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News vom 10. - 31. Dezember 2008

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Salonfeminismus à la Gøsta Esping-Andersen

"Was bei dem verbreiteten öffentlichen Wohlbehagen über die überfällige Modernisierung eines spätpatriarchalen Sozialstaatsarrangements (...) verdrängt wird, ist die (...) Tatsache, dass der sozialwissenschaftliche Salonfeminismus Esping-Andersens durch und durch produktivistisch motiviert ist. Frauen interessieren den akademischen Vordenker - und zumal dessen politischen Nacharbeiter - nicht eigentlich als der unterprivilegierte Part des modernen Geschlechterverhältnisses, sondern der ökonomischen und sozialen Erträge ihrer potenziellen Erwerbsarbeit wegen. Diese Erwerbsarbeit aber wird (...) in der Regel unter wenig attraktiven Bedingungen stattfinden müssen. Die postindustrielle Beschäftigungsstrategie des »neuen« Wohlfahrtsstaats beruht ja ganz wesentlich auf dem Ausbau eines privaten Dienstleistungssektors, der den Haushaltsführungs- und Kinderversorgungsbedarf erwerbstätiger Eltern befriedigt. Man muss weder bösartig noch Prophet sein, um davon auszugehen, dass diese neuen Dienstleistungen ganz überwiegend von den Frauen selbst erbracht, ganz überwiegend schlecht entlohnt und (...) auch ganz überwiegend zur Endstation weiblicher Erwerbskarrieren werden dürften."
(aus: Stephan Lessenich "Die Neuerfindung des Sozialen" 2008, S.105)

 
 
 
 
  • JANZ, Nicole (2008): Entscheidung aus tiefer Not heraus.
    Bundestagsdebatte über Spätabtreibungen: Abgeordnete plädieren dafür, dass schwangere Frauen vor der Abtreibung eines behinderten Kindes nach der 12. Woche besser beraten werden. CSU-Familienexperte ist gegen "Automatismus" des Abbruchs,
    in:
    TAZ v. 19.12.
  • WORATSCHKA, Rainer (2008): Mehr Hilfe im Konfliktfall.
    Die Parteien vermeiden in der Bundestagsdebatte über Spätabtreibung Schaukämpfe – aber Streit bleibt,
    in:
    Tagesspiegel v. 19.12.
 
taz-Report: Alptraum Spätabtreibung
  • OESTREICH, Heide (2008): Und dann war Lea weg.
    Spätabtreibung - eine unmögliche Entscheidung,
    in:
    TAZ v. 18.12.
  • SCHUBRING, Lotte (2008): Die Angst bleibt.
    Spätabtreibung: Bei Behinderung eines Kindes ist ein Abbruch rechtlich bis kurz vor der Geburt möglich. Betroffene stürzt das in schwerste Gewissenskonflikte. Protokoll einer Entscheidung,
    in:
    Rheinischer Merkur Nr.51 v. 18.12.
  • BRUNS, Tissy (2008): Hilfe in der Not.
    Eine Welt bricht zusammen, wenn einer schwangeren Frau eröffnet wird, dass ihr Wunschkind nicht gesund ist. Ob man ihr in dieser Situation besser helfen kann als bisher, darum geht es bei der Debatte um die Spätabtreibung. Es muss hinzugefügt werden: Nur darum darf es gehen, wenn der Bundestag heute in erster Lesung darüber berät,
    in:
    Tagesspiegel v. 18.12.
  • TOLMEIN, Oliver (2008): Was rät der Arzt?
    Der Bundestag debattiert über Spätabtreibungen,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
    v. 18.12.
  • ALEXANDER, Robin (2008): "Die Tötung menschlichen Lebens kann nicht richtig sein".
    Heute berät der Bundestag die Neuregelung von Spätabtreibungen. Unions-Fraktionschef Volker Kauder über eine Gewissensfrage,
    in:
    Welt v. 18.12.
 
  • GASEROW, Vera (2008): Hartz-IV-Familien.
    Kindergeld aufgestockt,
    in: Frankfurter
    Rundschau v. 18.12.
 
  • OPASCHOWSKI, Horst W. (2008): Fest der heiligen Familie.
    Partnerschaft, Kinder, das eigene Nest – die neue Glaubensgemeinschaft der Deutschen. Sie rückt an die Stelle der Kirchen. Trotzdem ist die Ressource Religion gefragt wie lange nicht mehr,
    in:
    Rheinischer Merkur Nr.51 v. 18.12.
 
