicht bleiben".
Der neue Hartz-IV-Regelsatz sei intransparent berechnet und viel zu
niedrig, kritisiert Sozialrichter Borchert im FR-Interview. Auch bei
den Sätzen für Kinder gebe es "gravierende Ungereimtheiten",
in: Frankfurter Rundschau v. 04.12.
SEIBEL, Andrea (2010): Hemmschuh
Sozialstaat,
in: Welt v. 04.12.
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GUTMAIR, Ulrich (2010): "Wir sind die Türken von morgen".
Punkgeschichte: Anfang der 1980er Jahre waren Gabi Delgado-Lopez
und die Band Deutsch Amerikanische Freundschaft (DAF) eine
Provokation. Der Sohn spanischer Flüchtlinge erzählt im taz-Gespräch,
warum,
in: TAZ v. 04.12.
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PETERSEN, Jana & Maria ROSSBAUER (2010): "Irgendwas feuert im Hirn".
Organismen: Christiane Nüsslein-Volhard hat viel erreicht. Die
Hälfte hätte ihr auch gelangt, sagt die Nobelpreisträgerin. Ein
Gespräch über die Schönheit der Zebrafische, Frauen in der
Wissenschaft und die Angst vor Mikrowellen,
in: TAZ v. 04.12.
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Christiane NÜSSLEIN-VOLHARD u.a. über
Feminismus, Kinderlosigkeit und die Unterstützung von jungen
Wissenschaftlerinen mit Kind:
"Halten
Sie sich für eine Feministin?
Ich?
Nein. Ich bin keine Feministin. Früher dachte ich immer, ja klar.
Aber dann hab ich gemerkt, dass die Feministinnen mich anfeinden.
Alice Schwarzer nicht, die ist zu klug dafür, aber viele andere. So
nach dem Motto: Hach, die arbeitet so viel, will sein wie die
Männer. Aber ich weiß gar nicht, was die sich denken. Dass man
keinen Ehrgeiz haben soll, weil das männlich ist? Ja, Himmel, wenn
man was bewegen will, dann gibt's nur eine Art. Und die ist weder
männlich noch weiblich. Das ist einfach: was schaffen und sich
durchsetzen.
Sie haben selber keine Kinder. Glauben sie, dass Sie diese
Karriere auch mit Kindern hingelegt hätten?
Ich
hab ja wahnsinnig viel erreicht. Die Hälfte hätte auch gelangt.
Wirklich?
Ich habe nie gesagt, ich will keine Kinder haben. Das hat sich
irgendwie nicht so ergeben. Ich hätte vielleicht nicht den
Nobelpreis gekriegt. Aber ich hätte schon ordentlich was gemacht.
Ich kenn auch Frauen, die beruflich wirklich toll sind und Kinder
haben. Die mussten sich aber unheimlich anstrengen.
Unterstützen
Sie deshalb junge Forscherinnen mit Kindern?
Ja,
unsere Stiftung gibt denen vierhundert Euro im Monat dafür, dass sie
eine Haushaltshilfe einstellen. Und für Babysitter. In der Zeit, in
der Frauen noch nicht viel verdienen, macht das eine Menge aus.
Stellen Sie sich mal vor, wie das ist, wenn Sie zweimal die Woche
nach Hause kommen und alles ist aufgeräumt und sauber. Es ist
herrlich. Ich hab's auch viel zu spät gemacht. Vorher hab ich mich
da so durchgewurschtelt, immer am Wochenende musste ich den Boden
saugen. Schrecklich. Haben Sie eine Putzfrau? Sie haben doch sicher
ganz oft keine Zeit."
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JANDL, Paul (2010): "Wir müssen uns warm tanzen".
Kälte ist mehr als ein physikalischer Zustand: Der
Kulturwissenschaftler Helmut Lethen über die Kühlaggregate des
Kapitalismus und die Hitzezonen der Gesellschaft,
in: Welt v. 04.12.
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KUHRT, Henriette (2010): Sexy Mama.
Die US-Autorin Piper Weiss feiert in einem Blog das Lebensgefühl
unserer Mütter - bevor diese Kinder bekamen,
in: Frankfurter Rundschau v. 04.12.
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SCHWAN, Gesine (2010): Jenseits von Zickenkrieg und Stöckelschuh.
Zeitgemäßer Feminismus bedeutet: Radikal prüfen, wo das Versprechen
der gleichen Rechte gebrochen wird. Und das Prinzip Partnerschaft
durchsetzen, immer, überall,
in: Frankfurter Rundschau v. 04.12.
