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Medienrundschau:
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News vom 16.
- 31. Dezember 2001
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- BRAUN, Walter (2002):
Verlängerte Jugend.
Junge Leute werden heute
frühestens mit 35 erwachsen,
in: Psychologie Heute,
Januar
- Kommentar:
Walter BRAUN
berichtet über das "Hotel
Mama". BRAUN spricht von einer
Tendenz, "dass Kinder immer länger
zu Hause wohnen, sich versorgen lassen,
keine Miete zahlen und auch bei der
Hausarbeit nicht mithelfen. Kurz gesagt:
sich weigern, für ihr Leben
Verantwortung zu übernehmen und
erwachsen zu werden."
Er zitiert die britischen Psychologen
Stephen RICHARDSON und Helen HASTE, die
für die späten
"Reifeprozesse" die hohen
Mietkosten bzw. lange Bildungswege
verantwortlich machen.
Auch in Japan sind Nesthocker ein weit
verbreitetes Phänomen. Dort werden die
weiblichen Nesthocker von Professor
Michiko Miyamoto, die an der Chiba
Universität lehrt, als "parasitäre
Singles" bezeichnet.
In Deutschland gerät diese Gruppe
aufgrund der Sozialstaatsoptik nicht in
den Blickpunkt.
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- BRAUN, Walter (2002):
Ich kaufe, also bin ich (etwas wert)
in: Psychologie Heute, Januar
- Kommentar:
BRAUN zitiert den
britischen Konsumpsychologen Paul
BUCKLEY, für den demonstrativer Konsum
Ausdruck von geringem Selbstwertgefühl
ist.
Eine Studie
im Auftrag des britischen
Wirtschaftsministeriums hat die Ursachen
steigender privater
Zahlungsunfähigkeiten untersucht:
"Waren
in den 60er Jahren Bankrotts
ausschließlich Männern vorbehalten,
machen Privatpleiten von Frauen heute
bereits ein Viertel aller Fälle
aus."
Angesichts
der Tatsache, dass Ehefrauen in den 60er
Jahren keine Verfügungsgewalt über
Bankkonten hatten und auch die
Berufstätigkeit weit geringer war, ist
diese Entwicklung verständlich. Man muss
sich deshalb wohl eher fragen, warum so
viele Männer nicht mit Geld umgehen
können. Darüber verliert BRAUN jedoch
kein einziges Wort.
Nach einer
Typologie von Schuldnerinnen werden 3
Gruppen unterschieden:
1) "Junge Singles, die ihren
beruflichen Erfolg durch Kleider und
Luxusartikeln sichtbar machen."
2) "Gelangweilte Hausfrauen"
und
3) "Frauen, deren Kinder das Haus
verlassen haben."(Empty-Nest).
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- Neu:
RIEDLER,
Claudia (2001): Singles auf der Suche.
"Man
muss viele Frösche küssen...",
in: Oberösterreichische
Nachrichten v. 31.12.
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- JEI (2001): Das sollen
wir sein?
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 31.12.
- Inhalt:
Ein Beitrag zur
Werbekampagne der Bundesregierung
"Familie Deutschland". Der
Autor findet die Plakataktion nicht
gelungen:
"Man
sieht eine dunkelhaarige hochschwangere
Frau breitbeinig in Stretchhose auf einem
Sofa sitzen. Sie schaut dem Betrachter
direkt in die Augen (...). Dann fällt
unser Blick auf den jungen Mann, der auf
dem Fußboden vor dem Sofa kauert, den
Blick gesenkt. Worüber mag er grübeln,
welche Welt schaut er? Wir wissen nicht,
was das Ensemble sagen soll - eine
Werbung für die Familie ist es
jedenfalls nicht (...). Schwer
vorstellbar, daß die Plakatszene
jemanden zu der Idee inspirieren könnte,
eine Familie zu gründen."
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- STÜRMER,
Michael (2001): Ade, Generation Golf.
Ein
einziger Tag hat den Serienglück-Seelen das Bild
des irdisch Unvollkommenen eingebrannt,
in: Welt v. 31.12.
- Kommentar:
"Das Recht auf
die Suche nach dem Glück ist seit der
europäischen Aufklärung Wurzel und
Inbegriff individueller Freiheit. Aber
nicht Glück bestimmt die Grunderlebnisse
der Generationen, sondern die
Verwundungen und Traumata.
Die Vergleichsreihen der Allensbacher
Wertestudien erweisen, dass nirgendwo im
Westen die Generationenkluft so tief ist
wie bei uns. Das hat Gründe in den
Generationserlebnissen, die inkompatibel
sind," meint Michael STÜRMER und
stürmt durch die Generationengeschichte,
die - obgleich enorm verkürzt - doch
nicht so recht seine
"Generationentheorie" zu
stützen vermag.
"Ein
Trauma war dies alles nicht", fasst
er deshalb die Schicksale der
Nachkriegsgenerationen zusammen, um das
Ausbleiben eines Traumas zum
einheitsstiftenden Generationenerlebnis
zu erklären. Ist das nicht Glück?
Die "Generation
Golf" sei nun in
der "Realität" angekommen,
offenbar für STÜRMER ein Synonym für
"Trauma".
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FAS-Thema
"Kinderlose contra Familien."
Der
Konflikt ist voll entbrannt und spaltet die
Gesellschaft: Wer wird vom Staat besser bedient?
Zwei Plädoyers in polemischer Absicht.
- GERMIS,
Carsten (2001): Eure Kinder kosten uns
Milliarden.
Die Kinderlosen
zahlen schon heute einen Großteil des
Aufwands für Erziehung und Ausbildung,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- KLOEPFER, Inge
(2001): Wir Eltern zahlen doppelt.
Die Familien
finanzieren die Ausbildung der Kinder und
zahlen die Renten der Singles,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
Die FAS
wärmt noch einmal die
Kontroverse "Familien versus
Singles" auf, die in
Deutschland im Vorfeld von Pflegeurteil
und Rentenreform geführt wurde.
GERMIS
darf noch einmal die Argumente
eines noch kinderlosen Yuppies
vortragen, der nicht für das
Kindergeld von Eltern im
Niedriglohnsektor aufkommen will,
sondern der Staat soll in die
Betreuungsangebote investieren,
damit seine noch nicht geborenen
Kinder vom Sozialstaat
profitieren.
