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Medienrundschau:
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News vom
01. - 07. September 2015
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Sommerthema:
Sind Singles schuld an der Wohnungsnot in Deutschland? - Eine
Bibliografie der Debatte
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Zitat
des Monats:
Warum sammeln Menschen in Deutschland Flaschen?
"Man
kann immer mehr Menschen in Deutschland dabei beobachten, wie sie
Flaschen sammeln. Sie sind gar nicht mehr von der Straße
wegzudenken. Doch warum machen diese Menschen das? Warum sammeln
sie gerade Flaschen und gehen keiner lukrativeren Tätigkeit nach?
Das Klischee, Flaschensammler wären die armen Leute, die das Geld
benötigen, um überhaupt leben zu können, um einigermaßen über die
Runden zu kommen, ist in vielen unserer Köpfe verankert. Doch ist
dies der einzige Grund, warum Flaschensammler ihre Tätigkeit
ausführen, oder gibt es noch andere Motive? Kann es sein, dass das
geringe Flaschenpfand Menschen dazu motiviert, tagtäglich nach
Flaschen Ausschau zu halten und diese dann mühsam und mit viel
Anstrengung zu Supermärkten zu schleppen, um dann im Endeffekt mit
vielleicht drei Euro aus der Ladentür zu kommen?"
(Carolin Baderschneider
"Die
»armen« Flaschensammler. Motive und Glaubwürdigkeit" in
"Flaschensammeln. Überleben in der Stadt", herausgegeben von
Philipp Catterfeld & Alban Knecht, 2015, S.85)
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DESTATIS
(2015): Jeder dritte Ostdeutsche wird bereits 2030 über 64 Jahre alt
sein,
in: Pressemitteilung des
Statistischen Bundesamtes
v. 07.09.
Anlässlich der Veröffentlichung der
Ergebnisse der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung
Bevölkerungsentwicklung in den Bundesländern bis 2060 meldet
das Statistische Bundesamt:
"Die Bevölkerung in den
ostdeutschen Flächenländern wird in den kommenden 20 Jahren trotz
Nettozuwanderung stark altern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
auf Grundlage der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung
nach Ländern mitteilt, wird der Anteil der über 64-Jährigen an der
Gesamtbevölkerung der neuen Länder von 24 % im Jahr 2013 bereits
bis zum Jahr 2030 voraussichtlich auf mindestens 32 % steigen.
Danach wird er bis zum Jahr 2060 nur geringfügig auf mindestens 34
% zunehmen. Im übrigen Bundesgebiet wird der Anteil der über
64-Jährigen deutlich langsamer steigen und erst um 2060 ein
vergleichbares Niveau von über 30 % erreichen."
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ALENDER, Ines
(2015): Wenn das Lachen der Enkel fehlt.
Menschen, die ungewollt keine Kinder bekommen, geht es oft schlecht.
Auch Enkellosigkeit kann belastend sein,
in:
Badische Zeitung v. 07.09.
ALENDER, Ines
(2015): "Enkellosigkeit wird eher bemitleidet".
BZ-Interview mit der Familiensoziologin Corinna Onnen über
ungewollte Kinder- und Enkellosigkeit,
in:
Badische Zeitung v. 07.09.
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REEH, Martin
(2015): Am Ende gewinnt Deutschland.
Migration: Anders als 1993 gibt es einen breiten Konsens,
in:
TAZ v. 07.09.
Eine Kritik u.a. an einem
WamS-Artikel von Gerhard SCHRÖDER:
"Schröder machte unter Rot-Grün
mit der Agenda 2010 Deutschland zum Niedriglohnstandort und setzte
auf eine aggressive Exportpolitik zum Nachteil der EU-Nachbarn. In
der Krise ab 2008 gönnte sich Deutschland keynesianische
Maßnahmen, Südeuropa hingegen wurde auch auf deutschen Druck eine
harte Austeritätspolitik auferlegt. Das beförderte weitere
Investitionen in Deutschland und die Auswanderung junger
arbeitsloser Spanier und Griechen in die Bundesrepublik. Weil die
aber nicht ausreicht, um das deutsche Demografieproblem zu lösen,
soll nun die Einwanderung von Asylbewerbern und Balkan-Bewohnern
dazu beitragen."