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EU-Regelung für binationale
Ehepaare
WINTER, Martin (2010): Scheidungen
erleichtert.
14 EU-Länder einigen sich auf gemeinsame Regeln,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.12.
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Der Cyber-Punk und Schriftsteller Peter GLASER
legt keine kurze Geschichte des Kulturpessimismus vor, sondern eine
kurze Geschichte der Kritik technischen Fortschritts, spezieller:
Medienpessimismus. Es geht dabei auch um die Konstruktion typischer
Sozialfiguren wie des Computerfreaks bzw. des Nerds und das gestörte
Verhältnis zwischen nitzeanischer Elite und der Masse als Mob, oder
moderner: Wutbürger.
GLASER
breitet typische Dystopien aus wie sie von elitären Hysterikern à la
SCHIRRMACHER verbreitet werden. Blättert man eine Seite weiter, dann
kann man den von GLASER kritisierten typischen SZ-Kulturpessimismus
bei Benjamin BARBER studieren. Da droht wie üblich der Untergang des
Abendlandes und der Zerfall der Demokratie:
"Doch
etwas ist mit der amerikanischen Demokratie geschehen: Wir haben
Meinung und Vorurteil an die Stelle von Wissenschaft und Vernunft
gesetzt - oder noch schlimmer, wir erkennen den Unterschied zwischen
beidem gar nicht mehr."
Da wird versprochen, dass
es in der Politik um Wahrheit gehe und nicht um Interessen.
Anhand der Debatte über den demografischen Wandel lässt sich
jedoch zeigen, dass es in der Politik einzig und allein um
Interessen geht, die jedes Mittel rechtfertigen. Da werden
angeblich unumstrittene Fakten präsentiert, die - sobald ein
Gesetz durchgepeitscht ist - und ihre Schuldigkeit getan
haben, plötzlich gar nicht mehr so unumstritten sind.
Auf
dieser Website und auf single-generation.de lässt sich
nachlesen, wie z.B. in der Debatte um das Elterngeld unumstößlich
geltende Fakten in der Wochenzeitung ZEIT von einem Tag auf
den anderen als wissenschaftlich ungesichert galten. Beispielhaft
lässt sich das an der
Rolle des Wissenschaftsjournalisten Björn
SCHWENTKER demonstrieren. Während in der Print-ZEIT
Susanne GASCHKE mit überhöhten
Zahlen das Elterngeld rechtfertigte, schrieb SCHWENTKER in der
Online-ZEIT das genaue Gegenteil. Erst nach dem Beschluss des
Elterngeldes durfte SCHWENTKER diese Sicht auch in der Print-ZEIT
darlegen. Politik, Medien und Wissenschaft gewinnen dadurch wahrlich
nicht an Glaubwürdigkeit. |
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KÖHLER, Andrea (2010): Die glücklose Nation.
Der "amerikanische Traum" ist angeschlagen und viele wenden sich
einer zweifelhaften Hoffnungsträgerin zu,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 04.12.
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MÜLLER, Dirk (2010): "Wir haben derzeit einen Pflegebegriff, der
völlig falsch funktioniert".
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach über die Zukunft der
Pflegeversicherung,
in: DeutschlandRadio v. 03.12.
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SCHMOLLACK, Simone (2010): Herdprämie ist rechtswidrig.
Familie: Das Betreuungsgeld fördert nicht alle Familienformen
gleich, sagt eine Studie der Grünen,
in: TAZ v. 03.12.
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HAARHOFF, Heike (2010): Nie mehr allein zu Hause.
Pflege: In Österreich können Pflegekräfte rund um die Uhr
angestellt werden - mitfinanziert vom Staat. Die SPD greift das Modell
jetzt für Deutschland auf,
in: TAZ v. 03.12.
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SZ-Tagesthema: Hartz IV vor der Entscheidung
KUHR, Daniela & Thomas ÖCHSNER
(2010): Komplizierter Satzbau.
Der Regierungsentwurf hat zwar einige Forderungen des
Bundesverfassungsgerichts erfüllt, perfekt ist er aber längst nicht,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.12.
ÖCHSNER, Thomas (2010): Mehr als nur
zwei Rosshaarbesen.
Zusätzlich zum Regelsatz kann ein Hartz-IV-Empfänger je nach
privater Situation mit Vergünstigungen im Wert von mehreren hundert
Euro rechnen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 03.12.
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HEINEMANN, Christoph (2010): "Ein Schritt in einen faireren
Sozialstaat".
