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Medienrundschau:
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News vom 01.
- 15. Juli 2002
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Spruch
des Monats:
"Einer
meiner ersten bezahlten Jobs bestand in der
freien Mitarbeit als Szene-Reporterin in der
Frankfurter Prinz-Redaktion.
Auch dort wurden Lifestyle-Trends gemacht
beziehungsweise frei erfunden. Oder gab es sie
wirklich? Man konnte nie sicher sein, was zuerst
da war, der Trend oder die Idee des Trends."
(Katja Kullmann
in "Generation
Ally", 2002) |
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| Nesthocker in
Deutschland sind eine unbekannte Grösse. Sie
können dazu beitragen, dass sich das ändert! Angesehenes Frauenmagazin
sucht Männer und Frauen, die über 25 Jahre alt
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Eltern leben.
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| Der
STERN plant eine große Geschichte zum Thema
"Männer, die keine Kinder wollen". Dafür
sucht die Zeitschrift Männer, die sich zu diesem
Thema interviewen, bzw. auch fotografieren
lassen.
[ mehr
hier ]
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- SCHMIDT,
Renate (2002): Ein Herz für Kinder - und
Mütter.
Die
stellvertretende SPD-Vorsitzende antwortet
auf Konrad Adam,
in: Welt 15.07.
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- BÜSCHER,
Wolfgang (2002): Katherinas Welt.
Geburtsort:
Luckenwalde. Familienstand: ledig, ein
Kind. Beruf: Chemikerin und
CDU-Bundestagsabgeordnete. Ein Besuch bei
Katherina Reiche und ihrem geliebten,
ironischen Großvater,
in: Welt 15.07.
- FACIUS,
Gernot (2002): Ein Bekenntnis zur Ehe,
aber kein Angriff auf Stoiber.
Das
"Wort zur Wahl" der
Bischofskonferenz soll erst Ende August
erscheinen. Schon jetzt schießen
Spekulationen ins Kraut, und führende
Kirchenvertreter positionieren sich,
in: Welt 15.07.
- LEERSCH,
Hans-Jürgen (2002): Das "C"
wird nicht gestrichen.
Deutsche
Milieus,
in: Welt 15.07.
- Inhalt:
Inhalt mit
dem CSU-Generalsekretär Thomas
GOPPEL.
- HEINEN,
Guido (2002): Sich zum C bekennen.
Die
Union erweckt den fatalen Eindruck, als
laufe sie in der Familienpolitik
Rot-Grün hinterher. Das haben die
Bischöfe offen ausgesprochen,
in: Welt 15.07.
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- KOHLER, Georg
(2002): Ist Autorität unmöglich geworden?
Eine Aufforderung zum
Nachdenken über die Differenzierung von E- und
U-Kultur,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 15.07.
- Kommentar:
KOHLERs
Vorstellungen knüpfen nahtlos an die
Überlegungen von Paul
NOLTE (FAS vom 14.07.2002) zur
Rückkehr der Klassengesellschaft an.
KOHLER beschäftigt sich mit dem Aspekt
"Konsum von Kulturgütern":
"der
Affekt und Widerstand gegen die
Verachtung des massenhaft Erfolgreichen
ist heute so verbreitet, dass es nicht
länger nötig ist, diese
Geringschätzung zu kritisieren",
behauptet KOHLER und spricht stattdessen
lieber von der "Diktatur der
vielen".
Angesichts
der bildungsbürgerlichen Kanonbildung
ist eher vom Gegenteil auszugehen. Es
scheint auf alle Fälle Ewigkeiten her,
dass Joachim
LOTTMANN in "Deutsche Einheit" schrieb:
"Vielleicht
hatte sich meine und Andy Warhols
Botschaft durchgesetzt, alle sollten
schreiben dürfen? Wirklich alle! So daß
der Unterschied zwischen Schriftsteller
und Mensch wegfiel und so weiter. Man
mußte den kleinen, wackeren Krauchern
Mut machen, indem man als eingeborener
Schriftsteller, von Gott gesandt und
geliebt wie sein einziger Sohn,
leibhaftig vor die Leute trat und ganz,
ganz schlecht schrieb, als könnte man es
gar nicht besser. Es wäre die Erlösung
... wer wußte das besser als Joseph
Beuys."
Und
hinzufügen liesse sich: Punk ist
inzwischen entweder rückwärtsgewandt oder nur noch
Retro!
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- SCHWILK,
Heimo (2002): Katholische Bischöfe
drohen Stoiber mit Hirtenbrief.
