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Medienrundschau:
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News vom 01.
- 15. Juni 2002
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Spruch
des Monats:
"Einer
meiner ersten bezahlten Jobs bestand in der
freien Mitarbeit als Szene-Reporterin in der
Frankfurter Prinz-Redaktion.
Auch dort wurden Lifestyle-Trends gemacht
beziehungsweise frei erfunden. Oder gab es sie
wirklich? Man konnte nie sicher sein, was zuerst
da war, der Trend oder die Idee des Trends."
(Katja Kullmann
in "Generation
Ally", 2002) |
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| Nesthocker in
Deutschland sind eine unbekannte Grösse. Sie
können dazu beitragen, dass sich das ändert! Angesehenes Frauenmagazin
sucht Männer und Frauen, die über 25 Jahre alt
sind und noch/wieder/vorübergehend bei Ihren
Eltern leben.
Bitte melden bei
[email protected]
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| Der
STERN plant eine große Geschichte zum Thema
"Männer, die keine Kinder wollen". Dafür
sucht die Zeitschrift Männer, die sich zu diesem
Thema interviewen, bzw. auch fotografieren
lassen.
[ mehr
hier ]
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- KUPITZ,
Gunthild (2002): "Suche feminine Frau, gern
jünger".
Dr. Michael Kühn*, 57,
engagierte die Agentur von Claudia
Püschel-Knies, um eine Frau fürs Leben zu
finden. Er bezahlte 20 000 Mark und fand die
Auswahl an Frauen nicht ganz so exquisit wie
versprochen,
in: Frankfurter Rundschau
v. 15.06.
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- KRAUSE,
Tilman (2002): Homo faber beim Fernsehen.
Norbert
Krons milieugesättigte Romanparabel auf den
neuen Machbarkeitswahn
in: Welt v. 15.06.
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- WFR
(2002): Schluss mit cool.
Das
dicke Ende kommt noch,
in: Welt v. 15.06.
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- DIECKMANN,
Friedrich (2002): Counterstrike oder
Klassenkampf?
Snobismus
als Protest-Strategie. Die "Generation
Golf" ist die Rokoko-Generation der
spätindustriellen Gesellschaft. Aber was kommt
nach ihr?
in: Freitag Nr.25 v. 14.06.
- Kommentar:
"Alle großen
Aufbruchsbewegungen der neueren
Geschichte sind Jugendbewegungen gewesen,
angestoßen, geführt und weitergetragen
von Menschen zwischen fünfundzwanzig und
fünfunddreißig, die über die Pubertät
hinaus waren, aber noch nicht durch
Familiengründung und -sorge zur
Einfügung ins Bestehende gestimmt",
behauptet DIECKMANN und prognostiziert
deshalb eine neue Jugendbewegung:
"Die Generation
Golf in ihrer
wohlgepolsterten Welt- und Ich-Distanz,
ihrer entschlossenen Ästhetik, ihrem
Fein- und Qualitätssinn - es ist die
Rokoko-Generation der spätindustriellen
Gesellschaft, und es könnte wohl sein,
dass ihr ein neuer Sturm und Drang ins
Haus steht."
Dagegen
steht jedoch der demographische Wandel,
der eher für eine zukünftige Altenbewegung spricht.
Die "Individualisierung des
Konflikts" (Ralf
DAHRENDORF) könnte
deshalb ganz andere Dimensionen annehmen,
auf die u.a. Franz
WALTER aufmerksam macht.
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- MEDICUS,
Thomas & Harry NUTT (2002): "Ein
erschreckender Konformismus im Denken".
Der Soziologe Heinz Bude im
Gespräch über eine neue Politik des Respekts
und das Versagen der Intellektuellen,
in: Frankfurter Rundschau
v. 14.06.
- Kommentar:
Die Angst der
Modernisierungsgewinner vor dem sozialen
Absturz wird nun auch zum
Thema der Generation
Berlin:
"Der
unternehmerische Einzelne wurde (...) zum
leitenden Lebensführungsmodell. Am Ende
verlangt sogar die eigene
Zukunftssicherung von jedem von uns ein
unternehmerisches Portfolioverhalten mit
verschiedenen Einzahlungs- und
Anlagestrategien. Genau bei den Gruppen,
die das zuerst verstanden und praktiziert
haben, macht sich jetzt das Gefühl
breit, zu den Angeschmierten zu gehören.