FDP-Sozialexperte lobt Bildungspaket für Hartz-IV-Kinder,
in: DeutschlandRadio v. 03.12.
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Peter Sloterdijk in der Debatte
PILZ, Dirk (2010): Sloterdijk.
Die Revolution der gnädigen Hand,
in: Berliner Zeitung v. 03.12.
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BARTSCH, Bernhard (2010): Einer für alle.
Chinas Kinder tragen an einer schweren Last. Sie müssen ihren
Eltern die Rente sichern. Die investieren dafür alles in ihre
Ausbildung,
in: Berliner Zeitung v. 03.12.
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SAOUB, Esther (2010): Generation Mubarak.
Die zaghafte Revolution der ägyptischen Jugend,
in: DeutschlandRadio v. 03.12.
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DESTATIS (2010): Babys in den neuen Bundesländern haben jüngere
Mütter,
in: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes v. 02.12.
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STRÖHLEIN, Markus (2010): Symbolisch scheitern.
Das »Sparpaket« ist endgültig beschlossene Sache, der Protest gegen
die Maßnahmen der Regierung hingegen vollkommen erfolglos geblieben.
Nun beginnt das große Grübeln über die Gründe,
in: Jungle World Nr.48 v. 02.12.
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"Mögen größere Zeitungen und Magazine etwa Guido
Westerwelles Rede von der »spätrömischen Dekadenz« oder
Thilo Sarrazins Ausführungen über die in der DNA von
Hartz-IV-Empfängern zu findende Anlage zur Faulheit
unappetitlich gefunden haben wer die Leserbriefseiten diverser
Lokalzeitungen und die Bestellerliste der Sachbücher verfolgt hat,
weiß, dass die Verachtung für die Armen von einem nicht
unerheblichen Teil der Bevölkerung geteilt wird. Am »Klassenkampf
von oben«, der sich gegen die für jegliche Form der Drangsalierung
freigegebenen
Abgehängten richtet, beteiligen sich eben nicht nur die »oberen
Zehntausend«, wie Redner auf der Demonstration am Bundestag
nahelegten. Mit einer protestierenden Mehrheit ist da auch in der
Zukunft nicht zu rechnen",
meint Markus STRÖHLEIN angesichts des
Demonstrationsdesasters anlässlich des
beschlossenen Sparpakets.
Der
Soziologe Berthold VOGEL bezeichnet das aktuelle Protestszenario
treffend als
"Wohlstandskonflikte".
Die Angst der im "prekären Wohlstand" lebenden Mittelschicht ist die
Triebfeder aktueller sozialer Proteste. |
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DRIBBUSCH, Barbara (2010): Gesucht: Polnische Pflegerin für Minijob.
Jobmarkt: Arbeitnehmer aus osteuropäischen EU-Ländern können sich
ab dem 1. Mai überall in Deutschland anstellen lassen. Das hat Folgen
für Privathaushalte - sie können Pflegekräfte ganz legal beschäftigen,
in: TAZ v. 02.12.
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NIEJAHR, Elisabeth (2010): Sparen für die letzten Jahre.
Gesundheitsminister Philipp Rösler plant die nächste schwierige
Reform: Die Regierung will die Bürger zur privaten Vorsorge für den
Pflegefall verpflichten,
in: Die ZEIT Nr.49 v. 02.12.
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NIEJAHR, Elisabeth (2010): Weiberwirtschaft.
Warum verdienen Frauen weniger Geld als Männer? Weil sie nicht hart
genug für mehr kämpfen,
in: Die ZEIT Nr.49 v. 02.12.
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Peter Sloterdijk in der Debatte
SLOTERDIJK, Peter (2010): Warum ich doch recht habe.
Peter Sloterdijks revolutionärer Vorschlag, die Reichen nicht
durch Steuern zu belangen, sondern auf freiwillige Abgaben zu
setzen, entfachte eine große Debatte. In der Zeit wurde er dafür von
dem Philosophen Axel Honneth massiv angegriffen. Jetzt antwortet er
erstmals ausführlich seinen Kritikern,
in: Die ZEIT Nr.49 v. 02.12.
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SOBOCZYNSKI, Adam (2010): Wir Antidemokraten.
Protestbücher: Der Wutbürger ist nicht konservativ, er ist
reaktionär,
in: Die ZEIT Nr.49 v. 02.12.
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Seit dem
Spiegel-Artikel
von Dirk KURBJUWEIT im Oktober ist
viel vom Wutbürger die Rede.
Der Wutbürger ist jedoch keine neue
Erscheinung, sondern datiert auf den 19.11.2002.