  • BIRNBAUM, Robert & Moritz DÖBLER (2008): Welche Folgen hat die Krise für künftige Generationen?
    Deutschland droht eine neue Rekordverschuldung. Wie gefährlich ist das für kommende Generationen?
    in:
    Tagesspiegel v. 18.12.
 
  • HASEL, Verena Friederike (2008): Solo für drei.
    Vater, Mutter, Kind: So hatte sie sich ihre Zukunft immer vorgestellt. Es kam anders. Izabela Granz ist alleinerziehende Mutter einer Tochter und eines Sohns. Und lernt leben außerhalb der Familiennorm. Eine Herausforderung – gerade vor Weihnachten,
    in:
    Tagesspiegel v. 18.12.
 
  • DÜCKERS, Tanja (2008): Aufstand der Angepassten.
    Krawall in Griechenland: Tanja Dückers über eine Jugend, die zwischen Straßenschlachten und brennenden Autos die Realität entdeckt,
    in:
    Tagesspiegel v. 18.12.
 
  • MISIK, Robert (2008): Krieg in der Stadt,
    in:
    Falter v. 17.12.
    • Inge Kloepfer - Aufstand der Unterschicht
 
 
  • NEWMARK, Catherine (2008): Sex in the Cities,
    in:
    DeutschlandRadio v. 16.12.
    • Martina Löw - Soziologie der Städte
 
  • KALTENBRUNNER, Robert (2008): Stadtentwicklung.
    Hüben nicht wie drüben,
    in:
    Frankfurter Rundschau v. 16.12.
    • Inhalt:
      "
      Während Schrumpfung im Osten ganze Regionen erfasst hat, sind im Westen nur einzelne Städte, häufig nur Stadtteile betroffen", berichtet Robert KALTENBRUNNER.
 
  • BRETZ, Ulrike (2008): Wenn Aussehen alles ist.
    Wie hebt man sich durch seinen Lifestyle von anderen ab, wenn Leben mit Stil zum allgemeinen Trend wird? Am besten gar nicht, sagt Politologe Lars Distelhorst,
    in:
    sueddeutsche.de v. 16.12.
 
  • Marie-France Hirigoyen - Solotanz

    • LUTZ, Juliane "Zwischen den Geschlechtern herrscht vor allem Misstrauen".
      Singles sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Marie-France Hirigoyen, Psychoanalytikerin und Autorin des Buches «Solotanz – Anleitung zum Alleinsein», erklärt das Phänomen,
      in:
      Tages-Anzeiger Online v. 15.12.
 
BIB-Mitteilungen
  • SCHAREIN, Manfred (2008): Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Stimmrechte der einzelnen Bundesländer im Bundesrat. Eine Projektion,
    in:
    BIB-Mitteilung, Heft 3 v. 15.12.
  • SWIACZNY, Frank (2008): Kinderlosigkeit nach Ausbildungsniveau in den Niederlanden,
    in: BIB-Mitteilung, Heft 3 v. 15.12.
  • GÜCKEL, Bernhard (2008): Warum gibt es im Reich der aufgehenden Sonne immer weniger Kinder?
    Fertilität in Japan,
    in:
    BIB-Mitteilung, Heft 3 v. 15.12.
 
 
  • NAJJAR, Rana (2008): Gemeinsam einsam.
    Nahaufnahme: Alte Menschen werden in Frankfurt gut versorgt, ein familiäres Umfeld haben aber die wenigsten,
    in:
    Frankfurter Rundschau v. 15.12.
    • Inhalt:
      "
      In der Zeit zwischen 1. Dezember und 10. Januar erreichen die Selbstmordquoten unter den Heimbewohnern ihren Höhepunkt. Dem versuchen die Heime mit unterschiedlichen Aktivitäten entgegenzuwirken.
                   Im Libanon sind alte Menschen von ihren Kindern, Enkelkindern, Freunden, Nachbarn und Verwandten umgeben. Wenn die Deutschen den großen Vorteil dieser Strukturen erkennen würden, könnten sie auch dem Problem der Einsamkeit und des Selbstmordes besser begegnen", meint Rana NAJJAR.
 