Hier setzt der gegenwärtige Populismus
an. Er greift die latente Statuspanik der
fortgeschrittenen Fraktionen der
Mittelklassen auf und thematisiert die
Fragen, die in Zukunft als problematisch
angesehen werden. (...) Die Themen des
postmodernen Populismus heißen: innere
Sicherheit, Bildung und Gesundheit."
Wie Konrad ADAM macht sich
BUDE zum Anwalt der
Modernisierungsgewinner (Drohung mit
Exit) und wie Ralf
DAHRENDORF sieht BUDE
in der Sehnsucht dieser Gewinner mit
"Status-Panik" nach der
"anständigen"
(Klassen)gesellschaft und Autoritarismus
den Kern des neuen Populismus:
"Die
Entgrenzung des Gefährdungsgefühls ist
das eigentliche Thema des neuen
Populismus. Er (...) ist (...) dadurch
charakterisiert, dass er Probleme in der
Gesellschaft aufgreift, für die er
einerseits im Sozialen repressive
Lösungen vorschlägt, in der Wirtschaft
aber liberale parat hält. Diese Mischung
aus Liberalismus und Autoritarismus
kennzeichnet einen neuen
Populismus."
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- GÖBEL, Heike
& Manfred SCHÄFERS (2002): "Wir müssen
nächstes Jahr noch einmal eine Rentenreform
machen".
Der Fraktionschef der Union
warnt davor, den Stabilitätspakt in Frage zu
stellen. Bis zu 25 Milliarden Euro für das
Familiengeld,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 14.06.
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- DPA (2002):
Mehr Babys in New York erwartet,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.06.
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SZ-Thema
"Frauenförderung in Unternehmen: Die
Revolution findet im Kopf statt"
- KAHLWEIT,
Cathrin (2002): Weniger ist mehr.
Funktionierende
Teilzeitmodelle bei einer Tübinger
Textilfirma,
in: Süddeutsche
Zeitung v. 14.06.
- DROBINSKI,
Matthias (2002): Bonner Einfälle.
Wie eine Bank Teilzeitarbeit als
Wettbewerbsvorteil sieht,
in: Süddeutsche Zeitung v. 14.06.
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- BEISE, Marc
(2002): Der Schrei nach Bildung.
Bevölkerungsschwund und
Vergreisung bedrohen Wohlstand und Stabilität,
in: Süddeutsche Zeitung v.
14.06.
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- MITTLER,
Dietrich (2002): Der neue Konflikt der
Generationen.
Versorgung alter Menschen
für viele Junge unzumutbar,
in: Süddeutsche Zeitung v.
14.06.
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- GÜRTLER,
Detlef (2002): Der neue lange Marsch.
Als
Revolution gescheitert, als Jugendbewegung
erfolgreich: So, wie die 68er Uni und
Gesellschaft modernisierten, werden die
Dotcomkids die Konzerne verändern,
in: TAZ v. 14.06.
- Kommentar:
GÜRTLER arbeitet an
der Legendenbildung rund um die New
Economy. Nach dem "kurzen Sommer der
Anarchie" ist nun - angesichts
mangelnder Alternativen - Aufarbeitung
angesagt:
"Die
Studentenbewegung von 1968 (...)
verklebte noch zwei Jahrzehnte später
die Hirne der nachgewachsenen Studenten.
Jede Protestveranstaltung gegen
Prüfungs- oder Bibliotheksordnung weckte
bei den Beteiligten die Hoffnung, den
'Geist von 68' wieder auferstehen zu
lassen.
Ähnlich wird es sich mit dieser
Jugendbewegung verhalten: Die Attitüde
der New-Economy-Firmen wird noch viele
Jahre die Leitkultur für junge
Berufseinsteiger sein. Warum auch nicht -
schließlich handelt es sich bei ihr um
den volkswirtschaftlich wertvollsten Weg,
in jungen Jahren Extremerfahrungen zu
sammeln."
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- STOCK, Ulrich (2002):
Ich war Walsers Susi.
Aufgeschreckt vom "Tod
eines Kritikers" verlässt eine Romanfigur
ihren Text und findet eigene Worte,
in: Die ZEIT Nr.25 v.
