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Medienrundschau:
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News vom
01. - 09. November 2013
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Zitat
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Willensstarke Introvertierte als neue Helden, Schüchterne als
tragische Figuren
Die "Populärwissenschaft hat die Schüchternheit als erfolgreiches Thema
entdeckt - und zwar nicht mehr nur im
klassischen Ratgeberformat, das Schüchterne Techniken lehrt, die
nächste Party oder den Betriebsausflug zu überleben. Vielmehr findet nun
eine Neucodierung von Schüchternheit als soziale und ökonomische
Qualität statt. Ein besonders gutes Beispiel dafür ist Susan Cains (...)
Bestseller Quiet; in Deutschland mag man an
Florian Werners literarische Verteidigung der Schüchternheit denken.
(...).
Der Schüchterne ist nun nicht nur ein potentieller und leidender
Künstler, sondern er gilt in vielen Fällen sogar als der bessere
Unternehmer, Manager und Erfinder. (...). Diese Heroisierung des
Introvertierten geht allerdings mit einer recht problematischen
Aufspaltung zwischen dem Introvertierten und dem Schüchternen einher:
Der nun hochgeschätzte Introvertierte verzichtet aus eigenem Willen auf
soziale Geselligkeit, während der Schüchterne von sozialer Angst
getrieben und nicht mehr Herr seines Gemeinschaftswillen ist. Nur der
willensstarke Introvertierte taugt zum Helden; der Schüchterne dagegen
wird einmal mehr zur tragischen Figur, möchte er doch am
Gemeinschaftsleben teilhaben, wird aber von seinen Ängsten davon
abgehalten."
(Urs
Stäheli "Die Angst vor der Gemeinschaft" im Merkur, Oktober 2013,
S.937f.) |
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Die
Pressekonferenz
"Geburtentrends und Familiensituation in Deutschland" in den
Medien
KRINGS, Dorothee
(2013): Warum Paare kinderlos bleiben.
Analyse: Jede fünfte Frau in
Deutschland zwischen 40 und 44 Jahren hat kein Kind. Doch steht
dahinter oft keine bewusste Entscheidung, sondern Lebenswege
ergeben sich so und darin spiegeln sich die sozialen
Verhältnisse,
in:
Rheinische Post
v. 09.11.
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Jetzt schlägt wieder die
Stunde der Heuchler. Angeblich spiegelt die wachsende
Kinderlosigkeit die sozialen Verhältnisse wider. Wenn man dies
ernst nehmen würde, dann müssten sich nicht Frauen für ihre
Kinderlosigkeit rechtfertigen wie im untenstehenden Artikel,
sondern die Wirtschaft, die Bildungseinrichtungen und die
Politik. Warum, so müssten sich ihre Repräsentanten fragen
lassen, wurde eine Politik der Vereinbarkeit von Beruf und
Familie nicht
bereits Mitte der 1980er Jahre betrieben, als sich
abzeichnete, dass das traditionelle Familienbild in der
jüngeren Generation an Allgemeinverbindlichkeit verloren hat?
Offenbar waren die
Wirtschaft, die Bildungseinrichtungen und die Politik damals
nicht an einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und
Familie interessiert. Jetzt den Rückgang der Geburtenzahlen zu
beklagen ist deshalb heuchlerisch. Hätte man vor 30 Jahren in
Wirtschaft, Politik und Bildung umgesteuert, statt an der
traditionellen Familie als Leitbild festzuhalten, dann könnte
man heutzutage darauf verzichten Kinderlose an den Pranger zu
stellen
Es stellt sich jedoch die Frage, inwiefern wir es momentan
überhaupt mit einer steigenden Kinderlosigkeit zu tun haben.