Der
Streit um die Berufung von Katherina
Reiche ins Kompetenzteam des
Unions-Kanzlerkandidaten spitzt sich zu.
Die Bischofskonferenz will beraten.
Meinungsforscher erwartet Unions-Verluste
bei Stammwählern,
in: Welt am Sonntag v. 14.07.
- VOWINKEL,
Heike (2002): Was kann eine Frau alles
gleichzeitig?
Die
perfekte Mutter soll Familie und Karriere
problemlos miteinander vereinbaren, so
wie Stoibers Vorzeigefrau Katherina
Reiche. Doch in der Realität ist das
fast unmöglich,
in: Welt am Sonntag v. 14.07.
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- MÖNCH,
Regina (2002): Alleinerziehung - ein Vorurteil.
Kinder, die nur von einem
Elternteil erzogen werden, haben es schulisch
schwerer. Heißt es. Die Pisa-Studie, das
Handorakel neuester Pädagogik, hat dafür keine
Belege,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 14.07.
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- NOLTE,
Paul (2002): Wieviel Zumutung braucht der Mensch?
Plädoyer
für eine neue bürgerliche Gesellschaft, für
Reformfreude und Machbarkeitsskepsis, kurz für:
Schwarz-Grün,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 14.07.
- Kommentar:
Der Historiker Paul NOLTE formuliert
den Sozialabbau als Kernelement einer
neuen Klassengesellschaft, die ihm
vorschwebt. Dazu ist der "'Umbau'
von 'Denkweisen und
Sozialmentalitäten" notwendig, der
den "Abschied vom bequemen
Kollektivismus ebenso wie vom falsch
verstandenen Individualismus"
beinhaltet.
Sein
Gegenentwurf "läßt sich mit dem
Prinzip der Verantwortung beschreiben. Es
bedeutet Verantwortung für die eigenen
Lebensführung, die durch Reformen
gestärkt werden muß, im Arbeitsmarkt
oder in der Krankenversicherung ebenso
wie im Konsum von Lebensmitteln oder
Kulturgütern."
Den
Kernbereich sieht NOLTE im Prinzip der
Verantwortung für Dritte: "Familie
und die verantwortliche Kindererziehung,
ob mit oder ohne Trauschein".
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- BUCHSTEINER,
Jochen (2002): Alles, was zählt,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
14.07.
- Kommentar:
Seit auch bei der
altehrwürdigen Frankfurter Allgemeine
Entlassungen anstehen, ist
Arbeitslosigkeit plötzlich auch für die
Eliten ein Thema:
"Nun
hat die Wirtschaftskrise auch das
Nervenzentrum der Gesellschaft erreicht,
die etablierte Mittelschicht: Ehrwürdige
Unternehmen (...) entlassen (...)
Mitarbeiter (...).
Besonders hart trifft es die
Berufsanfänger, die - deutscher
Betriebsratslogik entsprechend - am
einfachsten zu kündigen sind. Viele von
ihnen gelten als solche, die 'alles
richtig gemacht' haben: studiert an
ausländischen Eliteschulen, fließend
bewandert in mehreren Fremdsprachen,
leistungsbereit und oft auch noch begabt.
Menschlich wiegt ihr Schicksal nicht
schwerer als das eines entlassenen
Bauarbeiters bei Holzmann oder eines
gekündigten Paketausträgers bei der
Deutschen Post. Politisch aber bedeutet
der Betrug an den nachwachsenden Eliten
eine neue Dimension.
Wenn denjenigen, die dafür erzogen
wurden, Verantwortung in diesem Land zu
übernehmen, die Perspektive geraubt
wird, ist mehr als der 'soziale Frieden'
in Gefahr. Dann droht das Fundament des
Gemeinwesens zu bröckeln: der Bestand an
gemeinsamen Werten, der sich über alle
Generationswechsel hinweg erhalten hat -
allen voran das Vertrauen in die
Qualität des politisch-wirtschaftlichen
Systems."
Früher
hieß es "geboren, um zu
führen". Im FAZ-Neusprech heisst es
nun unverfänglicher "dafür
erzogen, Verantwortung zu
übernehmen". Verantwortung
übernehmen, das hieß in den letzten
Jahren oftmals Beschäftigte
wegzurationalisieren. Wenn aus
Rationalisierern selber
Wegrationalisierte werden, das hat u.a.
Georg M. OSWALD in seinem Roman
"Alles was zählt", den
BUCHSTEINER zitiert, beschrieben.