Mit seiner Position rückt Martin
REEH in die Nähe des nationalkonservativen
Bevölkerungswissenschaftlers Herwig BIRG, der Einwanderung als
Kolonialismus (Stichwort "Brain drain") ablehnt und stattdessen die
drastische Steigerung der Geburtenrate der Bevölkerung ohne
Migrationshintergrund fordert.
Nicht hinterfragt wird auch, ob
es überhaupt einen demografisch bedingten Fachkräftemangel geben
wird. Schließlich wird uns damit schon seit etlichen Jahrzehnten
gedroht...
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UNFRIED, Peter
(2015): Der Intellektuelle als Übersetzer.
Kursbuch-Herausgeber im Porträt: Wozu braucht es Intellektuelle,
wenn wir Fernsehclowns haben? Armin Nassehi sucht einen Weg jenseits
von rechts und links,
in:
TAZ v. 07.09.
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SPÄT, Patrick (2015): Soll man Kinder kriegen oder nicht?
"Nein!", sagen die Antinatalisten,
in:
Telepolis v. 07.09.
Wie macht man Werbung für ein
neues Buch? Man sucht sich ein Thema, das provoziert. Aber offenbar
befürchtet der Autor man könnte ihn tatsächlich ernst nehmen,
weswegen es am Ende heißt:
"Der Autor vertritt in diesem
Artikel nicht die Position des Antinatalismus, sondern möchte
lediglich dieses oft ignorierte und verdrängte Thema zur
Diskussion stellen".
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FRITZEN, Florentine
(2015): Die Kita hätten wir gerne gut und kostenfrei.
Mit dem Ausbau hat die Politik bei den Eltern Ansprüche geschaffen.
Aber kann sie denen überhaupt genügen?
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
06.09.
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SIEVERS, Anne-Christin (2015): Klein, aber fein.
Studenten und Pendler finden in Mikrowohnungen ein Zuhause auf Zeit.
Sind sie die Wohnform der Zukunft?
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
06.09.
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WAGNER, Gerald (2015): Gymnasiale Standortpflege.
Je weniger Kinder es gibt, desto mehr schaffen es auf die
weiterführende Schule. Wie kommt das?
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
06.09.
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SCHULZE HEULING, Dagmar (2015): Was ist soziale Gerechtigkeit?
Auf der Welt soll es gerecht zugehen, da sind sich alle einig.
Trotzdem nimmt die gefühlte Ungerechtigkeit nicht ab, sondern zu.
Dahinter steckt ein großes Mißverständnis,
in:
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v.
06.09.
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FAZ
(2015): Unser Leben im Jahr 2100.
Daten, Krisen, Völkerwanderungen. Es ist eine Zeit des Umbruchs. Was
geht, was bleibt, was kommt? Dies sind unsere Vermutungen, wie
wunderbar seltsam die Welt sein wird,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v.
04.09.
Das Jahr 2100 ähnelt in Sachen
Familie der Gegenwart. Nur dass statt 40jährige Mütter dann
50jährige Mütter normal sein sollen. Selbst die Geburtenrate soll
gleich sein. Die derzeit umstrittene Leihmutterschaft soll genauso
wie Regenbogenfamilien zur Normalität gehören. Erstaunlich wenig
Phantasie also, was Christoph SCHÄFER zu bieten hat, wenn man das
Auf und Ab der vergangenen 100 Jahre bedenkt! Das hätte man alles
genauso für das Jahr 2030 als Realität beschreiben können. Axel
WERMELSKIRCHEN hat zwar den Saturn als Herkunftsplanet von Migranten
auf der Rechnung - für Deutschland hat das mit nur 59 Millionen
Einwohnern aber keinerlei Konsequenzen. Japan denkt er sich als Land
mit 80 Prozent über 90-Jährigen. Auch hier regiert also
Phantasielosigkeit. Er wird nur noch von Rainer SCHULZE übertroffen,
der lediglich Gründerzeitwohnungen kennt, in denen alle wohnen
wollen. Ansonsten plappert er die PR von Technikkonzernen nach.
Man darf ganz sicher sein: wie
sich die FAZ das Jahr 2100 vorstellt, wird es ganz sicher
nicht sein. Man wird sich wohl schon in 20 Jahren über diesen Text
totlachen dürfen...