Damals rief Arnulf BARING die Bürger auf die Barrikaden. Es wurde
jedoch nicht vom Wutbürger gesprochen, denn der Aufstand spielte
sich in erster Linie in den Feuilletons ab.
Konservative Revolution
war die Etikette, die diesem alten Wutbürgertum angeklebt wurde.
Die FAS versuchte damals vergeblich den
Aufstand der Pensionäre auf die Straßen zu bringen.
Dies war aber die Blaupause für die aktuellen
Wohlstandskonflikte,
wie sie sich z.B. in der Debatte um Thilo SARRAZINs Buch
entzündeten.
Mit
dem Begriff Wutbürger werden dagegen völlig verschiedene
Sachverhalte vermischt, um jede abweichende Meinung zum herrschenden
Elitenkonsens der Mainstreampresse generell abzuwerten. Zuletzt
haben Georg DIEZ
im Spiegel
und Tobias MOORSTEDT
in der SZ
die Literatur des Wutbürgers undifferenziert betrachtet, während
Aram LINTZEL
in der taz
die Normativität dieser Sichtweisen kritisierte. |
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ZEITmagazin-Titelgeschichte:
Hier wurde am 29. April eine Frau überfallen und fast erschlagen.
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LEINEMANN, Susanne (2010): Der Überfall.
Drei Jugendliche ziehen raubend und prügelnd durch die Großstadt.
Unsere Autorin
hat den Ausbruch der Gewalt knapp überlebt,
in: ZEITMagazin Nr.49 v. 02.12.
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Christiane Rösinger - Songs of L. and Hate
NEDO, Kito (2010): Jenseits von Gut und Böse.
Christiane Rösinger beglückte die Mitte-Veteranen mit ihrem neuen
Album,
in: Berliner Zeitung v. 02.12.
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TICHOMIROWA, Katja (2010): Die Unvollendete.
Vor einem Jahr ist Kristina Schröder überraschend
Familienministerin geworden. Da war sie 32 und attestierte sich selbst
ein unverkrampftes Verhältnis zur Macht. An ihr Amt gewöhnt hat sie
sich aber immer noch nicht. Sie wirkt stets beflissen und ist wohl vor
allem eines - verkrampft,
in: Berliner Zeitung v. 01.12.
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KLAPPROTH, Christoph Paul (2010): "Berlin ist die Mediterrane des
Nordens".
Gespräch mit Wladimir Kaminer,
in: Cicero Online v. 01.12.
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De:Bug-Thema: Afterhour 2010
TOLLMANN, Vera (2010): Gentrifizierung.
Brache und Protest,
in: De:Bug Nr.148, Dezember
FELDHAUS, Timo (2010): Mode & Müdigkeit,
in: De:Bug Nr.148, Dezember
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"Der Modemensch fühlte sich angesprochen: immer
dieses leere Lächeln. Gerade auch, dass der Philosoph auf große
Originalitätsansprüche verzichtete, machte Eindruck. Einfach
Benjamin, Agamben und Handkes »Versuch über die Müdigkeit« noch
einmal zusammenbringen. Und natürlich Bartleby: I prefer not to",
meint Timo FELDHAUS zum Buch
"Müdigkeitsgesellschaft" von Byung-Chul HAN.
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Mark Greif - What was The Hipster
THUMFART, Johannes (2010): Der Hipster ist tot.
Ein Exorzismus,
in: De:Bug Nr.148, Dezember
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BRANDEINS-Thema:
Unberechenbar!
Die Ökonomie der Familie |
FISCHER, Gabriele (2010): Zwei Planeten.
Editorial,
in: brandeins, Dezember
LOTTER, Wolf (2010): Family-Business.
Politiker beschwören sie täglich. Junge Menschen träumen von ihr.
Sie wird gesetzlich besonders geschützt. Die Familie. Aber passt sie
eigentlich in unsere Zeit? Kommt darauf an, sagt der Soziologe Armin
Nassehi - und erklärt die neue Familie,
in: brandeins, Dezember
ALBERS, Markus (2010): Gleichung mit Unbekannten.
Job und Familie sind dank moderner Technik, neuer Arbeitsformen
und mehr Betreuungsangeboten heute so leicht vereinbar wie nie. So
weit die Theorie. Hier einige Einblicke in die Praxis,
in: brandeins, Dezember
FISCHER, Gabriele (2010):
Der Sehnsuchtsort.
Was haben Familien in der Werbung mit der Realität zu tun?