Als die New
Economy noch ein Thema war, da nannte man
die gutgebildeten Berufsanfänger
Yuppies. Yuppies wurden
unter dem Sammelbegriff
"Single" bzw. "Yetties" als
flexibel und arbeitswillig beschrieben.
Heutzutage
gelten Singles nicht mehr als
"Helden der Arbeit", sondern
als arbeitsunwillig, weshalb die HARTZ-Kommission
Vorschläge macht, wie man diese
immobilen Singles zu mehr Mobilität
zwingt:
"Die
Zumutbarkeit muss auch in Abhängigkeit
vom Familienstatus des Arbeitslosen
durchgesetzt werden (jungen,
alleinstehenden Arbeitslosen kann mehr
zugemutet werden als
Familienvätern)."
Im Arbeitslosen-Forum darf darüber
debattiert werden!
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Thema
Rentenkrise in der Schweiz
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- MÜLLER,
Felix E. (2002): Eine Generation kämpft gegen
den materiellen Abstieg.
Die Aussichten für die
scheinbar verwöhnten 68er sind mässig,
in: Neue Zürcher am
Sonntag v. 14.07.
- Kommentar:
"Heute verfügt
die Generation der über 80- jährigen
Schweizerinnen und Schweizer
beispielsweise über mehr Vermögen als
die Altersklasse der 40 bis
49-jährigen", schreibt MÜLLER.
Damit bezieht sich MÜLLER datenmässig
jedoch nicht auf die 68er-Generation, sondern
auf die Single-Generation.
Dies steht
dann auch im Einklang mit den empirischen
Ergebnissen der Berliner
Altersforscher um Martin KOHLI.
Für die
Zukunft sieht MÜLLER einen
Generationenkonflikt heraufziehen:
"die
gegenwärtige Diskussion um die zweite
Säule verrät keinerlei Anzeichen eines
«Generationenkriegs». Einzig die SVP
spielt mit den ihr nahestehenden
Seniorenparteien, die mit dem Klischee
der vom Schicksal benachteiligten
Aktivdienstgeneration operieren, auf
diesem Klavier. Die 68er entfalten wohl
so lange kein kollektives
Protestpotenzial, wie sie eine Chance
sehen, wenigstens individuell den
Aufstieg zu besseren Verhältnissen zu
schaffen. Die neuste wirtschaftliche
Abkühlung, die unverhältnismässig
rasch der langen Stagnation des letzten
Jahrzehntes gefolgt ist, könnte
allerdings vielen endgültig die Augen
dafür öffnen, dass die materiellen
Zukunftserwartungen für den Rest ihres
Lebens ausgesprochen limitiert
sind."
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- SCHÄUBLE,
Wolfgang (2002): Wir-Gesellschaft statt Ich AG,
in:
Tagesspiegel v. 14.07.
- Kommentar:
Das Wort zum Sonntag verkündet heute
Wolfgang SCHÄUBLE:
"Unsere
Probleme begründen sich nicht zuerst in
einem Mangel an materiellen
Möglichkeiten. Keine Generation hat wohl
jemals über größere verfügt. Und
dennoch haben wir zum Beispiel weniger
Kinder und größere Schwierigkeiten, sie
zu erziehen. Und trotz hoher
Sozialausgaben, die die
Leistungsfähigkeit der öffentlichen
Haushalte wie der Steuer- und
Beitragszahler zunehmend erschöpfen,
nehmen Armut und Entwurzelung in Teilen
der Gesellschaft zu. Deshalb muss
menschlicher Egoismus eingebunden
bleiben, in Regeln und in Verantwortung.
Nur so kann aus Wohlstand auch soziale
Gerechtigkeit werden und persönliche
Zufriedenheit am Ende auch."
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- KAMANN,
Matthias (2002): Loveparade statt Ruck.
Trotz
Krise ignorieren die Deutschen die Unkenrufe der
Kulturkritik - und tun recht daran,
in: Welt v. 13.07.
- Kommentar:
KAMANN lobt die Spassgesellschaft, weil sie
eine Rückkehr zur Klassengesellschaft
ohne Klassenkämpfe garantiert:
"Deutschland
nimmt an einem beispiellosen und
großartigen Experiment teil. Versucht
wird, eine in kürzester Zeit
stattfindende Revolution - den Übergang
zur Informations- und Dienstleistungsgesellschaft im
globalen Maßstab - zu bewältigen, ohne
dass es zu extremen sozialen Verwerfungen
oder gar Klassenkämpfen kommt."