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WELT-Sonderausgabe:
Die Zukunft ist jetzt |
HERZINGER, Richard (2015): Unsterblichkeit, du bist so nah.
Das Altern abzuschaffen, könnte möglich werden - und es wird auch
Zeit. Denn eines Tages müssen wir unseren Planeten verlassen,
in:
Welt v. 04.09.
Die Welt widmet sich
heute gleich mit einer Sonderausgabe der Zukunft
GASCHKE, Susanne (2015): Das Jahrhundert der Frauen hat längst
begonnen.
Frauen sagen der Gesellschaft, wie sie sein soll: Sie werden immer
stärker. Sie suchen sich jüngere Partner. Sie befreien den Mann. Und
Platz für ein drittes Geschlecht schaffen sie auch noch. Ein Blick
nach vorn,
in:
Welt v. 04.09.
Susanne GASCHKE widmet sich
nicht wie Matthias HORX u.a. Trendforscher den Megatrends, sondern
Mikrotrends:
"Der logische nächste Schritt
in einen Raum mit viel Platz führt in die Politik",
erklärt uns GASCHKE, die
offensichtlich einen Schritt zu früh dran war.
Die USA ist das Land, dem
Deutschland angeblich mit 10jähriger Verspätung nacheifert. Man
darf bezweifeln, dass dies für alle Felder gilt...
"Eine fortschrittliche
Reproduktionsmedizin ermöglicht schon heute späte
Schwangerschaften: Eine kleine, aber stetig wachsende Zahl von
Frauen bekommt Kinder mit über 40. Neue Methoden wie das
Einfrieren von Eizellen eröffnen für die Familiengründung ein
Zeitfenster jenseits des 50. Lebensjahrs. Das ist auch sinnvoll,
denn ein Mädchen, das heute zur Welt kommt, hat statistisch gute
Aussichten, 100 Jahre alt zu werden. Warum soll sie alle
wichtigen Punkte ihrer Biografie in den ersten 35 Jahren
abarbeiten?"
fragt uns ausgerechnet GASCHKE,
die vor 10 Jahren sogar unter 40-jährige Frauen ihrer Generation
zu den lebenslang Kinderlosen zählte.
Damals galt es in den Medien als striktes Tabu mit 40 noch Mutter
werden zu wollen.
Im
Fazit der Rezension des 2005 erschienenen Buches Die
Emanzipationsfalle von Susanne GASCHKE wurden gravierende
Fehleinschätzungen aufgelistet. 2010 würde man dies bereits
erkennen können. Tatsächlich ergab bereits der Mikrozensus 2008,
dass es keine 40 % kinderlose, westdeutsche Akademikerinnen im
Frauenjahrgang 1965 gab, sondern nur 30 %. Bei den jüngeren Frauen
dürften es sogar noch weniger sein (In
Deutschland waren im Jahr 2012 lediglich 25 % der Akademikerinnen
der Frauenjahrgänge 1963 - 1967 kinderlos).
"In den schicken
Großstadtquartieren dominieren Doppelkarriere-Familien mit einem
Kind, während die Mehrzahl der männlichen Kinderlosen in tristen
Quartieren oder Wohnwagensiedlungen haust, weil sie sich die
Mieten in Arbeitsplatznähe nicht mehr leisten können",
hieß es in der Rezension aus
dem Jahr 2005.
Vor kurzem las man in der FAZ erstmals den auf dieser
Website seit über einem Jahrzehnt gebräuchlichen Begriff "Family
Gentrification" und
die SZ
meldete vermehrt "Singlehaushalte" in der "Unterschicht".
"Der Geburtenrückgang konnte
jedoch nicht gestoppt werden, denn es stellte sich heraus, dass
lebenslange Kinderlosigkeit gar nicht die Hauptursache des
Geburtenrückgangs war",
hieß es weiter in der
Rezension. Demografen beklagen
neuerdings
die Zunahme der 1-Kind-Familie als Ursache der niedrigen
Geburtenrate in Deutschland. Das damals in der Rezension von
single-generation.de prophezeite
Ende der Single-Ästhetik ist inzwischen sogar
bei den Mainstream-Soziologen angekommen. Vom angeblichen
Leit- zum Leidbild Single dauerte es kaum ein Jahrzehnt. Im Jahr
2010 erschien die
Dissertation von Sonja DIEML als Buch, in dem erstmals die
Single-Gesellschaft verabschiedet wurde.