KLOEPFER
vertritt dagegen die Yuppie-MOM,
die sich über die Abschaffung
des Dienstmädchen-Privilegs
mokiert: "Zwar können wir
die Betreuungskosten für die
Kinder (...) absetzen, aber eben
nicht die Kosten für die
Putzfrau, die uns
entlastet.".
- INK (2001):
Der Verteilungsstreit: Die Antwort der
Ökonomen,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
Der
Würzburger Professor für
Volkswirtschaftslehre Norbert
BERTHOLD ist die
wissenschaftliche Instanz, die
die obige Pseudokontroverse von
GERMIS und KLOEPFER noch einmal
wissenschaftlich absegnet:
"Die Politik sollte nach
Meinung des Ökonomen davon
absehen, die finanziellen
Leistungen an die Familien zu
erhöhen. 'Statt dessen müssen
deutlich mehr staatliche Mittel
für Kinderkrippen,
Ganztagskindergärten und
Ganztagsschulen umgeleitet
werden', sagt er."
- KLOEPFER, Inge
& Carsten GERMIS (2001): "Die
Kommunen müssen mehr Krippen
einrichten".
Familienministerin
Bergmann (SPD) will die Väter stärker
in die Verantwortung nehmen,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
Ein
Interview mit der
Familienministerin, die ihre
altbekannten Positionen
herunterbetet.
Sie
weist u.a. auf die bessere
Versorgung der neuen
Bundesländer mit
Betreuungsangeboten hin.
Merkwürdig nur, dass die
Geburtenrate in den neuen
Bundesländern weit unter denen
der alten Bundesländern liegt,
wie das Schaubild "Immer
weniger Kinder - ein
innerdeutscher Vergleich"
beweist.
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- HOUELLEBECQ, Michel
(2001): Der neue Houellebecq.
Ein Mann von vierzig Jahren,
nicht nett, nicht fröhlich, aber Beerdigungen
sind sein Ding: Das erste Kapitel aus dem Roman
"Plattform",
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
Die FAS hat das
erste Kapitel von HOUELLEBECQs
umstrittenen Roman "Plateforme"
abgedruckt, der ab Februar auch in
Deutschland erscheinen soll. Der DuMont
Verlag hat das Erscheinen so vorverlegt,
dass das Medienspektakel um den
angekündigten Gerichtsprozess gegen HOUELLEBECQ
verkaufswirksam genutzt werden kann.
Das Bild
vom Single wird gleich im ersten Kapitel
sozialpolitisch korrekt dargestellt:
"Ich
habe auch nicht geheiratet. Gelegenheit
dazu bot sich mir mehrfach; aber ich habe
jedesmal abgelehnt. Dabei mag ich Frauen
sehr. Daß ich ledig geblieben bin, ist
eines der Dinge, die ich im Leben ein
wenig bedaure. Vor allem im Urlaub wirkt
sich das störend aus. Im Urlaub bringen
die Leute unverheirateten Männern ab
einem gewissen Alter ziemliches
Mißtrauen entgegen: Sie vermuten bei
ihnen einen starken Egoismus und wohl
auch einen gewissen Hang zum Laster; ich
kann ihnen nur recht geben."
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- DIEZ, Georg (2001):
Was bleibt: Narzißmus,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
30.12.
- Kommentar:
Georg DIEZ informiert
über den Zusammenhang zwischen Ironie
und Verzweiflung. Die Epoche des Pop sei
vorbei, aber in einem anderem Sinne als
es die Verächter der Spassgesellschaft
verkünden, meint DIEZ und vermeldet eine
gute Nachricht:
"Nach
Nabelschau und Bauchlandung, nach
Start-up-Taumel, Körperkult und
Biographiegebastel, nach dem Ende der
Stars, nach dem Ende des Konsums, nach
dem Ende der Schönheit, nach dem
Egoismus, endlich der Blick auf das, was
bleibt. Der Narzißmus."
Die
Verabschieder der Spassgesellschaft
schreiben derweil Bücher. DIEZ droht das
Erscheinen von "Das Ende der
Egomanie" aus der Feder von
Horst-Eberhard RICHTER für Februar 2002
an und singt stattdessen das Loblied auf
den Narzißten:
"Der
Narzißmus ist das, was übrigbleibt,
wenn man die Oberflächensymptome der
letzten Jahre wegräumt: Er ist die
Kombination von Egoismus und Schönheit,
die Antwort auf kommende Unschärfe, die
aggressiv vorgetragene Variante dessen,
was sich bislang in verschwiemelten
Privatismen versteckten. Der Narzißmus
ist Selbstbezüglichkeit ohne schlechtes
Gewissen. Der Narzißmus ist eine Absage
daran, daß wir die Zeit zurückdrehen
können (...). Und weiterhin gilt: The
sky is the limit."
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FAS-Thema
"Wird sich die Atmosphäre 2002
erwärmen?"
Soziologische
Klimaforschungen weisen auf ein Abschmelzen der
Coolness und einen Anstieg der
Gefühlstemperaturen hin
- HÜSTER,
Wiebke (2001): Unter Null. Coolness, kein
Kinderspiel.
Der Normaleuropäer
wird immer jünger,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
HÜSTER
zitiert aus dem Buch "Cool
Rules. Anatomy of an
Attitude" von Dick POUNTAIN
und David ROBINS, das dieses Jahr
in England erschienen ist. Die
beiden Autoren haben eine
Geschichte des Cool geschrieben,
an der sich in Deutschland Ulf
POSCHARDT
bereits ein Jahr zuvor versucht
hat.
Die
Briten behaupten in ihrem Buch,
dass sich das Coolsein als
emotionaler Stil von einem
Jugendphänomen zu einem
gesamtgesellschaftlichen
Phänomen verallgemeinert hat.
Sie sehen zwischen Hippies,
Punks, Yuppies, Hip-Hoppern und
Ravern nicht deren Unterschiede,
sondern die grundlegende
Gemeinsamkeit: das Streben nach
Coolsein.
HÜSTER
zweifelt daran und vertritt
stattdessen die
kulturpessimistische These von
der Infantilisierung der
Gesellschaft.
- VOSS, Julia
(2001): 37,3 Grad: Gut geheizte
Oberstube.
Emotionale
Intelligenz: Gesellschaft als
Kamingespräch,
in: Frankfurter
Allgemeine Sonntagszeitung v. 30.12.
- Kommentar:
VOSS
verteidigt den
"Märchenerzähler"
Daniel GOLEMAN und sein
"Bestsellermärchen"
über die Emotionale Intelligenz
gegen den Konflikttheoretiker
Rolf DEGEN, den sie einen
"Aesop der Psychologie"
nennt.