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- FACIUS,
Gernot (2002): Kritik an Reiche auch aus den
evangelischen Kirchen.
Union
weiche von langjährigen
"Grundpositionen" ab. Ebenso kritisiert
Justizministerin Däubler-Gmelin: "Zu wenig
christlich geprägt",
in: Welt v. 12.07.
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- ADAM, Konrad (2002): Kein
grünes Herz für kleine Kinder.
Wo
es die meisten Kinderkrippen gibt, fielen die
PISA-Ergebnisse auch am schlechtesten aus,
in: Welt v. 12.07.
- Kommentar:
Ein Lob der
Hausfrauenfamilie und eine
Absage an die Karrieremutter, die ganz
ohne den Namen Katherina REICHE auskommt.
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- KABISCH,
Jörn (2002): Ostberlin gibt es nicht mehr.
Verlust
der Eindeutlichkeit. In ihrem Buch "Denn wir
sind anders" mokiert sich Jana Simon leise
über die West-Generation Golf,
in: Freitag Nr.29 v. 12.07.
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- ADAM,
Konrad (2002): Was christlich ist,
bestimmen wir.
Die
CDU ist eine Volkspartei wie jede andere,
und weil das Volk, zumindest im Osten,
nicht mehr christlich ist, will es die
CDU dort auch nicht sein,
in: Welt v. 11.07.
- GIERTH,
Matthias (2002): Familienpolitik.
Auf das Leitbild
kommt es an,
in: Rheinischer
Merkur Nr.28 v. 11.07.
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- MÜLLER,
Thomas & Albert STECK (2002): Übersicht
verloren.
Die
tiefere Rentenverzinsung bringt Bundesrat und
Versicherungen in Bedrängnis. Der Proteststurm
ist gewaltig,
in: Facts Nr.28 v. 11.07.
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- BILLERBECK,
Liane von (2002): Stoibers Mädchen und
Schröders Frau für Gedöns.
Gegen
Jugend- und Familienministerin Christine Bergmann
(SPD) schickt die Union Katherina Reiche ins
Rennen. Beide sind aus dem Osten - aber
grundverschieden. Beginn einer ZEIT-Serie über
Minister und ihre Herausforderer,
in: Die ZEIT Nr.29 v. 11.07.
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- MAYER,
Susanne (2002): Und wer macht sauber? Mutti? Des
nachts?
In
Deutschland leben rund sechs Millionen Kinder
weniger als vor 30 Jahren. Trotz aller
Familienpolitik sieht die Lage so aus: Niedrige
Geburtenraten, hohe Armutsquoten in den Familien
und viele unerfüllte Wünsche nach Kindern.
Warum nur?
in: Die ZEIT Nr.29 v. 11.07.
- Kommentar:
Eine der allseits
bekannten Jammeriaden von MAYER in der
Spassbeilage LEBEN. Wer soll das
verstehen? War wohl zu dürftig für die
ernsthafteren Ressorts...
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- AMEND,
Christoph (2002): Verschwendet eure Jugend.
Die
"Süddeutsche Zeitung" stellt ihre
Beilage "Jetzt" ein. Ein persönlicher
Abschied,
in: Tagesspiegel v. 10.07.
- Kommentar:
AMEND nimmt Abschied
von seiner zweiten Jugend:
"Jetzt
(...) war so jung wie seine Leser, weil
die Redaktion ein junges Leben führte.
Denn das mit der zweiten Chance nahmen
die Leute schon ernst. Sie lebten eine
Jugend de luxe: Endlich kam man in die
Clubs rein, die einen als Teenager
draußen stehen ließen. Endlich konnte
man die Popstars und Schauspieler und
Schriftsteller treffen, die man schon
lange bewunderte. Endlich durfte man all
die schönen und hässlichen Geschichten
aus der Schulzeit aufschreiben".
Nach der
Einstellung der Berliner Seiten (FAZ) hat
die Süddeutsche Zeitung das Ende seines
Jugendmagazins beschlossen. Dies ist
konsequent, hat doch die SZ lange genug
das Ende der Spassgesellschaft gefordert.
Der Wandel
ist jedoch tiefergehend und beruht auf
zwei Trends, die den Abschied
von der Jugend als massenkulturellem
Phänomen bedeuten:
zum einen die Rückkehr der
Klassengesellschaft durch
Elitenbildung und die Etablierung
eines Niedriglohnsektors sowie
durch den demografischen Wandel, der zur
Zeit junge Familien zur konsumstärksten
und politikbestimmenden
gesellschaftlichen Gruppe werden lässt.