Wollen wir uns also die Zukunft
von denen erklären lassen, die wie GASCHKE vergangenheitsfixiert
sind oder sehen wir lieber möglichen Brüchen ins Auge?
BECKER, Claudia (2015): Patchwork? Regenbogen? Hauptsache, Familie!
Die Art, wie Eltern und Kinder in Zukunft leben, wird sich stark
verändern. Die Grundidee bleibt,
in:
Welt v. 04.09.
Auch in der Welt werden
die Gegenwarttrends einfach in die Zukunft weiter geschrieben.
Dabei reicht ein Blick in die Vergangenheit, dass es keine
Linearität bei Entwicklungen gibt. Aus einer konstanten
zusammengefassten Geburtenziffer von 1,4 wird auf eine Konstanz
der durchschnittlichen Geburtenzahl pro Frau fehl geschlossen.
Hinter der Konstanz verbergen sich jedoch gravierende Unterschiede
z.B. hinsichtlich Erstgebäralter (lange Zeit kontinuierlich
gestiegen), Familienerweiterung (Veränderung der Verteilung
zwischen Kinderlosigkeit, 1-, 2- und Mehr-Kinder-Familien) und
Familienzusammensetzung (biologische vs. soziale Elternschaft,
d.h. Adoption bzw. künstliche Befruchtung bzw. Mischformen wie bei
der Patchworkfamilie).
Im Gegensatz zur FAZ wird nicht
das Jahr 2100, sondern lediglich das Jahr 2030 anvisiert,
zumindest wenn man die Grafiken zum Artikel betrachtet.
KAISER, Tobias (2015): Willkommen in Deutschstadt!
Wenn die Urbanisierung ungebremst weitergeht, wird es in einigen
Jahrzehnten hierzulande nur noch Stadtbevölkerung geben. Was würde
das bedeuten?
in:
Welt v. 04.09.
Tobias KAISER diskutiert eine zunehmende Urbanisierung
Deutschlands. Dies verkennt die Suburbanisierung der Innenstädte,
die mit der
Zunahme von Family Gentrifier einhergeht. Wenn aber die Städte
den Charakter von Vorstädten annehmen, dann geht damit ein
qualitativer Wandel einher, dessen Folgen unberücksichtigt
bleiben.
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DESTATIS (2015): 2014: Wanderungsüberschuss in Deutschland von 550.000
Personen,
in: Pressemitteilung des
Statistischen Bundesamtes
v. 03.09.
"Im Jahr 2014 zogen insgesamt 1
465 000 Personen nach Deutschland zu. Das waren 238 000 Zuzüge mehr
als im Jahr 2013 (+ 19 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, hatte es eine ähnlich hohe
Zuwanderungszahl zuletzt im Jahr 1992 (1 502 000 Personen) gegeben.
Insgesamt 914 000 Personen zogen im Jahr 2014 aus Deutschland fort,
116 000 mehr als im Vorjahr (+ 15 %). Damit ergibt sich ein
Wanderungsüberschuss von 550 000 Personen aus der Bilanzierung der
Zu- und Fortzüge über die Grenzen Deutschlands dies ist ebenfalls
der höchste Wert seit 1992", meldet das Statistische Bundesamt.
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SAILER-SCHUSTER, Adelheid
(2015): Karriere von Mitte vierzig an.
Baby und Beruf gehen besser zusammen, wenn man in höherem Altern
noch aufsteigen kann,
in:
Die ZEIT Nr.36 v. 03.09.
Adelheid SAILER-SCHUSTER tischt uns Mythen auf. Angeblich hätten wir
eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt.
Dies stimmt
lediglich, wenn man der dreisten PR eines Wirtschaftsinstituts
aufgesessen ist, die Deutschland sogar auf den letzten Platz
schlecht gerechnet hat. Im internationalen Vergleich wird gerne die
rohe Geburtenziffer als Geburtenrate verkauft. Diese Geburtenziffer
sagt jedoch mehr über die Vergangenheit als über die Gegenwart eines
Landes aus, weil sie auch 100jährige Frauen zur
Berechnung der "Geburtenrate" dazu zählt. Normalerweise werden nur
bis zu 50jährige Frauen als gebärfähig erachtet. Lange Zeit sogar
nur bis zu 45jährige Frauen.