Falsche Frage, antwortet der Markenberater Klaus Brandmeyer. Denn
wieso sollten Familien in der Werbung etwas mit der Realität zu tun
haben?
in: brandeins, Dezember
ANDRES, Marc-Stefan & Dirk Böttcher (2010): Geld kriegt keine
Kinder.
Mutti, Vati, Kind - das kleine private Glück ist auch ein großer
gesellschaftlicher Auftrag. Keine andere Institution kassiert so
viel wie die Familie. Wofür eigentlich? Und vor allem: zu Recht?
in: brandeins, Dezember
LAUDENBACH, Peter (2010): Das outgesourcte Kind.
Sie sind toll. Machen aber viel Arbeit. Die Erzieherin Christiane
Paul kennt Eltern, die ihre Kinder deshalb managen wie ein
ehrgeiziges Projekt,
in: brandeins, Dezember
MALCHER, Ingo (2010): Was am Ende rauskommt.
In der Schweiz müsste man alt werden! Dort bekommen Rentner mehr
Geld als in Deutschland. Eine Vergleichsrechnung,
in: brandeins, Dezember
RAMGE, Thomas (2010): Leichte Beute.
Keine Elterngeneration war je so verunsichert wie die heutige.
Keine investierte je so viel Geld in die Sicherheit und Förderung
ihrer Kinder. Das Geschäft mit der Angst boomt. Denn am Kind darf
man ja nicht sparen,
in: brandeins, Dezember
BÖTTCHER, Dirk (2010): Ein Nachteil ist kein Defizit!
Haben Kinder aus armen Familien überhaupt eine Chance, ihren
Verhältnissen zu entkommen? Der Psychologe Amedeo D'Angiulli sagt:
Ja. Aus eigener Erfahrung. Und weil er erforscht hat, wie sich
schwierige Verhältnisse in den Köpfen von Kindern widerspiegeln,
in: brandeins, Dezember
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NEON-Titelgeschichte:
Achtung Kumpelfalle! |
BUCHHOLZ, Simone (2010): Die Kumpelfalle.
Erst kommt die Liebe. Und ein paar Monate später die Langeweile.
Es ist trotzdem möglich, ein heißes Paar zu bleiben,
in: Neon, Dezember
SCHRENK, Jakob (2010): Mehr Freiheit, mehr Kompromisse.
Die Soziologin Elisabeth Beck-Gernsheim plädiert für nüchterne
Romantik und leidenschaftliche Selbstüberredung,
in: Neon, Dezember
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CHAIMOWICZ, Sascha (2010): "Bist du noch wach? Bock auf Treffen?
Sex haben und sich dann nicht mehr melden ist von gestern: Die
sozialverträgliche Form der Affäre ist die SMS-Beziehung,
in: Neon, Dezember
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EUL, Alexandra (2010):
"Geduld habe ich nur mit
meinen Zwerggarnelen".
Ehrliche Kontaktanzeigen.
Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren
Macken - und warum es sich trotzdem lohnt, sie kennen zu lernen,
in: Neon, Dezember
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KALLE, Matthias (2010): Kleinvieh macht nur Mist.
Wenn ein Paar überlegt, für immer zusammenzubleiben, kommt das
Thema Nachwuchs auf. Praktisch oder fatal, wenn beide keinen
Kinderwunsch haben?
in: Neon, Dezember
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BAUER, Patrick (2010): Morgen, morgen, nur nicht heute.
Wenn Politiker von der Zukunft reden, wollen sie meist Ungerechtes
rechtfertigen. Generationengerechtigkeit ist zu einem Kampfbegriff
geworden,
in: Neon, Dezember
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ECKARDT, Ann-Kathrin (2010): Für immer
Probezeit.
Die Hälfte aller Berufsanfänger erhält heute nur noch befristete
Verträge. Das Leben in der Schwebe ist für viele längst zum
Dauerzustand geworden,
in: Neon, Dezember
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SCHRENK, Jakob (2010): Nackte Not.
Um gegen hohe Mieten zu demonstrieren, strippen Berliner
Gentrifizierungsgegner bei Wohnungsbesichtungen. Sie enthüllen so auch
ihre Hilflosigkeit,
in: Neon, Dezember
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SCHWENKE, Philipp (2010): "Die Qualen meiner Figuren sind meine
Qualen".
Immer wieder hat Bret Easton Ellis in seinen Büchern menschliche
Monster erschaffen. Der Schriftsteller weiß einfach nicht wohin mit
seiner Wut,
in: Neon, Dezember
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Zu den News
vom 22. - 30. November 2010
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