Nur eines ist gewiss: der nächste
Abschied kommt bestimmt!
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- DIEDERICHSEN,
Diedrich (2002): Doconstructing Martin.
Wo
Unbewusstes war, soll Diskurs werden:
Dekonstruktion und Diskursanalyse stoßen bei uns
auf Widerstand. Dabei wären diese Verfahren bei
der gegenwärtigen Walser-Debatte hilfreich. Im
Kontext der aktuellen documenta offenbart sich
allerdings auch die Gefahr einer Kulturalisierung
von Politik
in: TAZ v. 10.07.
- Kommentar:
Anlässlich der WALSER-Debatte
beschäftigt sich der Poptheoretiker
DIEDERICHSEN mit der
politischen Korrektheit in Deutschland.
In der BOHRER-HABERMAS-Kontroverse um
Tabus verteidigt er HABERMAS gegen
BOHRER:
"Heutiges
Spießertum wird (...) daran kenntlich,
mit welcher Verve es auf erledigte
politische Gegner eindrischt, dies als
Tabubruch ausgibt und sich längst warm
um den Konsens gruppiert hat, dass Eliten was
Feines, die Familie
heilig und Lernen endlich
wieder anstrengend sein müsse. Sieht
denn der Mann seit 15 Jahren keine
Talkshows? Wer, wenn nicht der neuerdings
als Bildungstheoretiker auffällige,
nicht ganz unspießige Günther Jauch
wäre eine Verkörperung
zeitgenössischen deutschen Konsenses -
der eben von diesem über Bohrer bis zu
Harald Schmidt reicht."
Des
weiteren übt DIEDERICHSEN Kritik an der
"Kultur-Linken", die Nancy
FRASER (USA) und Jean-Claude
GUILLEBAUD
(Frankreich) bereits pointierter
vorgetragen haben:
"Eine
politische Arbeit im Dienste von
identitären Entwürfen, sei es die
minoritäre sexuelle Orientierung, sei es
die unterdrückte Ethnie, droht indes
immer zu kulturalisieren. Über die
kulturelle Zelebrierung der eigenen
Differenz und so gewonnenen Identität
kann die politische Natur des
bürgerrechtlichen und antihegemonialen
Anliegens aus dem Auge geraten".
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- HEINEN,
Guido (2002): Das Schweigen der Mutter Reiche.
Bei
Sabine Christiansens Familien-Runde wurde über
vieles geredet, aber nicht auf alles eine Antwort
gegeben,
in: Welt v. 09.07.
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- KNÖPFEL,
Ulrike (2002): Blick zurück auf den Zorn.
Ihr
Ziel war die Attacke auf Bürgergemüt und
Hippie-Seligkeit - 25 Jahre nachdem sich auch in
Deutschland junge Menschen mit Sicherheitsnadeln
die Wangen piercten, feiert eine Düsseldorfer
Schau die Rebellion der Punker als kreative
Explosion,
in: Spiegel
Nr.28 v. 08.07.
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- KRAUEL,
Torsten (2002): Die Ich-Gesellschaft,
in:
Welt v. 08.07.
- Kommentar:
KRAUEL möchte wie Konrad ADAM den
Konflikt zwischen Jung und Alt in der
Gesellschaft forcieren. Sein Ideal ist
die Marktgesellschaft, in der die
Ungleichheit innerhalb der jungen
Generation genauso wenig ein Thema sein
soll wie innerhalb der älteren
Generation.
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- LACHMANN,
Günther (2002): Der neue Bürgersinn:
Deutschland entdeckt die Wir-Gesellschaft.
Das
Ehrenamt lehrt Solidarität. Arbeit für die
Armen, Schwachen und Kranken wird als sozialer
Kitt der Wohlstandsgesellschaft immer wichtiger,
in: Welt am Sonntag v.
07.07.
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- BEBBER,
Werner van (2002): Fischer und Reiche sind die
neuen Eltern.
Verheißungsvoll: Die
Bundespolitik feiert die Familie,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 07.07.
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- PAULUS,
Jochen (2002): Hurra, hurra, der Nachbar flennt.
Warum Sozialneid gut für
die Gesellschaft ist,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 07.07.
- Kommentar:
PAULUS berichtet
über spieltheoretische Erkenntnisse von
Ökonomen: "Vor allem die zu kurz
Gekommenen zielten auf die Neureichen.