13.06.
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- KALTENBRUNNER,
Robert (2002): Das Arkadien des Mittelstandes.
In zwei neuen Büchern erfahren
Suburbia und seine Eigenheime endlich die
Aufmerksamkeit, die ihnen gebührt,
in: Frankfurter Rundschau
v. 13.06.
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- STRACHWITZ,
Rupert Graf (2002): Jenseits von Tausch und
Entgeld.
Die Aufgabe der
Zivilgesellschaft und bürgerschaftlichem
Engagement,
in: Süddeutsche Zeitung v.
13.06.
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- NENTWICH,
Andreas (2002): Die Fräuleins.
Kleines Glossar des
Verschwindens,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 12.06.
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- LANGNER,
Beatrix (2002): Der maskierte Mund.
Dorothea Dieckmanns erster
Roman - und ein Essay,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 12.06.
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- SCHMIDT,
Marion (2002): Gebühren für Meldungsmuffel.
Stadtstaaten müssen mehr
Studenten aufnehmen, als ihnen lieb ist, und
suchen deshalb nach neuen Einnahmequellen,
in: Süddeutsche Zeitung v.
11.06.
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- BLOCH,
Werner (2002): "Die Musik half mir aus dem
Ghetto".
Vom
Kampf um Anerkennung zu einer Remobilisierung des
Wohlfahrtsstaates: Ein Gespräch mit dem
US-Intellektuellen Richard Sennett über sein
neues Buch "Respect", das demnächst
erscheinen soll, über seinen eigenen sozialen
Aufstieg und die amerikanische Gleichsetzung von
Armut und Schande,
in: TAZ v. 10.06.
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- SIPPELL,
Dorothee (2002): Steiler Fall.
Demografen
prophezeien den Russen eine düstere Zukunft:
Binnen 50 Jahren könnte die Bevölkerung um ein
Drittel schrumpfen,
in: Profil Nr.24 v. 10.06.
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- HIG (2002):
Auseinandersetzung über Ehegattensplitting geht
in eine neue Runde.
Der Steuervorteil ist in
Politik und Wissenschaft umstritten. SPD und
Grüne wollen die Begünstigung nach der Wahl
zumindest kappen,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 08.06.
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- FRANKFURTER
RUNDSCHAU (2002): Junge Männer empfinden weniger
Pflichtgefühl und Solidarität.
Die "Solidargemeinschaft
Familie" ist einem einschneidenden Wandel
unterworfen / Aus der Generationenstudie der
Hanns-Seidel-Stiftung,
in: Frankfurter Rundschau
v. 06.06.
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- RÖBKE,
Thomas (2002): "Wie wirke ich als
Mann?"
Die gelernte
Sozialpädagogin Gönke Petersen beantwortet die
Frage bei einem Restaurantbesuch - und begründet
damit eine neue Dienstleistung,
in: Die ZEIT Nr.24 v.
06.06.
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- BRINCK,
Christine (2002): Bildung macht nicht gleich.
Millionen junger Menschen
lernen, studieren, bilden sich fort. Das ist
wichtig, reißt aber neue Gräben auf. Ein
ZEIT-Gespräch mit dem britischen Soziologen
Anthony Giddens über Eliteschulen und soziale
Unterschiede,
in: Die ZEIT Nr.24 v.
06.06.
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- OESTREICH,
Heide (2002): Mütter wollen doch lohnarbeiten.
Es fehlt an Kinderbetreuung:
70 Prozent der West- und 90 Prozent der
Ostmütter wären gerne berufstätig, belegt eine
Studie. Ganztagsbetreuung eher von Reichen
genutzt. Kommunen, die Kitas einrichten, können
Sozialhilfe sparen - wenn es Jobs gibt,
in: TAZ v. 05.06.
- OESTREICH,
Heide (2002): Schlechte Konjunktur für Mütter.
Der Wunsch nach
Kinderbetreuung setzt Schröder unter Druck,
in: TAZ v. 05.06.
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- SPIEGEL
(2002): Die Kinder kehren zurück,
in: Der Spiegel Nr.23 v. 03.06.
- Inhalt:
Der SPIEGEL
berichtet über eine britische Studie,
wonach junge Erwachsene vermehrt bei den
Eltern wohnen. Der Soziologe Frank FUREDI
von der Universität Kent vermutet, dass
die Zunahme der Nesthocker mit Problemen
beim Aufbau dauerhafter Paarbeziehungen
zusammenhängt.