Offenbar
möchte VOSS die These von
HÜSTER mit ihrem Artikel gleich
beweisen, denn die
biedermeierlichen Märchen à la
GOLEMAN sind in jeder Hinsicht
kindgerecht.
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- LEIF, Thomas (2001):
Die Faszination der großen Zahl.
Freiwilliges Engagement:
Politiker operieren mit geschönten Daten, doch
die Wirklichkeit sieht anders aus,
in: Frankfurter Rundschau
v. 29.12.
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- OBERT, Mark (2001):
Lang soll er leben.
An
der Nase eines Mannes erkennt man seinen Hannes,
dichtet der Volksmund und hat - wie immer -
Unrecht. Wie groß ist groß genug? Wie klein ist
zu klein? Das hängt davon ab, ob ein Mann in die
Sauna geht und neidisch auf das Gemächt des
Nachbarn starrt. Dagegen hilft nur eins:
Statistik.
in: Frankfurter Rundschau
v. 29.12.
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- SAFRANSKI, Rüdiger
(2001): Der erkaltete Eros.
Über Liebe und belebende Gedanken über Liebe,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 29.12.
- Inhalt:
SAFRANSKI berichtet
über die Entzauberung der Liebe durch
Wissenschaften wie die Endokrinologie,
die Zusammenhänge zwischen körperlichen
Vorgängen und Gefühlen herstellt.
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- BROOCKMANN,
Karsten & Kristian STEMMLER (2001): St. Georg
ist Single-Hochburg.
In
fast der Hälfte aller Hamburger Haushalte lebt
nur noch eine Person. Überzeugte Singles
bevorzugen citynahe Stadtteile.
in: Hamburger Abendblatt v. 28.12.
- Kommentar:
An Hamburg lässt
sich die soziale Spaltung der
Single-Haushalte sozialräumlich ablesen:
Während in St. Georg, St. Pauli und
Rotherbaum junge Studenten und Yuppies
leben, sind Barmbek, Hamm-Nord und
Dulsberg die weniger attraktiven
RentnerInnenhochburgen.
In den
begehrten Vierteln leben auch die
"Yappies", d.h. junge,
wohlhabende Eltern mit überwiegend einem
Kind. Diese Angehörigen der Generation
Golf sind auch die umworbene Zielgruppe
der Familienpolitiker.
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- OLK, Thomas (2001):
Der Aktivbürger - anerkannter Ehrenamtlicher
oder Lückenbüßer?
Die Förderung des
bürgerschaftlichen Engagements als
gesellschaftspolitische Herausforderung,
in: Frankfurter Rundschau
v. 28.12.
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- HENARD,
Jacqueline (2001): Vater unser.
Warum
überaltert unsere Gesellschaft? Wegen
allgemeiner Zukunftsunsicherheit und weil Frauen
Karriere machen wollen, so sagt man. Aber wie
denken eigentlich Männer über Kinder?
in: Die ZEIT Nr.01 v. 27.12.
- Kommentar:
Während Alice
SCHWARZER den
Geburtenrückgang als Resultat eines "Gebärstreiks"
der Mittelschichtfrauen
vermarktet, ist für HENARD der
"Zeugungsstreik" der Männer
mitverantwortlich für die Misere.
Überhaupt die Männer! Kinderlose
Männer und ihre Motive sind nach Meinung
von HENARD ein vernachlässigtes
Forschungsthema.
HENARD
unterstellt den Männern politisch
korrekte Antworten bei Meinungsumfragen.
Wissenschaftler nennen dies soziale
Erwünschtheit von Antwortverhalten. Auch
Frauen antworten politisch korrekt.
Dieser blinde Fleck der feministischen
Forschung bleibt unerwähnt.
Die Autorin
zitiert u.a. aus den Untersuchungen von
Wassilios FTHENAKIS und Christine
CASTELAIN-MEUNIER. Die Pariser Soziologin
hat die Leserschaft der französischen
Männerzeitschriften untersucht:
"Im
Vordergrund stehen Gesundheit (!), Sex-
und Ernährungstipps. Die klassischen
Männerthemen - Politik, dicke Autos,
nackte Mädchen und Gehaltsvergleiche -
sind an den Rand gedrängt." Moniert
wird, dass Väter und Vaterschaft kein
zentrales Thema sind. Aber dann müssten
sie wohl auch Väter- und nicht
Männerzeitschriften heissen!
Für HENARD
liegt das Übel im Zerfall der
Vaterschaft seit den Zeiten des
Patriarchen. Besonders erwähnt werden
die Jahreszahlen 1968 und 1789:
"Die
Revolution holte Ehe und Familie aus den
Höhen des Pakts vor Gott in die irdische
Vertragswirklichkeit herunter, indem sie
die standesamtliche Trauung einführte.
Die Entheiligung der Ehe ermöglichte
einen neuen Blick auf die Kinder und die
(Wieder-)Begründung der sozialen
Vaterschaft. Kinder konnten nun adoptiert
werden."
HENARD ist
jedoch davon überzeugt, dass die
zukünftige Familienpolitik die Väter
wieder vermehrt in den Blick bekommt.
"Work-Life-Balance" ist
hierfür das Zauberwort. Frankreich
erscheint in dieser Sicht vorbildhaft:
"Frankreich,
wo knapp die Hälfte aller Kinder
außerehelich geboren wird, will als
vorbeugende Maßnahme im kommenden Jahr
einen »Vaterschaftspass« einführen. Er
soll werdenden Vätern ihre Pflichten vor
Augen führen - und auch ihre Rechte
gegen weibliche Allmachtsansprüche.
Außerdem tritt ein bezahlter
Vaterschaftsurlaub (elf zusätzliche Tage
in den ersten vier Lebensmonaten) nach
skandinavischem Modell in Kraft.
Den Einwand, dass 14 Tage bezahlter
Urlaub volkswirtschaftlich teuer seien,
wischt die französische
Familienministerin schlicht vom Tisch:
Teuer sei es für eine Gesellschaft vor
allem, wenn sie nicht genügend Kinder
hätte und die Väter keine ausreichend
tiefe Bindung zu ihrem Nachwuchs
entwickelten."
Im
internationalen Vergleich stehen die
Deutschen nach Meinung von HENARD
schlecht da.