  • POHLISCH, Oliver (2008): "Nie mehr Sushi".
    Der Materialismus der Isländer war dem Schriftsteller Hallgrímur Helgason schon lange suspekt: Über Luftschlösser, Bodyguards und Katerstimmung,
    in:
    TAZ v. 15.12.
    • Inhalt:
      Der Schriftsteller Hallgrimur HELGASON über "101 Reykjavik" und die Finanzkrise in Island:

                   "In Ihrem Roman »101 Reykjavík« würdigen Sie das exzessive Nachtleben von Islands Hauptstadt. Inwieweit würden Sie den Aufstieg des Hotspots Reykjavík mit dem Boom verbinden, den Island durchlebt hat?
                   Das Hotspot-Image kam zuerst auf, angeheizt durch Björks frühen Ruhm und Damon Albarns (Sänger von Blur) Interesse an Island. Das war in den frühen Neunzigerjahren. Der Boom begann erst nach der Jahrtausendwende. Man kann sagen, dass das »Hip and cool«-Image Islands, jenes, das die frühen Björk-Jahre geschaffen hatten, half, das Selbstbewusstsein der Business-Wikinger aufzubauen. Die Geschäftsleute haben ihren Nutzen aus der Coolness der Künstler gezogen.
                   Ist die Partylaune im Postzustellbezirk 101 Reykjavík getrübt?
                   Die Party ist vorbei. All die schicken Restaurants in 101 Reykjavík sind leer. Die Leute wagen es nicht mehr, ihre glänzend schwarzen Range Rovers durch die Gegend zu fahren. Plötzlich ist reich zu sein ein großes Tabu. Das Schlimmste am Kater ist für viele Leute, hören zu müssen, dass alle Welt nun über Island lacht."
 
  • UNICEF-Studie zur Kinderbetreuung in der Debatte

    • RASCHE, Uta (2008): Behutsame Betreuung.
      Kinder brauchen liebevolle, stabile und anregende Beziehungen - das ist das Fundament,
      in:
      Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.
 
  • WERDING, Martin (2008): Die Mittelschicht macht reich.
    Eine kräftige Mitte sorgt für Wachstum und Wohlstand. Deshalb darf sie nicht schlappmachen,
    in:
    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.
 
  • MAYER, Verena (2008): Irgendeiner geht immer ran.
    Manche Leute haben ein Handy, um zu telefonieren oder SMS zu schicken. Diese Leute sind garantiert nicht jung. Wenn man jung ist, ist das Handy nicht bloß ein Gerät,
    in:
    Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 14.12.
 
  • BOLLMANN, Ralph (2008): "Demokratie ist ein Wohlstandsprodukt".
    Die drohende Wirtschaftskrise wird Gesellschaften erschüttern, fürchtet der Kulturhistoriker Wolfgang Schivelbusch. Kluge Politiker sollten sie nutzen, um ein neues Gemeinschaftsgefühl zu befeuern - so wie einst US-Präsident Roosevelt,
    in:
    TAZ v. 13.12.
 
  • HUFFSCHMID, Anne (2008): Wir Ladenkinder.
    Selten war im 68er-Diskurskonzert von den Frauen zu hören, erst recht nicht von den Kindern. Unsere Autorin hat sich auf Spurensuche nach ihrem alten Kinderladen begeben,
    in:
    TAZ v. 13.12.
 
 
  • WEBER, Julian (2008): Brennende Luft.
    Unberechenbar: Lester Bangs' Musikkritiken, erstmals auf Deutsch erschienen, zelebrieren das Außenseitertum,
    in:
    TAZ v. 13.12.
    • Lester Bangs - Psychotische Reaktionen und heiße Luft
 
  • KALTENBRUNNER, Robert (2008): Wie wollen wir leben?
    Integration oder Segregation - die Probleme spitzen sich zu,
    in: Süddeutsche Zeitung
    v. 13.12.
    • Inhalt:
      "
      Segregation wird augenscheinlich nicht als Problem empfunden, wenn es sich um die Monokultur eines Szeneviertels oder etwa das Wohnquartier junger Familien handelt. Gebiete jedoch, in denen Zuwanderer in hoher Anzahl leben, werden als integrationshemmend gewertet. Dahinter steht, ausgesprochen oder nicht, die normative Annahme, dass soziale und ethnische Mischung auf städtischer und Quartiersebene gut sei, ein ethnisch homogener Stadtteil aber ein Problem darstelle", meint Robert KALTENBRUNNER.
 