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- WALTHER,
Rudolf (2002): Vorsätzlich umherschweifen.
Provokation und Konfusion
waren probate Mittel für die künstlerische und
politische Gruppe der Situationisten,
in: Frankfurter Rundschau
v. 03.06.
- Inhalt:
WALTHER widmet sich
einem frühen Theoretiker der Spassgesellschaft: Guy
DEBORD:
"Sein
Hauptwerk Die
Gesellschaft des Spektakels
(1967) liest und kennt kaum mehr jemand,
aber überall ist permanent und mit
Verweis auf Debord von
'Spektakelgesellschaft',
'Spaßgesellschaft', 'Kultur- und
Theaterspektakeln' die Rede. Dem
Subversiven seines Denkens wurde der
Stachel gezogen, was so weit ging, dass
ihn eine Zeitung den Denker der
'Subvention' nannte und eine andere société
de spectacle
biedersinning mit 'Theatergesellschaft'
übersetzte.
Es ist deshalb ein großes Verdienst,
dass die Berliner Edition Tiamat nun
erstmals eine deutsche Übersetzung der
Zeitschrift Potlatsch
vorlegt."
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Kindermacher.
Die
Zukunft der Fortpflanzung,
in: NZZ Folio Nr.06 v.
03.06.
- ORLAND,
Barbara (2002): Liebesgrüsse aus dem
Labor.
Wenn
sich Ei und Samen im Reagenzglas
begegnen, bleibt von der natürlichen
Zeugung nicht viel übrig: Wie die
Fortpflanzung in ihre Bestandteile
zerlegt wurde,
in: NZZ Folio Nr.06
v. 03.06.
- BAKER,
Robin (2002): Kinder auf Bestellung.
Künstliche
Gebärmütter, Klonbabies und
reproduktiver Inzest: Der Autor,
Evolutionsbiologe und Experte der
Fortpflanzungsmedizin, berichtet aus dem
Jahr 2050,
in: NZZ Folio Nr.06
v. 03.06.
- KAZIS,
Cornelia (2002): Warum gerade wir?
Was
ein Schweizer Paar alles tut, um eine
Familie zu werden. Und was ein
Heidelberger Psychologe alles weiss über
das Seelenleben von ungewollt kinderlosen
Frauen und Männern,
in: NZZ Folio Nr.06
v. 03.06.
- RENNINGER,
Suzann-Viola (2002): Wie ein Fisch, der
laicht.
Warum
spendet eine Karrierefrau, die selbst
keine Kinder will, ein Ei? - Weil sie
ihre Gene weitergeben will. Sagt sie,
in: NZZ Folio Nr.06
v. 03.06.
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- OESTREICH,
Heide (2002): Achtung, Frau am Steuer!
Mit
ihrem Buch "Generation Ally" wurde
Katja Kullmann bislang lediglich als
Trittbrettfahrerin kritisiert. Dabei überbrückt
ihr Bestseller erfolgreich die Kluft zwischen den
Frauengenerationen
in: TAZ v. 03.06.
- Kommentar:
OESTREICH rechnet
mit Susanne
GASCHKE (ZEIT vom
14.03.2002) und der Generation
Berlin ab, indem sie
KULLMANNs Bestseller verteidigt:
"Seine
Position sowohl im Generationendiskurs
als auch im feministischen Diskurs
könnte sogar markant sein, würde es in
diesen Gefilden nicht als tendenziell
'seichter Bestseller' gelabelt und
entsprechend ignoriert."
OESTREICH
geht sogar noch weiter:
"Das
Buch füllt das kommunikative Loch, das
zwischen Alice
Schwarzer und Verona
Feldbusch klafft - auf eine Weise, die in
der nichtfeministischen Öffentlichkeit
angekommen ist. Aus der heilen Welt der
Frauenzeitschriften guckt ein
unglückliches Gesicht. Es zu zeigen ist
heute ein geradezu politischer Akt."