Sie ließen sich ihr
Gerechtigkeitsempfinden (...) etwas
kosten, obwohl sie dadurch ihr ohnehin
schlecht gefülltes Konto
belasteten."
Das Problem
dieser Art von Theorie ist, dass sie die
Mediengesellschaft ausblendet. Denn nicht
die tatsächliche, sondern bereits die
massenmedial behauptete Ungerechtigkeit
reicht. Journalisten wie Konrad ADAM machen
sich diesen Mechanismus zunutze.
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- KIRCHHOFF,
Paul (2002): Deutsche Selbstaufgabe.
Kinder sind Garanten für
die Zukunft von Freiheit, Rechtsstaat und
Wohlstand. Das haben wir vergessen,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 07.07.
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NZZ-Zeitfragen
- HE
(2002): Jeweils modern,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 06.07.
- SCHMUGGE,
Susanne (2002): Bunt und widerständig.
Frauenpresse
zwischen marktgängigen Konventionen und
fröhlicher Subversion,
in: Neue Zürcher
Zeitung v. 06.07.
- Inhalt:
SCHMUGGE
prognostiziert das Ende der
klassischen Frauenzeitschrift:
"Der
gemeinsame Nenner 'Frau' ( oder
'Mann') überwiegt mitunter nicht
mehr das Trennende von sonst
völlig verschiedenen
Lebenswelten. Bildung und
Einkommen haben in dieser
Hinsicht einen wesentlich
einigenderen Charakter."
Die
Lebensstile von Frauen und
Männer des gleichen Milieus
unterscheiden sich damit weniger
als jener von Frauen
verschiedener Milieus.
Frauenzeitschriften sind
Zeitschriften für
Mittelschichten:
"Die
Fokussierung auf die schier
unerschöpflichen Möglichkeiten
des Einzelnen gleicht dabei der
eitlichen Nabelschau eriner
privilegierten Elite."
- HORVATH,
Dora (2002): Weiblichkeit als Lebensziel
der Frau.
Das Frauenideal der
Nachkriegszeit in der
"Brigitte",
- in:
Neue Zürcher Zeitung v. 06.07.
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- MANGOLD,
Ijoma (2002): Wenn es zu groß wird, tut es weh.
Unmöglich zärtlich,
erfreulich grell: Bodo Kirchhoffs herrlicher
"Schundroman",
in: Süddeutsche Zeitung v.
06.07.
- Kommentar:
"Den Kitsch,
den wir schon immer erträumten, aber nie
danach zu verlangen wagten", hat
nach Meinung von MANGOLD jetzt Bodo
KIRCHHOFF mit dem "Schundroman" geliefert.
Während Jonathan
FRANZEN einen Groschenroman
im Gewand der Hochliteratur geschrieben
hat, hat KIRCHHOFF einen
hochliterarischen Trivialroman verfasst. Popmoderne
pur...
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- GÜRTLER,
Detlef (2002): Alte Mütter, neue Männer.
Körper,
Sex, Markt (3): Heute brauchen besonders Frauen
immer länger, bis sie sich entschließen, Kinder
zu kriegen. Das kann zu einem Mehr an
Menschlichkeit beitragen,
in: TAZ v. 06.07.
- Inhalt:
GÜRTLER behauptet,
dass das steigende Erstgebäralter die
evolutionären Selektionskriterien
verändert, denn nicht mehr die
Partnerwahl, sondern die Vaterwahl steht
damit für Frauen im Mittelpunkt.
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- HILBERT,
Iris/LINNARTZ, Mareen/VORNBÄUMEN, Axel (2002):
"Baccara-Rosen, seit 34 Jahren".
Karin Stoiber über öffentliche
Küsse, private Entbehrungen und Geschenke zum
Hochzeitstag.
in: Frankfurter Rundschau
v. 06.07.
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- ROTH, Jürgen
(2002): Die Milch lau und fad wie das Leben.
Schwer, sich Hesses
ambossartigen Metaphernkonstruktionen zu
entziehen, besonders im deutschen Blätterwald,
in: Frankfurter Rundschau
v. 05.07.
- Kommentar:
ROTH ist beleidigtl!
Als einziges grosses deutsches Blatt hat
der STERN den Roman von Jonathan
FRANZEN "Die Korrekturen" verrissen.
Aus diesem Grund wütet ROTH gegen Hermann
HESSE, dem der STERN eine
5teilige Serie widmet.