In solchen
Vergleichen wird aber grundsätzlich
nicht auf die unterschiedlichen
Rahmenbedingungen der verschiedenen
Länder eingegangen: weder findet die
historisch gewordene Altersstruktur
Erwähnung, noch die unterschiedlichen
Bevölkerungsstrukturen (agrarisch
orientierte, industrielle oder
postindustrielle Gesellschaften) oder die
Bevölkerungsdichte. Stattdessen wird
suggeriert, dass das Verhalten einer
Generation ausschlaggebend für die
demografische Entwicklung sei. Wer die
Geburtenraten isoliert betrachtet, der
muss zwangsläufig enttäuscht werden,
wenn Familienpolitik oder
Bevölkerungspolitik keine Änderungen
bewirkt.
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- AFHELDT,
Heik (2001): Die Bombe tickt...
... doch
die Politiker wollen nicht hören. Die
überalterte Gesellschaft sprengt die
Sozialsysteme,
in: Die ZEIT Nr.01 v. 27.12.
- Kommentar:
AFHELDT macht
Produktwerbung in eigener Sache. Er hat
an einem Positionspapier des
SPD-Managerkreises mitgearbeitet, das er
nun vorstellt. Seine Lieblingsvokabeln
sind "dramatisch",
"bedrohlich",
"erschreckend". Man ahnt: es
geht um die Erzeugung von Handlungsdruck.
Angeblich
lässt sich der "drohende
Bevölkerungsschwund (...) für die
nächsten 30 Jahre ziemlich exakt
vorausberechnen". Man muss jedoch
nur die Prognosen der
Bevölkerungswissenschaftler vor 1965 mit
jenen danach vergleichen, um
festzustellen, dass die
Prognosefähigkeit der Demografen arg zu
wünschen übrig lässt! Das weiss auch
AFHELDT: "bei den unteren, den
jungen Schichten der Alterspyramide sind
Verhaltensänderungen möglich".
Die
steigende Staatsquote durch die
Überalterung sind das zentrale Thema.
Man liest deshalb von der
"Alterslast", statt von der
"Belastungsquote".
Die
Belastungsquote setzt sich aus den noch
nicht Erwerbstätigen (Kinder und
Jugendliche) und den nicht mehr
Erwerbstätigen (Rentner und Pensionäre)
zusammen und bezieht sich auf die Zahl
der potentiellen Erwerbstätigen.
Das
Eintrittsalter in den Arbeitsmarkt und
das Austrittsalter sind jene Variablen,
die die Belastungsquote entscheidend
ändern können.
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- NEUE OSNABRÜCKER
ZEITUNG (2001): Protest: Ich bin kein Single,
in: Neue Osnabrücker Zeitung v. 27.12.
- Inhalt:
Bericht über die
Protestaktion vom Verband allein
erziehender Mütter und Väter (VAMV)
gegen das Zweite Gesetz zur
Familienförderung.
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- TÖNNIES,
Sibylle (2001): Lob der Weihnachtsgeschichte.
Einmal
im Jahr rückt das Christentum Mutter und Baby
ins Zentrum des Interesses - eigentlich keine
schlechte Idee. Wir können davon etwas lernen -
auch heute noch,
in: TAZ v. 24.12.
- Inhalt:
"In früheren
Zeiten, in denen Kinder innerhalb von
Ehen gezeugt wurden, ging es um das
Schicksal der Witwen und Waisen. Sie
stellten das soziale Problem dar, an dem
sich die Gutherzigkeit bewähren
sollte."
Das ist
nach Sibylle TÖNNIES heutzutage anders:
"Es soll für Frauen ohne festen
Mann kein Anreiz geschaffen werden, sich
fortzupflanzen."
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- SEIFERT,
Ruth (2001): Helden und Heulsusen.
Im
Krieg verfestigen sich die traditionellen
Geschlechterbilder. Frauen verschwinden als
Handelnde vom Bildschirm - und tauchen als Opfer
wieder auf,
in: TAZ v. 24.12.
- Inhalt:
SEIFERT geht der
Frage nach, ob die (traditionellen)
Männer Kriegsgewinnler sind.
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TAZ-Thema:
"Weihnachten - das Fest der Familie".
Versuchen
Sie, an Weihnachten der Familie zu entfliehen!
Sie werden sehen: Es geht nicht, egal wie gut
oder schlecht Ihre Erinnerungen sind. Denn
Weihnachten ist ein Programm, ein inneres. Man
kann nur versuchen, jedes Jahr ein bisschen an
der Software herumzubasteln
- DRIBBUSCH,
Barbara (2001): Weihnachten? Reine
Nervensache.
Weihnachten
für die Familie: Sorgsam und sensibel
gestalten die Eltern das Fest für die
Kinder. Man hat ja seine Erfahrungen,
in: TAZ v. 24.12.
- Kommentar:
DRIBBUSCH
stellt den
"Kinderbesitzern" drei
Typen von Kinderlosen gegenüber:
"Da
gibt es die
Bulthauptküchenfraktion, gut
verdienende Paare, die zum
viergängigen Dinner ins designte
Dachgeschoss einladen, dann die
Fernreisenflüchtlinge (...) und
schließlich die Singles, die zu
den alten Eltern nach Hause
fahren."
Mehr
hat die betagte Familien-TAZ
nicht anzubieten...
- MERKER, Miriam
(2001): Weihnachten? Reine Nervensache.
Weihnachten gegen
die Familie: Nichts wie weg von den
Eltern an den Festtagen! Man hat ja seine
Erfahrungen. Bloß: wohnin?,
in: TAZ v. 24.12.
- Kommentar:
Auch bei
MERKER sieht Weihnachten wenig
tröstlich aus. MERKER wohnt zwar
"alternativ" in der
"Wohngemeinschaft",
statt mit dem Partner zusammen zu
leben, aber ansonsten ist vom
"alternativ" nichts
mehr übrig, es bleiben die
üblichen Paarsorgen. Die Gattung
"Single" ist bei der
Generation TAZ ausgestorben...
- DRIBBUSCH,
Barbara (2001): Tipps für
Weihnachtsmuffel.
Sie
schaffen die Feiertage - mit unserer
Hilfe,
in: TAZ v. 24.12.
- KUHLBRODT,
Detlef (2001): Schweigen mit Nihil
Baxter.
Nach
Hause fahren zum Fest der Liebe,
in: TAZ v. 24.12.
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- METZGER, Daniel
(2001): Das Wohnbüro.