Angeblich haben wir derzeit den höchsten Stand der
Kinderlosigkeit in Deutschland. Dabei wurde der Anteil der
Kinderlosen erstmals 2008 erfasst (sieht man von einer
Vorerhebung im Jahr 2006 ab). Wie hoch die Kinderlosigkeit in
Deutschland in der Vergangenheit war, das wissen wir überhaupt
nicht. Vor 10 Jahren wurden noch Kinderlosenanteile von einem
Drittel (bei Akademikerinnen sogar von 40 und 50 %) in Umlauf
gebracht, weil Eltern in Kinderlose umdefiniert wurden. Alles
schon wieder vergessen?
Unberücksichtigt bleiben auch die sozialstrukturellen
Verschiebungen innerhalb der Gruppe der Kinderlosen, sowie der
Rückgang der Kinderlosenanteile in speziellen Altersgruppen
und Milieus.
Nicht zuletzt täuscht die
Geburtenrate (TFR) darüber hinweg, dass bislang noch kein
einziger Frauenjahrgang nur 1,4 Kinder pro gebärfähiger Frau
erreicht hat, sondern der niedrigste Wert lag bei 1,5 (CFR).
Erstmals ignoriert das Statistische Bundesamt in einer
Publikation die Kohortenfertilität (CFR) und die Tempoeffekte
nicht. Bisher wurde strikt geleugnet, dass die
Geburtenrate (TFR) für die zukünftige Geburtenentwicklung in
Deutschland nicht aussagekräftig ist:
"Die in den 1930er Jahren
geborenen Frauen brachten in beiden Teilen Deutschlands im
Durchschnitt etwa gleich viele Kinder zur Welt: die
endgültige Kinderzahl der Frauen dieser Kohorten lag bei
über zwei Kindern je Frau. Innerhalb der nächsten 30 Jahre
ging die Kohortenfertilität im früheren Bundesgebiet um etwa
25 % zurück. Besonders schnell sank sie zwischen den
Jahrgängen 1934 (2,2 Kinder je Frau) und 1943 (1,8). Dieser
Rückgang spiegelte den Übergang vom stark ausgeprägten
familienorientierten Geburtenverhalten in den Zeiten des
sogenannten Babybooms (Ende der 1950er bis Mitte der 1960er
Jahre) zu neuen Lebensverläufen wider, die sich infolge des
sozialen Wandels um das Ende der 1960er und Anfang der
1970er Jahre herausgebildet haben. Danach hat sich der
Rückgang fortgesetzt, er verlief aber langsamer. Die Frauen
der Kohorte 1963, die im Jahr 2012 das 50. Lebensjahr
erreichten, haben im früheren Bundesgebiet durchschnittlich
nur noch 1,5 Kinder zur Welt gebracht" (2013, S.17),
heißt es nun. Im Jahr 2003
forderte die frühere ZEIT-Redakteurin und vor kurzem
als Kieler Oberbürgermeisterin zurückgetretene Susanne GASCHKE:
Kein Nachwuchs, keine Rente. Sie begründete dies mit
falschen Zahlen zur Geburtenrate der 68er und
nachfolgender Generationen. Das Statistische Bundesamt
bestätigt nun die damalige Analyse von single-generation.de
und Detlef GÜRTLER.
Wir erinnern uns: Weil
angeblich die Nach-68er im besonderen Maße zum
Geburtenrückgang unter das Bestandserhaltungsniveau
beigetragen hätten, so die Argumentation, müssen die jüngeren
Jahrgänge umso länger arbeiten und Rentenkürzungen in Kauf
nehmen. Faktisch waren dagegen bereits die 68er für den
größten Rückgang der Geburtenrate verantwortlich.
Es ist an der Zeit die
Lebenslügen dieser Republik zur Kenntnis zu nehmen. In
Deutschland wurde jahrelang Sozialabbau mit Hilfe angeblicher
demografischer Sachzwänge begründet, die unhaltbar sind. Dabei
ist erst die Spitze des Eisbergs sichtbar.
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ISRINGHAUS, Jörg
(2013): "Ich mag Kinder, aber es müssen nicht meine eigenen sein".
Kinderlosigkeit Zwei Frauen
erzählen,
in:
Rheinische Post
v. 09.11.