Wer mit rohen Geburtenziffern
argumentiert, der sollte konsequenterweise auch für
Methusalem-Mütter eintreten - oder schweigen...
SPIEWAK, Martin
(2015): Früh beginne, wer Kinder haben will.
Die meisten Paare unterschätzen das Alter als Fruchtbarkeitskiller,
in:
Die ZEIT Nr.36 v. 03.09.
Martin SPIEWAK argumentiert mit einer angeblichen
"Fruchtbarkeitslücke". Dies ist - wie inzwischen sogar deutsche
Bevölkerungswissenschaftler zugeben müssen - ein Forschungsartefakt
der Kinderwunschforschung. SPIEWAK bezieht sich auf eine
niederländische Studie, deren Herangehensweise nicht offen gelegt
wird. Hat der Journalist etwa Angst die Leser könnten
sich eine eigene Meinung bilden wollen?
Während Frauen - so die These von
SPIEWAK - ihre Fruchtbarkeit überschätzen würden (Belege dafür
fehlen), wird den Männern Daueradoleszenz vorgeworfen, die den
Frauen "wertvolle Zeugungszeit" kosten würde.
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SHALLER, Caspar & Lars WEISBROD
(2015): Muss Erwachsenwerden wehtun?
Infantil, egoistisch und zerstreut: So hat der Kapitalismus die
Menschen gern. Die Soziologin Eva Illouz und die Philosophin Susan
Neiman fordern: Übernehme Verantwortung!
in:
Die ZEIT Nr.36 v. 03.09.
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BUDE, Heinz
(2015):
Der gute Mensch ist nicht dumm.
In der Flüchtlingskrise erlebt Deutschland sein neues Sommermärchen.
Über die Chancen und Grenzen der Gastfreundschaft,
in:
Die ZEIT Nr.36 v. 03.09.
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RADISCH, Iris
(2015):
Der ganz normale Nulltext.
Im Dauergequassel der Gegenwart regieren Denkverbote und ein
diffuses Klima der zwanghaften Selbstbegeisterung. Ein paar offene
Worte,
in:
Die ZEIT Nr.36 v. 03.09.
Der ganz normale Nulltext von Iris RADISCH ist Ausdruck dessen,
warum die Medien heutzutage an Glaubwürdigkeit drastisch eingebüsst
haben. Die Jammeriade beklagt
die Konsensgesellschaft, die von den Mainstreammedien selber
hervorgebracht wird. Es gibt nur eine einzige ehrliche Passage in
diesem Artikel:
"»Was ich Ihnen sage, werden
Sie nie drucken«. Und manchmal haben sie sogar recht. Nicht nur
die ARD hat Angst vor ihrem Publikum. Nicht nur dort siegt
gelegentlich die Public Correctness über die Meinungsfreiheit."
Man sollte lediglich das Wörtchen
gelegentlich weglassen.
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DÖRNER, Katja
(2015): Jenseits der "Ehe für alle".
Debatte Neue Familienformen: Immer mehr Menschen übernehmen
Verantwortung füreinander. Das rechtlich abzusichern, ist eine
politische Herausforderung,
in:
TAZ v. 01.09.
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KOCHSKÄMPER, Susanna & Jochen PIMPERTZ (2015): Herausforderungen an
die Pflegeinfrastruktur,
in: IW-Trends, Heft 3, September
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DESCHERMEIER, Philipp & Ralph HENGER (2015): Die Bedeutung
des zukünftigen Kohorteneffekts auf den Wohnflächenkonsum,
in: IW-Trends, Heft 3, September
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GEOGRAPHISCHE
RUNDSCHAU-Thema: Regionen im
Schrumpfungsprozess |
STEINFÜHRER, Annett
(2015): "Landflucht" und "sterbende
Städte".