DAS MAGAZIN-Titelgeschichte:
Wir Zwei. Die Geschichte einer grenzenlosen Liebe
  • GIMES, Miklós (2008): Eine Liebe.
    Es gibt keinen Grund, die Geschichte von Francesca und Arben zu erzählen – wir tun es trotzdem. Weil sie so schön ist,
    in:
    Das Magazin des Tages-Anzeiger v. 13.12.
 
  • SCHOETTLI, Urs (2008): Die Treue der Senioren.
    Schauplatz Japan: Ältere Leute wollen seriös informiert sein – die Presse profitiert vom demografischen Wandel,
    in: Neue Zürcher Zeitung
    v. 13.12.
 
  • UNICEF-Studie zur Kinderbetreuung in der Debatte

    • LEHMANN, Anna (2008): Dreijährige sind unterfördert.
      Deutschland fördert seine Kleinkinder nicht ausreichend, stellt die Unesco bei einem Ländervergleich zur Kinderbetreuung fest. Schweden dagegen macht alles richtig,
      in:
      TAZ v. 12.12.
    • MONATH, Hans (2008): Unicef: Deutschland bei Kinderbetreuung nur Mittelmaß.
      Kinder in Deutschland werden in den ersten Lebensjahren außerhalb ihres Elternhauses nicht ausreichend gefördert. Zu diesem Schluss kommt eine Unicef-Studie über Betreuung in Kindergärten und Kitas,
      in:
      Tagesspiegel v. 12.12.
    • GASEROW, Vera (2008): Unterschätzte Eltern,
      in:
      Frankfurter Rundschau v. 12.12.
    • SIEMS, Dorothea (2008): Deutschlands Kindergärten nur Mittelmaß.
      Unicef stellt internationales Kita-Ranking vor - Kritik an schlechter Bezahlung von Erzieherinnen,
      in: Welt v. 12.12.
    • TAFFERTSHOFER, Birgit (2008): Zu wenig Kita-Plätze für die Kleinsten.
      Deutschland bei der Kinderbetreuung auch nach der Einführung des Elterngeldes nur Mittelmaß,
      in: Süddeutsche Zeitung
      v. 12.12.
 
  • MARTENS, Michael (2008): Nepotismus als Lebensprinzip.
    Der griechischen Gesellschaft fehlt der Realitätssinn, sagt der Soziologe Michael Kelpanides. Die derzeitigen Unruhen im eigenen Land sieht er nicht als Aufstand einer benachteiligten Generation. Ein Gespräch,
    in: Frankfurter Allgemeine Zeitung
    v. 12.12.
 
 
 
 
  • STIEKELE, Annette (2008): Große Sprünge für die Liebe.
    Singles: Es gibt noch viele freie Plätze für Skireisen im Frühjahr. Und Chancen auf heiße Flirts zwischen Piste und Glühwein auf der Hütte,
    in:
    Hamburger Abendblatt v. 11.12.
 
 
  • USCHTRIN, Connie (2008): Sportschuhe kommen nicht in die Tüte.
    Im Gespräch: Die Armutsforscherin Irene Becker über Aufstocker, die Folgen von Hartz IV und Familien, bei denen das Geld hinten und vorne nicht reicht,
    in:
    Freitag Nr.50 v. 11.12.
 
  • BASTIAN, Till (2008): Weitergeben! Aber wie?
    Eine Generation wird besichtigt: Anmerkungen zu Heiko Ernsts "Anstifung zum generativen Leben",
    in:
    Freitag Nr.50 v. 11.12.
 
  • WEYAND, Björn (2008): Der Konsum der Ästhetik.
    Produktion der Faszination: Einst war der Begriff der "Warenästhetik" eine Kampfvokabel der Kulturkritik. Heute vergleichen Kulturwissenschaften Duschgeltuben mit Werken der Hochkultur,
    in:
    Freitag Nr.50 v. 11.12.
 
  • MÜLLER, Franziska K. (2008): Land der Schönheit.
    Von wegen Krise: Das Geschäft mit der Schönheit floriert. Fünf Protagonisten, die zu mehr Attraktivität verhelfen wollen, über die Vorliebe der Schweizer für Botox, modische Nasen, Intimrasuren und Haarverlängerungen,
    in:
    Weltwoche Nr.50 v. 11.12.
 
  • GRAF, Achim (2008): Kuschelpartys in Köln: Anfassen ja, Sex nein.
    Treffen bieten vielen Menschen körperliche Nähe - Studien belegen einen Trend zur Vereinsamung,
    in:
    Bonner General-Anzeiger v. 10.12.
 
   

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