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Statt journalistisch
aufbereitete Artikel zu lesen, sollte man sich die
Internet-Foren zum Thema,
z.B. dem der FAZ, ansehen. Dort lassen sich
die Klischeevorstellungen, die von unseren Medien
jahrzehntelang in Umlauf gebracht wurden, in ihren
tatsächlichen Wirkungen studieren. |
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WELDING, Malte (2013): Falsch verbunden.
Ein Mann lernt eine Frau auf
Facebook kennen und verliebt sich in sie. Viele Mails später ist er
ihr hoffnungslos verfallen. Und merkt nicht, dass die Frau nur eine
Täuschung ist, eine ausgedachte Figur, ein Streich. Die Geschichte
einer digitalen Amour fou,
in:
SZ-Magazin Nr.45
v. 08.11.
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Die
Pressekonferenz
"Geburtentrends und Familiensituation in Deutschland" in den
Medien
KÖLNER
STADT-ANZEIGER-Tagesthema:
Später zur Familie.
In Deutschland setzt
sich der Trend fort, dass Frauen mit der Mutterschaft warten. Laut
Statistik sind sie beim ersten Nachwuchs 29 Jahre alt |
STOLZENBACH, Kathy
(2013): Gebildet, westdeutsch, kinderlos.
Frauen gründen immer später eine
Familie - Geburtenrate bleibt dennoch zunächst stabil,
in:
Kölner Stadt-Anzeiger
v. 08.11.
TICHOMIROWA, Katja
(2013): Einseitiges Bild,
in:
Frankfurter Rundschau
v. 08.11.
HEIDENREICH, Ulrike (2013): Plädoyer für eine Kindergrundsicherung,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 08.11.
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Lügen mit
Statistik
ÖCHSNER, Thomas
(2013): Jede fünfte Frau bleibt kinderlos.
Besonders Akademikerinnen bekommen
weniger Babys. Statistiker erwarten weiteren Rückgang der
Geburtenrate,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 08.11.
In der angeblichen
Qualitätszeitung kann man nicht einmal richtig abschreiben:
"Die Behörde rechnet
zunächst mit einer weiter stabilen Geburtenrate. Von 2020 an
befürchtet sie aber einen Rückgang (...). Für eine stabile
Geburtenzahl wäre dann eine höhere jährliche Geburtenrate
von mindestens 1,6 notwendig, sagte Egeler",
heißt es bei ÖCHSNER.
Tatsächlich muss es heißen, dass bei einer stabilen
GeburtenRATE die GeburtenZAHLEN weiter zurückgehen werden,
wenn die ZAHL der potentiellen Mütter sinkt. Ob die
GeburtenRATE stabil bleibt, zurückgeht oder sogar steigt,
darüber sagt die Behörde in den zitierten Sätzen gar nichts
aus. Die Headline "Statistiker erwarten weiteren Rückgang der
Geburtenrate" ist also grob irreführend. Richtig müsste es
heißen, dass Statistiker bei gleich bleibender Geburtenrate
einen Rückgang der Geburtenzahlen erwarten. Das ist aber das
genaue Gegenteil dessen, was uns die SZ vermeldet!
Qualität ist eben
Glücksache und kein Ergebnis von Journalismus! |
SIEMS, Dorothea
(2013): Studiert und kinderlos.
Noch nie blieben in Deutschland so
viele Frauen ohne Nachwuchs,
in:
Welt
v. 08.11.
Dorothea SIEMS kann
zumindest abschreiben:
"Weil die meisten Frauen
ihre Kinder im Alter zwischen 25 und 35 bekommen, ist für
die künftige Entwicklung der Geburtenzahlen entscheidend,
wie sich diese Altersgruppe in den nächsten Jahren verhält.