Digitalisierung und
Elektronisierung von Büro wie Wohnung schreiten
unaufhaltsam voran - und verwischen Grenzen
zwischen Arbeit und Freizeit,
in: SonntagsZeitung v.
23.12.
- Inhalt:
Der Soziologe Hans
GESER von der Universität Zürich stellt
zwischen der Haushaltstechnisierung und
der Individualisierung einen Zusammenhang
her:
"«Die
technischen Mittel erlauben es jeder
Person, sich zu jedem gewünschten
Zeitpunkt in eine eigene Welt
zurückzuziehen - auch innerhalb der
eigenen Famile.» Ein Trend, der sich in
den kommenden Jahren verstärken werde.
Doch nicht die Technik ist laut Geser
schuld, dass dies geschehe, im Gegenteil:
«Die neuen Technologien sind deshalb so
erfolgreich, weil sie einem bereits
bestehenden Bedürfnis
entsprechen.»"
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- HENKEL,
Regina-C. & Nike WEISS (2001): "Das
tradtionelle Rollenbild aufbrechen".
Bundesministerin
Christine Bergmann über Karriere-Väter,
Teilzeit-Mütter und den Standortfaktor Familie
in: Tagesspiegel v. 23.12.
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- ALBERS,
Markus & Ulf POSCHARDT (2001): Die normale
Frau von morgen.
Rebellische
Pose, aber eigentlich ziemlich brav: Mit diesem
Rezept wurde die amerikanische Sängerin Gwen
Stefanie zur neuen Königin der Popmusik,
in: Welt am Sonntag v.
23.12.
- Kommentar:
Wie der Popadel für die
Bevölkerungspolitik dienstbar gemacht
werden soll, davon zeugt der Artikel von
ALBERS und POSCHARDT:
"Wer,
wenn nicht Popstars, sollte dafür
sorgen, dass ein Ruck durch unsere jungen
Leute geht, wie das der ehemalige
Bundespräsident Herzog so richtig
forderte."
Heiraten
und Familiengründen, das ist das
bevölkerungspolitische Programm der
bürgerlichen Popmusik für die Generation
Golf.
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- DÜFFEL,
John von (2001): DIE Jahreszeiten des Körpers.
Wie
vertragen sich Adventsstimmung und
Ego-Gesellschaft? Der Bestsellerautor John von
Düffel schrieb für die Welt am Sonntag eine
Weihnachtsgeschichte zwischen Spekulatiusduft und
Fitness-Studio,
in: Welt am Sonntag v.
23.12.
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- WEIGUNY, Bettina
(2001): Wenn der Schnuller die Wahrheit verrät.
Vaterschaft mit Brief und
Siegel: Biotech-Unternehmen entdecken jeden
Seitensprung,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 23.12.
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- MERKEL,
Andreas (2001): "Hallo, Mama".
Immer
wieder wurde Andreas Merkel gefragt, warum er
denn nicht auch so erfolgreiche Bücher schreibe
wie Florian Illies. Um dem Phänomen auf den
Grund zu gehen, greift unser Autor zu einem
ungewöhnlichen Mittel: Er interviewt seine
Mutter,
in: TAZ v. 22.12.
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- KALS, Ursula (2001):
Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam.
Das Leben in
Ordensgemeinschaften erfordert starke
Persönlichkeiten. Suche nach Kontemplation,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 22.12.
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- DATH, Dietmar (2001):
Ist denn gar nichts mehr heilig?
Im Schlafzimmer der
Verdinglichung: Die Liebe der Zukunft wird eine
Liebe zu Puppen sein,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 22.12.
- Kommentar:
Der Kulturpessimist
Dietmar DATH ist den Absonderlichkeiten
der "Single-Gesellschaft"
nachgegangen. Seine Gewährsmänner sind Michel
HOUELLEBECQ und Bret Easton
ELLIS. Im Mittelpunkt
stehen deshalb die "emotional
geschädigten, kontaktgehemmten
mittelständischen Sexual-Autisten
unserer Großstädte", die
Partnervermittlungen wie
"Coincidence Design"
beauftragen oder in
"Hausgemeinschaften mit Real
Dolls" leben.
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- BERG, Sibylle (2001):
Erbmasse.
Sibylle Berg macht sich
Gedanken über das Altern,
in: Frankfurter Rundschau
v. 22.12.
- Inhalt:
Eine traurige
Geschichte von Sibylle
BERG über eine alte
Dame, die sich nicht mit ihrem
Heim-Dasein abfinden kann:
"Sie
hatte (...) gedacht, sie wäre bestimmt
nicht allein im Alter, es würde schon
noch eine große Liebe kommen, eine
Familie, oder zumindest zöge sie mit
vielen Freunde in ein prima Haus am Meer.
Die Freunde waren tot (...). Die große
Liebe war nie gekommen. Über Nacht
hatten alle Männer ihres Alters junge
Stewardessen als Freundin und (...) dann
war sie irgendwann immer hingefallen,
konnte nicht mehr arbeiten und nun stand
sie hier, am Fenster in diesem
Heim."
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- MAUERSBERG, Barbara
& Katharina SPERBER (2001): "Deutschland
braucht Vorbilder".
Der
Kaiser-Ur-Ur-Enkel Philip Prinz von Preußen
über eine neue Monarchie, preußische Tugenden
bei der Kindererziehung und seinen Draht zu Gott,
in: Frankfurter Rundschau v. 22.12.
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- HECHT, Martin (2001):
Verblasster Mythos: Die Stille
in: Süddeutsche Zeitung v. 21.12.
- Kommentar:
Der "Heimatdichter"
HECHT findet seine neue
Heimat - die Stille - im Mittelalter,
denn dort war die Welt noch in Ordnung:
sprich - es gab noch keine
Autoritätskrise:
"Das
Getöse verrät eine Autoritätskrise.
Mit der neuzeitlichen Legitimationskrise
des mittelalterlichen Glaubenssystems
zerbricht die Autorität Stück für
Stück, mit ihr das Schweigegebot vor
Gott."
Das
Mittelalter hat Hochkonjunktur! Auch Gaby
SCHWEIZER widmet sich in der SonntagsZeitung
vom 23.12.2001 dieser
Zeit, die der englische Historiker
Nicholas ORME rehabilitieren möchte. Das
Leben der Knaben und Mädchen soll nicht
wesentlich anders gewesen sein als
heutzutage.
Nur:
"Überlieferte Elternliebe und
Kinderreime ändern nichts daran, dass
rund die Hälfte der Kinder das zehnte
Altersjahr nicht erreichte und bloss eine
Minderheit der Knaben zur Schule
ging."