Der
Glücksanspruch des neoliberalen
Ich-Feminismus, der von KULLMANN aus der
Innenansicht beschrieben wird, gerät mit
der Kinderfrage an seine Grenzen:
"Wo
die gesellschaftlichen Wellen der alten
Frauenbewegung sie nicht mehr tragen,
versagt diese Gruppe. 'Dann mache ich es
doch lieber selber', seufzt Kullmann
über den liegen gebliebenen Haushalt -
genau wie ihre siebtelemanzipierte
Mutter, die ihre Selbstverwirklichung in
den Volkshochschulkurs verlagert hat. Die
Karriere reicht genau bis zum
biologischen Scheitelpunkt, an dem sich
die Kinderfrage stellt. Entscheidet man
sich für Kinder, ist sie mit relativ
hoher Wahrscheinlichkeit beendet. Und
plötzlich sieht das Rollenangebot gar
nicht mehr so attraktiv aus: Luder mit
Geschäftssinn, Karrierefrau ohne Familie
oder Mama mit Halbtagsjob."
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- RUOSS,
Christiane (2002): Ablenken von der Armut.
Kinderlose und Familien
werden gezielt gegeneinander ausgespielt,
in: Süddeutsche Zeitung v.
03.06.
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- GÖRING-ECKARDT,
Katrin (2002): Eltern wollen Wahlfreiheit.
Die
Gesellschaft muss allerdings dafür sorgen, dass
Mütter und Väter ihre Kinder so erziehen, wie
sie es für richtig halten, wie sie es können,
wie es ihnen möglich ist
in: Welt v. 03.06.
- SIEMS,
Dorothea (2002): Grüne wollen mehr
Kinderbetreuung.
Familienpolitik
steht im Mittelpunkt des Wahlprogramms,
in: Welt v. 03.06.
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- INACKER,
Michael (2002): Das tagtägliche Dilemma der
Familie.
Mit der Wirklichkeit von
Eltern und Kindern haben die Parteiprogamme wenig
zu tun,
in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 02.06.
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- LEBERT,
Stephan & Tanja STELZER (2002):
"Manchmal bin ich nudelfertig".
Wie
funktioniert eine glückliche Beziehung - und wie
rettet man sie? Therapeut Jürg Willi lässt sich
zuerst ein Wochenende schildern. Und warnt vor zu
viel Harmonie,
in: Tagesspiegel v. 02.06.
- Kommentar:
Der Schweizer
Paartherapeut Jürg WILLI - einst
ein Verfechter der Institution Ehe -
sieht mittlerweile in der Ehe keinen Wert
an sich mehr:
"Man
kann heute gleichwertig verheiratet sein
oder unverheiratet, man kann in einer
Wohnung leben oder in getrennten
Wohnungen. Jede Form hat gewisse
Vorteile, gewisse Nachteile. Ich bin
inzwischen davon überzeugt, dass es
Menschen gibt, für die die Ehe keine
geeignete Lebensform ist. Das ist ja
nicht schlimm, wenn wir uns das
eingestehen können."
Der
Gesinnungswandel ist jedoch nur ein
strategischer, denn WILLI geht davon aus,
dass heutzutage die Ehe als Lebensmodell
- im Gegensatz zu den 70er Jahren -
unangefochten ist.
Beim
Zusammenziehen von Paaren vertritt WILLI
den Standpunkt, dass der Bezug einer
neuen Wohnung dem Einzug eines Partners
in eine vorhandene Wohnung vorzuziehen
ist.
Dieses wichtige
Thema ist bisher in den
Sozialwissenschaften vernachlässigt
worden: Warum bzw. wie ziehen Paare
zusammen? Ausnahmen sind u.a. Jean-Claude
KAUFMANN, Günter
BURKART und Karl LENZ. Dagegen
ist Trennung und Scheidung ein Thema mit
dem sich ganze Bibliotheken füllen
lassen.
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- BITTRICH,
Dietmar (2002): Allein reisen.
Der
garstige Gast,
in: Welt am Sonntag v.
02.06.
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- SÜDDEUTSCHE
ZEITUNG (2002): Michael Houellebecq über
Romantik,
in: Süddeutsche Zeitung v. 01.06.
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- JENSEN, Lars
(2002): Des Lebens müde.
Quarterlife
Crisis Die Generation der
Überzwanzigjährigen ist ein bisschen zu früh
von sich selbst erschöpft
in: Süddeutsche Zeitung v.
01.06.