Bis 2020 bleibt die Gruppe der 25- bis 35-Jährigen relativ
konstant. Deshalb rechnen die Statistiker für diesen
Zeitraum mit weitgehend stabilen Geburtenzahlen. Danach
jedoch schrumpft diese Altersgruppe rapide, weshalb nach
diesem Zeitpunkt deutlich weniger Kinder zu erwarten sind
als heute. Nur bei einem deutlichen Anstieg der Geburtenrate
auf 1,6 ließe sich der absehbare Einbruch der Geburtenzahlen
nach 2020 noch verhindern",
Sobald SIEMS jedoch in den
Kommentarmodus schaltet, werden die Fakten ignoriert:
"Ab 2020, so warnt das
Statistische Bundesamt, droht in Deutschland ein Absturz der
Geburtenraten. Denn seit Jahrzehnten schon leisten sich die
Bürger hierzulande wenig Kinder. Somit sind viele Frauen,
die demnächst Nachwuchs bekommen könnten, nie geboren
worden."
SIEMS ignoriert dann den
Unterschied zwischen GeburtenRATE und GeburtenZAHLEN
genauso wie ÖCHSNER in der SZ. |
EPD
(2013): Zahl der Kinderlosen steigt,
in:
TAZ
v. 08.11.
"In Deutschland bleibt
jede fünfte Frau kinderlos. Das geht aus Daten zur
Geburtenentwicklung und zur Kinderlosigkeit hervor, die das
Statistische Bundesamt vorstellte. Nach dem Mikrozensus von
2012 haben 22 Prozent der Frauen zwischen 40 und 44 Jahren
kein Kind. Die Kinderlosigkeit ist in den alten Ländern mit
23 Prozent deutlich ausgeprägter als im Osten (15 Prozent).
Sie nimmt laut Statistik aber auch in den neuen Ländern zu,
bei Akademikerinnen stärker als bei Frauen ohne
Hochschulabschluss"
läßt die taz durch
den Evangelischen Pressedienst (epd) verkünden. Dadurch
wird verschwiegen, dass sich die Kinderlosenzahlen in den für
die zukünftige Geburtenentwicklung relevanten Altersgruppen
verschoben haben:
"Drei
von zehn westdeutschen Akademikerinnen im Alter zwischen
45 und 49 Jahren haben kein Kind geboren. Im Hinblick auf
die weitere Entwicklung ist allerdings zu erwarten, dass
Akademikerinnen der etwas jüngeren Jahrgänge (1968 bis 1972)
zu weniger als 30 % kinderlos bleiben werden. Sie hatten die
30 %-Marke bereits im Jahr 2012 erreicht. Bei gleichem
Geburtenverhalten wie bei den fünf Jahre älteren Frauen
würde ihre Kinderlosenquote in den nächsten Jahren
voraussichtlich noch um weitere zwei Prozentpunkte sinken.
Bei den Frauen ohne
einen akademischen Bildungsabschluss, die rund 80 %
eines Jahrgangs stellen, ist dagegen mit einem weiteren
Anstieg des Anteils der Frauen ohne Kind zu rechnen. Dies
gilt auch für die Frauen in den neuen Ländern."
(2013, S.9)
heißt es in der Publikation
Geburtentrends und Familiensituation in Deutschland
des Statistischen Bundesamtes.
Die unsägliche Medienkampagne mit dem Motto, dass die Falschen
die Kinder bekommen, war also außerordentlich erfolgreich,
mit der Konsequenz, dass die Kinderlosigkeit gestiegen ist,
weil
Akademikerinnen für die Geburtenrate (noch) nicht annähernd so
relevant sind, wie es die Medienelite gerne hätten.
Wer eine höhere
Geburtenrate möchte, der muss akzeptieren, dass auch die
"Falschen" Kinder bekommen.
Oder es gilt den Geburtenrückgang zu akzeptieren, was
nicht das Schlechteste wäre.
Es gilt somit Schluss zu
machen mit der Heuchelei in Sachen Geburtenrückgang und den
Kult um die Geburtenrate (TFR). |
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STERN-Titelgeschichte:
Lieben lernen.