Die
Mehrzahl der Menschen im
mittelalterlichen Europa war mit dem
Überleben beschäftigt und hatte deshalb
kaum die Muse zur Stille...
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- GERBERT,
Frank (2001): Keine Lust auf nirgendwo.
Die
Deutschen werden zu Job-Nomaden mit wechselnden
Wohnsitzen - und pfeifen auf Heimat. Die These
klingt einleuchtend, ist aber falsch
in: Focus Nr.52 v. 21.12.
- Kommentar:
GERBERT stellt einen
falschen Gegensatz zwischen Heimat und
Ortswechseln her, um zu beweisen, dass
Heimat Konjunktur hat in Deutschland.
Während
der empirische Begriff
"Ortswechsel" eine objektive
Kategorie ist, wird mit Heimat ein
subjektives Gefühl angesprochen. Wäre
GERBERT konsequent, dann müsste er
zwischen erzwungenen und gewünschten
Ortswechseln sowie erzwungener und
erwünschter Immobilität unterscheiden.
Stattdessen unterliegt dem Text der
undifferenzierte Mobilitätsbegriff der
Individualisierungsthese von Ulrich BECK.
Unberücksichtigt
bleiben desweiteren die Rahmenbedingungen
von hoher Arbeitslosigkeit versus
Vollbeschäftigung, die Einfluss auf die
Wahrnehmung von Mobilität haben.
Unerwähnt
bleibt auch die Tatsache, dass moderne
Verkehrsmittel in zunehmendem Masse
Multilokalität ermöglichen und somit
die Entscheidung Umzug oder Zweitwohnsitz
eine historische Veränderung erfahren
haben.
Erwähnt
wird stattdessen der
"Heimatdichter" Martin
HECHT, während der
Bezugstext des Artikels nicht genannt
wird: das vor kurzem erschienene Buch
"Jobnomaden" von Gundula
ENGLISCH.
Wenn zwei Stereotypen aufeinanderprallen,
dann entsteht kein Bild von der
Wirklichkeit, sondern eine Scheindebatte.
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- LORD,
Claudia (2001): Yo-Yo, das interaktive Rendezvous
via Fernbedienung.
Britischer
Sender eröffnet ersten TV-Flirt-Kanal
in: Welt v. 20.12.
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- HILLENKAMP, Sven
(2001): Ein Prophet sucht nach Worten,
in: Die ZEIT Nr.52 v. 20.12.
- Kommentar:
Ein Loblied auf den Soziologen
Ulrich BECK. Der
Kosmopolit aus der 68er-Generation durfte
seine Individualisierungsthese vor der
russischen Duma vortragen.
HILLENKAMP
hält BECK für jemanden, der die Chancen
der Individualisierung hervorhebt. Das
scheint eher ein typisches
Missverständnis zu sein. Die
Individualisierungsthese ist so dehnbar,
dass sie jedem Zeitgeist gerecht wird,
denn nach BECK kann immer auch das
Gegenteil wahr sein. Je nach Situation
lassen sich die Nachteile oder die
Vorteile der Individualisierung betonen.
Die These ist also genauso flexibel wie
die Gesellschaft, für die sie gedacht
ist!
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- HILLENKAMP,
Sven (2001): Ein Prophet sucht nach Worten,
in:
Die ZEIT Nr.52 v. 20.12.
- Inhalt:
HILLENKAMP
porträtiert den Soziologen
Ulrich BECK
anlässlich seiner Rede vor dem
russischen Parlament.
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- SPIEWAK,
Martin (2001): Leiden an der guten Hoffnung.
Die
Zahl der künstlichen Befruchtungen steigt
rapide. Doch die psychische Belastung ist für
viele Paare schwer zu ertragen,
in: Die ZEIT Nr.52 v. 20.12.
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- DPA (2001): Werte
werden wichtiger als Waren.
Forscher prognostizieren
für 2002 neuen Zeitgeist,
in: Mannheimer Morgen v.
20.12.
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- GALA
(2001): Die 50 begehrtesten Singles.
Sie
sind prominent, schön - oder wenigstens reich.
Und sie sind so allein... GALA präsentiert die
besten Partien. Und verrät, wo man sie trifft.
Flirt-Tipps inklusive,
in: Gala Nr.52 v. 19.12.
- Kommentar:
Das People-Magazin
GALA möchte auch an Singles verdienen...
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- SG (2001):
"Freiwilligenarbeit soll auch jenen dienen,
die sie leisten.
Vom Nutzen des
Sozialzeitausweises bei der Stellensuche,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 19.12.
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- HANFELD, Michael
(2001): Being Mr. Big.
Frauenphantasien? "Sex
and the City" ist ein Film für Männer!,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 19.12.
- Kommentar:
Was ist das Gute an "Sex
and the City"?
Alle
können damit zufrieden sein, selbst
Machos! Denn jeder kann aus der Serie das
herausziehen, was seinem Ego das nötige
Selbstwertgefühl verleiht.
HANFELD tut
das stellvertretend für alle Machos, die
den Slogan "Auslaufmodell Mann"
fälschlicherweise auf sich und nicht auf
den Neuen Mann beziehen.
Dieses
Weichei, das früher "Softie"
und heute "Neuer Mann" genannt
wird, ist mittlerweile von zwei Seiten
unter Beschuss geraten.
Zum einen
wird der Softie von Postfeministinnen
verspottet, die einen Mann nur zum
Kinderkriegen und als Ernährer
benötigen.
Andererseits
ist er die Zielscheibe von
Möchtegern-Machos, die sich vor Frauen
ängstigen und deshalb starke Sprüche
wie "Softies haben gute Gespräche
und Machos derweilen Sex" als
Identitätskrücke benötigen.
HANFELD hat
deshalb "Sex and the City" für
diese "armen Machos" unter die
Lupe genommen. Nach dieser Sichtweise,
sehnen sich die weiblichen Akteure nach
nichts anderem als dem starken Mann. Mr.
Right heisst deshalb folgerichtig Mr.
Big.
Psychoanalytikerinnen
wie Maja STORCH schreiben darüber sogar
Bücher wie "Die Sehnsucht der
starken Frau nach dem starken Mann".
Solche
Machos interessiert an SatC - neben den
flotten Dialogen - nur die Frage, ob
Carrie ihren Mr. Big wiedersieht, denn
beide sind wie geschaffen füreinander.