Dabei haben
FRANZEN und HESSE einige wichtige
inhaltliche Berührungspunkte: beide sind
Verächter urbaner Lebensstile und
Konsumkritiker, d.h. sie kritisieren
jeweils die Spassgesellschaft ihrer
Zeit.
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- TÄUBNER,
Mischa (2002): Vom Stamme Nimm und Gib.
In
lokalen Tauschringen verwirklichen Menschen ihre
Idee von einer gerechteren Wirtschaft. Die
Bewegung wächst,
in: Die ZEIT Nr.28 v. 04.07.
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- FINIS
(2002): Das Letzte,
in:
Die ZEIT Nr.28 v. 04.07.
- Inhalt:
FINIS hat einen
Nachruf auf die Generation Golf verfasst.
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- PIEPGRAS, Ilka & Andrea
THILO (2002): Hausfrau und Mutter.
Welches
Frauenbild würde mit Karin Stoiber als First
Lady im Kanzleramt einziehen? Ein Gespräch mit
Mutter und Tochter über ihr Verhältnis
zueinander, über Haarfarben und Rocklängen,
Rebellion und unerfüllte Sehnsüchte,
in: Die ZEIT Nr.28 v.
04.07.
- Kommentar:
In der Spassbeilage
LEBEN (siehe hierzu FINIS) erscheint das
Interview mit Karin und Constanze Stoiber
für die Angehörigen der
Spassgesellschaft.
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- GÜRTLER,
Detlef (2002): Benz statt Baby - Ein
Auslaufmodell.
Der
zweite Demographische Übergang kommt:
Wohlstandsbürger wollen wieder Kinder haben,
in: Welt v. 04.07.
- Kommentar:
GÜRTLER prognostiziert nicht - wie
behauptet - den zweiten, sondern den
dritten demographischen Übergang.
Der zweite
demographische Übergang ("second
demographic transition") ist seit
Mitte der 80er Jahre ein Begriff, der von
den Demografen Ron LESTHAEGE und VAN DE
KAA in die Debatte um den
Geburtenrückgang in den Industriestaaten
eingeführt wurde. Christopher PRINZ
("Cohabiting, Married, or
Single", 1995, S.2) schreibt dazu:
"Lesthaege
and van de Kaa (1986, 1987) have proposed
that the mid-1960s marked the beginning
of a second demographic transition in
Europe because of the large-scale changes
that subsequently occured. This second
demographic transition comprises several
elements:
- The transition from the 'golden age of
marriage' to the 'dawn of cohabitation.'
- The transition from the child as main
element of a family to the couple as main
element.
- The transition from 'preventive
contraception' (to avoid third and fourth
children) to 'self-fulfilling conception'
(whenever conception is desirable).
- The transition from uniform systems of
families and households to multiform
systems."
Anknüpfend an diese Thesen behauptet
GÜRTLER nun, dass eine
Verhaltensänderung in den europäischen
Industriestaaten bevorsteht.
Während
die Prognosen der Demografen eine
Verhaltensänderung ausschliessen,
begründet GÜRTLER die bevorstehende
Verhaltensänderung
zum einen durch die
Zunahme sozialstaatlicher
Verteilungskonflikte und deren
Konsequenz, dass eigene Kinder
attraktiver werden als die staatliche
Rentenversicherung bzw. eigene
finanzielle Altersvorsorge. Zum anderen
prophezeit GÜRTLER den "Singles und
kinderlosen Doppelverdienern"
biographische Enttäuschungen im Renten-
und Greisenalter. Alle vorgetragenen
Faktoren wirken nach GÜRTLER in eine
Richtung:
"Es
kommt zu einem neuen Demographischen
Übergang, durch den die Geburtenraten
wieder in den Bereich der
Reproduktionsrate gelangen oder diese
übersteigen".
GÜRTLERs
Prämissen scheinen zwar auf den ersten
Blick plausibel, auf den zweiten Blick
halten sie jedoch nicht was sie
versprechen.
Die Anzahl der
dauerhaft Kinderlosen wird sowohl von deutschen
Demografen als auch
von GÜRTLER überschätzt. Die Fixierung
der Singles auf die berufliche Karriere
ist ein Mythos.
Kinderlosigkeit hat viele Ursachen, die
von GÜRTLER ignoriert werden.
Der Anteil
des demografischen Faktors am Wohlstand
einer Bevölkerung wird überschätzt.