Wie man Bindungsängste
überwindet und als Paar glücklicher ist |
POELCHAU, Nina
(2013): Hin und weg.
Wird die Beziehung enger, laufen sie
fort, trotz aller Sehnsucht nach Liebe. Menschen mit Bindungsangst
leiden an tiefen inneren Konflikten - es lohnt sich, diese
rechtzeitig zu durchschauen,
in:
Stern Nr.46
v. 07.11.
"Björn Seifert ist
einer von vielen. Einer von der Art, wie sie sich der Autor
Sven Hillenkamp für sein Buch
»Das Ende der Liebe - Gefühle im Zeitalter unendlicher
Freiheit« genauer angesehen hat. Hillenkamp beschreibt
eine Zeit, die zu Bindungsproblemen führt, weil die
Ansprüche immens sind,
weil es überall um Selbstoptimierung geht, also auch auf
dem großen Wühltisch der Partnersuche (...). Für Hillenkamp
hat die Liebe zwei Feinde: Entweder, wie früher: den Zwang
zusammenzubleiben. Oder: Die Grenzenlosigkeit",
verklärt POELCHAU das
Buch von Sven HILLENKAMP, der die
Probleme eines ökonomisch sorgenfreien individualisierten
Milieus beschreibt, während die Zwänge der
Hartz-Gesellschaft ausgeblendet werden.
Die Online-Partnersuche wird dann einseitig im Sinne von
Love in Times of Algorithms (Dan Slater) dargestellt,
die repräsentativ für angebliche 7 Millionen
Online-Partnersuchende sein soll. Der Bestseller
Warum Liebe weh tut von Eva ILLOUZ, der die Situation
von partnersuchenden Karrierefrauen mit Kinderwunsch in
Zeiten beklagt, darf natürlich ebenfalls nicht fehlen.
Bindungsangst ist -
jenseits des tatsächlichen Vorkommens dieses Phänomens - in
erster Linie das Thema einer neubürgerlichen Gesellschaft,
die ihre sozioökonomischen Grundlagen verleugnet.
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ALTMANN, Andreas (2013): "Ich hurte rum. Und flüchtete".
Eine Kindheit in Altötting - voll
Bigotterie und Abscheu gegen alles Körperliche. Andreas Altmann ist
ihr entflohen, doch sie stahl im das Glück der Liebe,
in:
Stern Nr.46
v. 07.11.
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Kinderlosigkeit in Deutschland um ca. 40 % niedriger als bei der
Begründung für einen höheren Beitrag von Kinderlosen zur
Pflegeversicherung von Herwig BIRG veranschlagt
DESTATIS (2013): Jede fünfte Frau zwischen 40 und 44 Jahren ist
kinderlos,
in: Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Wiesbaden v. 07.11.
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Erst nach dem
Bundestagswahlkampf 2005 und nach der Durchsetzung der Agenda
2010 wurden vereinzelt Stimmen laut, dass die Kinderlosigkeit
mit ca. 33 % bei den 1965 geborenen Frauen und 40 % bei den
westdeutschen Akademikerinnen zu hoch geschätzt ist. Die
zweite Mikrozensus-Erhebung der Kinderlosigkeit in Deutschland
zeigt, dass Anfang des Jahrtausends krasse Fehleinschätzungen
im Umlauf waren.
Für die 1970er Geburtsjahrgänge wurden sogar
Kinderlosenzahlen von 40 % prognostiziert.
Akademikerinnen sollten gar zu 50 % kinderlos bleiben. Die
Tendenzen zeigen dagegen, dass die Anfang der 1970er Jahre
geborenen Frauenjahrgänge eher zu einem niedrigeren Anteil
kinderlos bleiben werden,
was bereits im Jahr
2003 erkennbar war.
Auf dieser Webseite werden
die Fakten in nächster Zeit genau analysiert werden, da die
Interpretationen des Statistischen Bundesamtes
bevölkerungspolitisch motiviert sind, d.h. Trendwenden werden
erst dann verkündet, wenn sie sich nicht mehr leugnen lassen.