Die Hoffnung auf eine dauerhafte
Paarbeziehung, die Konsequenzen hat,
macht die Serie für diese Männer
erträglich.
HANFELD
klammert sich deshalb an den Satz von
Chris NOTH, der Mr. Big spielt und im
richtigen Leben 46 Jahre geworden ist -
ohne jemals geheiratet zu haben:
"Wir können nicht ewig damit
weitermachen, ins und aus dem Bett zu
hüpfen, ohne Konsequenzen".
Was es mit
den Konsequenzen auf sich hat, das zeigt
das Foto zum Artikel: Chris NOTH mit
einem Baby auf dem Arm! HANFELD hofft auf
das Wunder vom 11. September und darauf,
dass dadurch alles anders wird - auch bei
SatC. Aber SatC wäre dann nicht mehr
SatC, sondern Buddenbrocks für die
Generation Biedermeier.
Noch ein
Nachtrag zu den Softies. Wenn die
Biologen Steven W. GANGESTADT und Randy
THORNHILL mit ihrer These Recht hätten,
dass sich die Vorlieben von Frauen je
nach fruchtbaren bzw. unfruchtbaren Tagen
ändern, dann wären
Softies die
geborenen Swinging Singles,
denn Frauen
interessieren sich nur an den
unfruchtbaren Tagen für Softies. Sex
ohne Folgen und das ohne auf Verhütung
achten zu müssen. Ein Jungmännertraum
würde endlich wahr! Aber verlassen
sollte man sich darauf besser nicht, denn
Theorien stellen sich des öfteren im
Nachhinein als falsch heraus und bisher
hat noch niemand einen Forscher
erfolgreich auf Unterhalt verklagt.
(siehe Heidi NIEMANN in der Frankfurter
Rundschau vom 17.12.2001 "Mal
ist der sanfte Versorger, mal der Macho
mit starken Genen gefragt")
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- DPA (2001): Einsame
Singles unterm Weihnachtsbaum sind Irrglaube.
Laut Uni Mainz wird an
Wochenenden Alleinsein schlimmer empfunden,
in: Mannheimer Morgen v.
19.12.
- DPA (2001):
Alleinlebende sind am Wochenende einsamer als zu
Weihnachten,
in: Dolomiten v. 19.12.
- Kommentar:
Singles meint hier
alleinwohnende Partnerlose und diese
haben nach Stefan
HRADIL die Wahl zwischen
der Weihnachtsfeier mit den Eltern oder
teuren Veranstaltungen speziell für
jene, die davor genauso viel Horror haben
wie vor einem Wochenende allein zu Hause.
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- KOHSE, Petra
(2001): Die Alpha-Frau.
Nach 25 Emma-Jahren
begibt sich Alice Schwarzer unter
Zigarrenraucher und gründet vorerst
keine Partei,
in: Frankfurter
Rundschau v. 19.12.
- Inhalt:
Petra KOHSE
liefert einen bissigen Bericht
über die Pressekonferenz von und
mit Alice SCHWARZER, die ihr
"gusseisernes Lächeln"
lächelte.
Mit
"Ulbricht-Rhetorik" und
"Jubelumfrage" wird der
Stil von SCHWARZER
gekennzeichnet, der bei KOHSE auf
Ablehnung stösst, auch wenn sie
die Verkörperung des Feminismus
für fachlich kompetent hält.
Sie kann sich z.B. mit Floskeln
wie dem "'wortlosen
Gebärstreik' der akademisch
gebildeten
Mittdreißigerinnen"
identifizieren und hält den
Anspruch junger Frauen auf
Vereinbarkeit von Beruf und
Elternschaft für unrealistisch.
Das
Unzeitgemässe der Grande Dame
des Feminismus bringt der letzte
Absatz von KOHSEs Bericht auf den
Punkt:
"Als
nach einer kurzen Fragerunde in
der Paris Bar das Buffet
eröffnet wurde, ergab es sich,
dass direkt über dem
Tellerstapel die Zeichnung eines
erigierten Schwanzes prangte.
Alice Schwarzer hat das nicht
bemerkt. Sie gab
Einzelinterviews. Zum Essen hatte
sie keine Zeit."
- STELZER,
Tanja (2001): Jetzt mach' mal einen
Punkt.
Nach
25 Jahren trifft Alice Schwarzers
Zeitschrift "Emma" noch immer
den Zeitgeist, aber nicht mehr den Ton,
in: Tagesspiegel v.
19.12.
- BINDER,
Elisabeth (2001): Der neue Glamour,
in:
Tagesspiegel v. 19.12.
- BINDER,
Elisabeth (2001): Hinter den Linden.
Alice
im Kanzleramt,
in: Tagesspiegel v.
18.12.
- HEY (2001):
Falsche Frauen.
Wie "Emma"
ihr Jubiläum feiert,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 18.12.
- KOK,
Elmar (2001): Jeder Fünfte würde
"Emma" wählen.
Zum
25. Geburtstag von "Emma"
präsentiert Alice Schwarzer eine
schmeichelhafte Studie über sich und
ihre Zeitschrift
in: TAZ v. 18.12.
- KLEIN,
Nina (2001): Männer machen Kriege -
Alice Schwarzer for President.
Das
Monatsmagazin "Emma" feiert
seinen 25. Geburtstag,
in: Welt v. 18.12.
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- HERRMANN,
Ulrike (2001): Scheiß auf die Typen.
Schon
400 Jahre vor "Sex and the City" wusste
Moderata Fonte, dass Männer einfach
niederträchtig sind - und das mit zwei
Ausrufezeichen
in: TAZ v. 18.12.
- Kommentar:
HERRMANN stellt das Buch
"Das Verdienst der Frauen" von Moderata
FONTE vor.
Das Buch
wurde bereits 1592 publiziert und spielt
im "Manhattan der Renaissance":
Venedig.
HERRMANN
sieht die Fernsehserie "Sex
and the City" in der
Tradition des Frauengesprächs, das als
literarische Gattung bereits vor über
400 Jahren von Moderata FONTE erfunden
worden ist. Allerdings sind die damalige
Verhältnisse kaum mit denen von heute zu
vergleichen:
"Ledige
Frauen werden nicht toleriert und als
»Bräute Christi« mit Jesus
zwangsvereint. 1581 lebten über die
Hälfte der Patrizierinnen in den fast
fünfzig venezianischen Klöstern, 1642
waren es sogar über 80 Prozent. Denn
ihre männlichen Verwandten hatten nicht
die Neigung oder nicht die Mittel, die
hohen Mitgiften aufzubringen. Da kam die
»Nonnenhölle« billiger, falls man sich
nicht entschloss, die unverheiratete
Schwester im eigenen Haushalt
auszubeuten".