- Inhalt:
Lars JENSEN
beschreibt unter dem Modebegriff
"Quarterlife Crisis" (Abby
WILNER & Alexandra ROBBINS) das
Lebensgefühl der jeunesse dorée in
einer "Zeit der kulturellen
Erschöpfung":
"Er
kommt gerade von einem Fotografen, bei
dem er als Aushilfe jobbt, und er ist auf
dem Weg zu der Agentur, die ihm Aufträge
als Model verschafft. Der Fotograf, bei
dem er arbeitet, ist angesehen und
möchte ihn als Assistent anstellen.
Martin hat gezeigt, dass er Talent hat.
Auch privat ist alles bene. Er ist
beliebt bei den Mädchen, weil er einer
der besten Tänzer in der Nachtclub-Szene
von Mitte ist. Ein halbes Dutzend sehr
gut bezahlter Jobs als Model macht er im
Jahr und verdient damit genug Geld, um
nicht in einer Bar Getränke verkaufen zu
müssen. Letztes Jahr war Martin die
Hauptfigur im Kino-Spot von Langnese.
Gedreht wurde in Thailand. Das Geld
reicht bis heute. Martin ist 24 Jahre
alt, hat alle Chancen, etwas Großartiges
aus seinem Leben zu machen. Wenn man ihn
fragt, wie es so geht, sagt er: 'Ich sehe
keinen Sinn hinter den Dingen, die ich
tue. Ich habe keine Ahnung, wie es mit
mir weitergehen soll.'"
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- RULFF,
Dieter (2002): Generation Möllemann?
Mit
seinem Generalangriff auf Gutmenschen und 68er
will der stellvertretende FDP-Vorsitzende
keineswegs Ewiggestrige umwerben - sondern
künftige Generationen
in: TAZ v. 01.06.
- Inhalt:
Dieter RULFF
analysiert die FDP als Sammelbecken für
die Anti-68er aus der Generation
Berlin und der Generation Golf:
"Die
Generation Berlin (...) eint die
Ablehnung eines gesellschaftlichen
Begründungszwangs, der den Einzelnen
vornehmlich unter dem Blickwinkel der
Gemeinwohldienlichkeit betrachtete. Mit
diesem Gutmenschentum der
68er verbinden sie die
lebensgeschichtliche Erfahrung, immer auf
der Seite der Unterlegenen zu stehen.
'Die Ablehnung gegen die
Vorgängergeneration mit ihrer
Moralhoheit war für uns früh eine
entscheidende Lebensmaxime' schrieb Florian
Illies über die 'Generation
Golf'".
Wie keine andere Partei hat die FDP dies
in ihr Profil verarbeitet.
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- APEL,
Friedmar (2002): Fernbedienung, so nah.
Total medial: Norbert Krons
gelungenes Romandebüt,
in: Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 01.06.
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- HOLBEIN,
Ulrich (2002): Gedenkblatt für Greis Müller.
Besinnliches zum Reizwort
Alterspyramide,
in: Frankfurter Rundschau
v. 01.06.
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- KRUMBHOLZ,
Martin (2002): "Ich zähle mich zu den
deutschen Humoristen".
Im Gespräch mit dem
Schriftsteller Christoph Hein,
in: Neue Zürcher Zeitung
v. 01.06.
- Inhalt:
Christoph HEIN
spricht u.a. über die Novelle
"Drachenblut":
"«Drachenblut»
ist keine Geschichte über die DDR,
obwohl sie in ihr spielt; das hat zu
ihrem grossen Erfolg auch in vielen
westlichen Ländern beigetragen. Es ist
ein Buch über ein modernes
Lebensgefühl: Fremdheit, Kälte,
Isolation. Lediglich in der Tatsache,
dass es in einem sozialistischen Land
eben nicht anders, humaner zugeht, mag
man eine spezifische Provokation gesehen
haben. Zwei intelligente, aufgeklärte
Menschen suchen einander, wollen sich vor
verletzenden Gefühlen schützen, aber
gerade deswegen verfehlen sie einander
auch, mit tödlichen Folgen."
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 16. - 31. Mai 2002
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© 2000-2003
Bernd Kittlaus |
[email protected] |
Stand:
22. Januar 2003 |
|
Zugriffe
seit
dem 14.Juni 2000 |
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