Mit 1,38 Kindern pro
gebärfähiger Frau lag die Geburtenrate (TFR) 2012 höher als
2011 (1,36). Da diese Geburtenrate jedoch auf veralteten
Volkszählungsdaten basiert, muss die Geburtenrate nach oben
korrigiert werden, was jedoch - unverständlicherweise - erst
mit dem Mikrozensus 2013 geschehen wird.
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HAWORTH, Abigall
(2013): Sekkusu Shinai Shokogun.
Das heißt Zölibatsyndrom: Viele
junge Menschen wollen keinen Sex mehr und verweigern die Ehe,
in:
Freitag Nr.45
v. 07.11.
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GÖBEL, Esther
(2013): Pingpong für alle.
Beziehungsweisen (8) -
Die Facebook-Freunde: Auf Facebook pflegen die User im Durchschnitt
342 Kontakte, seltsam intim und oberflächlich zugleich. Doch für die
wirklich harten Zeiten im Leben bleiben reale Freundschaften
unverzichtbar,
in:
Süddeutsche Zeitung
v. 06.11.
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Lügen mit
Statistik
OESTREICH, Heide
(2013): Superwoman will nicht mehr.
Geschlechter: Teilzeitarbeit nach
der Kinderpause ist einer der hauptsächlichen Gründe für die
Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. Lobbyorganisation startet
Kampagne,
in:
TAZ v. 05.11.
Ein typischer Trick von
Journalisten ist es, veraltete Daten so zu präsentieren als ob
sie aktuell wären:
"Christina Boll vom
Hamburger Institut für Weltwirtschaft hat die
Einkommensverläufe von Müttern und Frauen ohne Kinder
verglichen. Die Mütter, die eine Weile ausstiegen, holten
die Verdienste der kinderlosen Frauen nicht wieder ein.
Mütter, die drei Jahre zuhause bleiben und dann drei Jahre
Teilzeit arbeiten, verlieren Geld im Wert einer kleinen
Eigentumswohnung: durchschnittlich 200.000 Euro"
Erstens ist die Studie
bereits im Jahr 2009 als Dissertation erschienen. Die Daten
stammen vom Sozio-ökonomischen Panel, eine
sozialwissenschaftliche Längsschnittuntersuchung der Jahre
1984-2005. Sie stammen damit aus einer Zeit vor der Einführung
des Elterngeldes und vor der Finanzkrise.
Zweitens greift sich Heide
OESTREICH einen von 9 Vergleichen heraus, und zwar denjenigen,
der ihr am besten in den Kram passt, weil es sich um den
höchsten Verlust handelt (2010,
S.16). Die Spanne des möglichen Verlusts reicht immerhin
von ca. 95.000 bis 201.000 Euro und variiert mit dem
Erstgeburtalter und der Einkommenshöhe, die mit dem
Bildungsniveau gleichgesetzt wird, d.h.
Statusinkonsistenzen wie sie heutzutage typisch sind,
werden nicht berücksichtigt.
Vor kurzem hat
das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung dagegen
festgestellt, dass sich die Lohneinbußen von Müttern im
Vergleich mit kinderlosen Frauen verringert haben.
Außen vor bleibt die
Tatsache, dass Scheidungen/Trennungen von Eltern eben nicht
die Regel, sondern die Ausnahme sind (was einzelne Milieus, in
denen sie verbreiteter sind, nicht ausschließt). Abweichungen
von der "Normalität" haben jedoch in den Medien das höchste
Erregungspotential, weshalb sie überschätzt werden. Deswegen
mag der Vergleich Mütter contra Kinderlose zwar politisch
korrekt im Sinne eines Elitefeminismus sein, aber die
gesellschaftliche Realität der neuen Klassengesellschaft
bleibt dabei außen vor. |
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LINSINGER, Eva (2013): Marcus Franz über "Anomalien" Kinderlosigkeit
und Homosexualität.