GÜRTLER sollte hierzu seinen TAZ-Artikel
vom 15.05.2002 noch
einmal lesen, denn dort vertritt er genau
diesen Standpunkt. Genaueres zum
Zusammenhang von Reproduktion und
Wirtschaftsentwicklung lässt sich bei Christoph
BUTTERWEGGE nachlesen.
Die
Behauptung, dass der dritte
demographische Übergang noch bevorsteht,
setzt zum einen voraus, dass die Thesen
zum zweiten demographischen Übergang
stimmen und zum anderen, dass die
Verhaltensänderungen des dritten
demographischen Übergangs nicht schon
lange eingetreten sind.
Das Problem
liegt hier bei der Bestimmung von
Geburtenraten selbst, die sich erst im
historischen Rückblick exakt bestimmen
lassen. Sichere Aussagen lassen sich z.Z.
nur für die in den 50er Jahren geborenen
Frauen machen, d.h. alle Aussagen über
das Geburtenverhalten der Generation
Golf bzw. Generation
Ally oder der Generation
@ sind mehr oder
weniger spekulativ.
Es wird
also die Aufgabe von künftigen
Bevölkerungshistorikern sein, GÜRTLERs
Prognose zu bestätigen oder zu
widerlegen.
Die
Wahrheit wird wohl irgendwo zwischen den
pessimistischen Prognosen der Demografen
und den optimistischen Vorhersagen von
GÜRTLER liegen.
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- TT (2002):
"Es ist erschreckend, was da
herausgearbeitet wurde".
Armutsbericht betont
besondere soziale Situation Gießens -
Sozialhilfequote übertrifft alles,
in: Gießener Anzeiger v.
04.07.
- Kommentar:
Der Armutsbericht
der Stadt Gießen offenbart, dass
Kinderlose und Singles nicht mit Yuppies
gleichgesetzt werden können:
"oberhalb
des Sozialhilfeniveaus leben viele
Gießener in Armutsnähe. Dies drückt
sich laut Silke Mardorf auch in der Zahl
der Wohngeldempfänger aus:
Hauptbetroffen sind hierbei vor allem
Singlehaushalte, Kinderlose und
Erwerbstätige sowie Rentner."
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- AP (2002):
Medizin macht Deutsche älter.
Kölner Untersuchung:
Lebenserwartung steigert sich ständig,
in: Saarbrücker Zeitung v.
04.07.
- Inhalt:
Das Seminar für
Wirtschafts- und Sozialstatistik der
Universität Köln hat eine
Modellrechnung erstellt, die im Gegensatz
zum Statistischen Bundesamt in Wiesbaden
eine höhere Lebenserwartung für die
Deutschen ergeben hat.
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- BAHNERS,
Patrick (2002): Die Braut, die sich was
traut.
Edmund Stoibers
Grundsatzentscheidung für Katherina
Reiche,
in: Frankfurter
Allgemeine Zeitung v. 04.07.
- Inhalt:
BAHNERS
vertritt die Alte Mitte und damit
die Gegner von REICHE:
"Wie
soll die Wünschbarkeit der auf
die Ehe gegründeten Familie von
einer Mutter repräsentiert
werden, der die 'feste Beziehung'
zum Vater ihrer Kinder genug
ist?" Nach Meinung von
BAHNERS muss eine
Familienexpertin das
Familienideal und nicht die
Familienrealität verkörpern:
"Die
Kompetenz in Stoibers Team ist
eine symbolische Größe. Frau
Reiche ist jung, östlich,
Naturwissenschaftlerin. Wenn
alles Persönliche zum Argument
wird, dann kann nicht
ausgerechnet der Zivilstand die
Privatsache sein, die er
rechtlich ohnehin nicht ist. In
der Familienpolitik geht es nun
einmal um private Umstände,
deren Gestaltung öffentliches
Interesse ist. Auf die 'Basis des
christlichen Menschenbildes'
stellt sich die Union im
'Regierungsprogramm'. Sie
verpflichtet sich nicht auf das
Apostolische Glaubensbekenntnis.
Gleichwohl würde sie zum
Beauftragten für Kirchenfragen
kein Mitglied machen, das sich
als Christ versteht, aber keiner
Konfession angehören
möchte."
- HÖLL,
Susanne (2002): Reiche ist nun doch
Familienexpertin Stoibers,
in: Süddeutsche Zeitung v. 04.07.
- DAUSEND,
Peter (2002): Katherina Reiche
überraschte alle - nur Stoiber nicht.
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