Anerkannt
ist das Alleinsein auch heute noch nicht
- selbst in Manhattan. "Alleinsein
ist wie Aussatz", formuliert das
drastisch HERRMANN, aber die finanzielle
Abhängigigkeit ist für viele Singles
heute weggefallen.
Während
heutzutage auch Single-Frauen die Muse
zum "Frauengespräch" haben,
war dies zu Zeiten der Renaissance das
Privileg der reichen Ehefrauen oder
reichen Witwen. Eine solche reiche Witwe
ist auch die Hauptperson des Buches
"Das Verdienst der Frauen". Es
handelt von sieben
"Gentildonne", die sich
regelmässig in einem venezianischen
Palastgarten treffen, um - modern
gesprochen - über die Männerwelt
herzuziehen.
Obwohl
diese Frauen "den männlichen
Machtmissbrauch kritisieren und das Recht
auf Bildung und Selbstbestimmung
einfordern - ihre Rolle als Hausfrau und
Mutter hinterfragen sie nicht",
moniert HERRMANN.
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- ELFENBEIN,
Stefan (2001): Wenn die Wimpern klimpern.
Eine
Bustour in New York führt "Sex and
the City"-Fans an die
Original-Schauplätze der Serie,
in: Berliner
Zeitung v. 18.12.
- KAHLWEIT,
Cathrin (2001): Wo ist Mr. Big?
Die amerikanische
Erfolgsserie "Sex and the City"
findet auch in Deutschland weibliche
Fans, die dreckig über Männer reden,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 18.12.
- ALANYALI,
Iris (2001): Wie wär's mit dir, mir und
deiner Freundin?
Zum
Ende der ersten Staffel: Warum "Sex
and the city" besser ist als andere
Comedy-Serien und erfolgreicher,
in: Welt v. 18.12.
- Inhalt:
ALANYALI
("»Sex and the City« ist
das postfeministische
»Frühstück bei
Tiffany«") ist mit der
Quote der ersten Staffel
zufrieden ist:
"Die
absolute Freiheit bei
gleichzeitiger Sehnsucht nach
fester Bindung macht auch den
Erfolg der SaC-Frauen aus - wer
Single ist, sieht viel mehr fern.
Bis zu drei Millionen schalteten
wöchentlich die zwei Folgen auf
Pro 7 ein."
Für
KAHLWEIT (»Sex and the City«
"spart das Durchblättern
von Cosmopolitain, Brigitte und
Vogue") ist dagegen die
Quote im Vergleich mit den USA
unbefriedigend: "In den USA
ist sie neben Ally McBeal nach
wie vor der absolute Renner bei
Party-Gesprächen. In Deutschland
steigt die Quote nur langsam an;
zuletzt lag sie bei 15
Prozent."
KAHLWEIT
sucht deshalb zum einen nach
kulturellen Unterschieden und zum
anderen nach innerdeutschen
Ursachen, die dies erklären.
Sie hat eine nicht
repräsentative Umfrage im
privaten Umfeld gestartet, um dem
typischen SatC-Fan auf die Spur
zu kommen. Ihr Ergebnis sind 4
Fangruppen:
"junge
Mädchen, die gern zuschauen, wie
erfahrene Frauen es machen.
Männer, die auf schnelle Dialoge
und schöne Beine stehen. Frauen
jenseits der 30, die den Mann
fürs Leben gefunden haben und
mit einer gewissen Abgeklärtheit
daran erinnert werden wollen, wie
es einst war. Und Frauen um die
30, die das Wort Torschlusspanik
für eine Erfindung von
Gynäkologen und
Hochzeitsausstattern halten, die
auf Afterworkpartys tanzen,
Sonntage im Fitness-Club
verbringen und gern auch mal
einen Abend vor der Glotze
verbringen."
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- HOFF, Hans (2001):
Alice im Frauenland.
"Emma" wird 25
Jahre alt und sucht jetzt den Humor,
in: Süddeutsche Zeitung v.
17.12.
- Kommentar:
HOFF berichtet über
das Jubliläum von "Emma",
einer Zeitschrift von und mit Alice
SCHWARZER, die
"manche eingestelllt wähnten, die
aber noch so um die 55000 Exemplare
verkauft und dabei auf 30000
Abonnentinnen und 1437 Frauen in 92
Emma-Clubs vertrauen kann. All diese
Frauen bekommen inzwischen ein
erwachsenes Blatt mit mehrheitlich
ordentlichen Beiträgen, passablen
Porträts und vielen Übernahmen aus
Qualitätszeitungen."
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- NIEMANN, Heidi (2001):
Mal ist der sanfte Versorger, mal der Macho mit
starken Genen gefragt.
Tagung:
Das Paarungsverhalten des Menschen wird immer
noch von Reflexen aus der Evolutionsgeschichte
bestimmt
in: Frankfurter Rundschau
v. 17.12.
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- SCHMELZ,
Gabriele (2001): Ach, wie viel die Liebe kostet.
Von
der Moral zum Marktgesetz: Dieter Wellershoff
skizziert eine Geschichte des Eros in der
Literatur
in: Tagesspiegel v. 16.12.
- Inhalt:
SCHMELZ stellt das Buch
"Der verstörte Eros. Zur Literatur
des Begehrens" von Dieter
WELLERSHOFF vor.
Der Bogen
der Literatur des Begehrens reicht von
GOETHE bis zu HOUELLEBECQ:
"Wenn
Houellebecq die Befreiung der Sexualität
als einen Absturz in darwinistische
Barbarei beschreibt, so ist das heute ein
Tabubruch, eine Umwertung der modernen
emanzipatorischen Werte: Das Glücks- und
Erfolgsprogramm der herrschenden Kultur
hat sich gegen die traditionelle
bürgerliche Verzichtsmoral des
19.Jahrhunderts durchgesetzt. In
Houellebecqs Gedanken kehren alte Ängste
vor der zerstörerischen Macht der
Sexualität zurück."
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01.-15. Dezember
2001
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©
2000-2002
Bernd Kittlaus |
[email protected] |
Stand:
08. April 2002 |
|
Zugriffe
seit
dem 14.Juni 2000 |
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