Marcus Franz, Primararzt und
Politiker im Team Stronach, über das Amoralische an Kinderlosigkeit,
Demonstrationsverbot für Schwule in der Innenstadt und den
Altersstarrsinn von Frank Stronach,
in:
Profil Nr.44 v. 04.11.
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MÜLLER, Lothar
(2013): Am heimischen Unruheherd.
Eva Eßlingers Studie "Das
Dienstmädchen, die Familie und der Sex" ist eine mit den Mitteln der
Philologie gebaute Geisterbahn,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 02.11.
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Lothar MÜLLER rezensiert
das Buch
Das Dienstmädchen, die Familie und der Sex von Eva
EßLINGER vor dem Hintergrund des Dienstmädchens als
Schlüsselrolle beim Aufstieg des modernen Romans. |
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DORBRITZ, Jürgen & Robert NADERI (2013): Getrennt leben und eine
intime Beziehung führen.
Bilokale Paarbeziehungen in
Deutschland,
in:
beziehungsweise, November
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DAS
MAGAZIN-Titelgeschichte:
Keiner will mich?
Partnersuche
für Anfänger & Fortgeschrittene |
LEHMANN, Andreas
(2013): Eine geheimnisvolle Angelegenheit.
Ein Raum ,zehn Frauen, ein Mann. Wen
wählt er aus und warum? Professorin Jule Specht über Attraktivität,
die besten Kontaktbörsen und darüber, dass auch mal Türen knallen
müssen, will man zusammenbleiben,
in: Das Magazin,
November
DIVERSE
(2013): Liebes-Alarm.
Ausbildung, Freundeskreis, Beruf -
das sind erst einmal die gängigen Sphären, in denen Paare sich
finden. Aber wenn es da nicht klappt oder die Beziehung nicht hält?
Bleiben zum Beispiel Kontaktanzeigen. Im Magazin erscheinen jeden
Monat welche. Manchmal, nicht immer, bringen sie das ganz große
Glück,
in: Das Magazin,
November
NAUMANN, Miriam (2013): In der Loveline.
Partnersuche im Internet. Ein
Selbstversuch,
in: Das Magazin,
November
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NEON-Titelgeschichte:
Wie wichtig ist Treue?
Warum Fremdgehen nicht immer das Ende einer Beziehung bedeuten
muß |
HAAF, Meredith (2013):
Die Treuefalle.
Für die meisten Paare ist
Fremdgehen verboten. Aber ist das wirklich gut für die Liebe?
in: Neon,
November
GÖBEL, Malte (2013):
Komm klar.
Kann man mit Eifersucht leben,
ohne in der Treuefalle zu landen? Unser Autor ist seit sechs Jahren
in einer offenen Beziehung und sagt: Ja - aber es kostet Nerven.
Eine Gebrauchsanweisung,
in: Neon,
November
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KIX, Martina/BAUMSTIEGER, Moritz/THIELE, Christian/HAMPEL,
Lea (2013):
"Dann hätten wir eine Horde Kinder".
Nie wieder ist man so verzweifelt
verliebt wie in den Schulschwarm. Was passiert, wenn man ihn oder sie
wiedertrifft? Vier Neon-Autoren haben es gewagt,
in: Neon,
November
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FISCHER, Tin (2013): Der Traummann.
Eine Frau verliebt sich im Netz.
Nach einem Jahr stellt sich heraus: Er existiert nicht. Eine moderne
Liebesgeschichte,
in: Neon,
November
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REINHARDT, Nora (2013): Willst du mit mir schlafen?
Über die Mitschlafzentrale Easynest
kann man sich mit Fremden verabreden, um ein Hotelzimmer zu teilen.
Gute Idee? Ein Selbstversuch,
in: Neon,
November
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BUCHHOLZ, Jenny (2013):
"Ich drehe
ziemlich schnell durch".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als
die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und
erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon,
November
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 12. -
31. Oktober 2013
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