Diskurse über räumliche Schrumpfung in Vergangenheit und Gegenwart,
in: Geographische Rundschau, September
LEICK, Birgit (2015):
Wie demographische Schrumpfung Unternehmen herausfordert,
in: Geographische Rundschau, September
KÜPPER, Patrick (2015):
Demographischer Wandel und nachlassende Wirtschaftskraft,
in: Geographische Rundschau, September
GLORIUS, Birgit (2015):
Ärzte für Sachsen.
Fachkräftezuwanderung als Lösungsansatz für demographische Probleme?
in: Geographische Rundschau, September
LEIBERT,
Tim (2015):
Abwanderung Jugendlicher aus
postsozialistischen ländlichen Räumen,
in: Geographische Rundschau, September
MEILI, Rahel & Heike MAYER (2015):
Zuwanderung und Unternehmensgründungen in peripheren Berggebieten in
der Schweiz,
in: Geographische Rundschau, September
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ELTERN-Titelgeschichte:
Kommen wir Eltern heute wirklich zu kurz?
Rente,
Freizeit, Geld, Jobchancen - was besser läuft, als wir denken. Und
wo noch was passieren muss |
CARL, Verena
(2015): Das! Ist! So! Ungerecht!
Ob es um Reiswaffeln und den Platz auf Papas Schoß geht oder um
Steuern und Kita-Plätze: Zu kurz kommen ist ein mieses Gefühl. Warum
ist Gerechtigkeit gerade so ein großes Thema? Und werden Familien in
Deutschland tatsächlich benachteiligt?
in: Eltern, September
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CICERO-Titelgeschichte:
Die große Illusion.
Warum unser
Wohlstand in Gefahr ist |
MARGUIER, Alexander
(2015): Wohlstandsillusion.
Während fast überall in Europa die Krise herrscht, freuen sich die
Deutschen über ihre blühende Wirtschaft. Aber wenn wir nicht endlich
aufwachen, dürfte es damit bald vorbei sein,
in: Cicero, September
Hurra, wir wachsen!
titelte der Cicero
im Juni 2013. Zu einem 100-Millionen-Volk sollten die
Deutschen werden. Gerade mal 2 Jahre später - Deutschland platzt
aus allen Nähten, droht uns Alexander MARGUIER schon wieder mit
Schrumpfung und Vergreisung:
"Einer Studie der OECD
zufolge wird die Zahl der Einwohner in Deutschland - Zuwanderung
hin oder her - bis zum Jahr 2030 um knapp 5 Prozent von 81,1
Millionen auf 77,4 Millionen Menschen schrumpfen."
Man sollte sich stattdessen
lieber die
prognostizierten Zukünfte Deutschlands der vergangenen 25 Jahre
ansehen - und was davon geblieben ist...
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BUTTERWEGGE, Christoph
(2015): Vererbte Privilegien,
in: Blätter für deutsche und internationale Politik, September
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KRUSE, Andreas & Eric SCHMITT
(2015): Hochbetagt und mittendrin.
Alter und Gesellschaft,
in: Universitas, September
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LIFT-STUTTGARTMAGAZIN-Titelgeschichte:
Digitales
Techtelmechtel.
So datet
Stuttgart in Zeiten von Tinder, Badoo, Gay Romeo und Funkyfish |
STÄRK, Kathrin & Mara VEIGEL (2015): Digitales Techtelmechtel.
Eigentlich tut es jeder, aber keiner spricht darüber. Nein, nicht
das. Wir sprechen von Online-Dating. Neun Millionen sind
deutschlandweit im Netz auf Partnersuche. Und wer mal kurz innehält,
dem fällt doch sicher mindestens ein Pärchen ein, bei dem Amor die
Pfeile nicht analog verschoss, sondern vor dem ersten Date gechattet
wurde bis das Handy heiß lief. Wie Stuttgart in Zeiten von Tinder,
Gay Romeo oder Funkyfish datet? Wir haben Leute getroffen, die
flirten, tindern, sich verlieben oder einfach nur schnellen Sex
suchen,
in: Lift. Das Stuttgartmagazin, September
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DAS MAGAZIN-Titelgeschichte:
Die bucklige
Verwandtschaft.
Schwiegermütter
und Töchter, Maaamaaa und der ganze Rest: anstrengend und doch
schön! |
KLINGER, Nadja
(2015): Die Wahlverwandtschaften, 2015.
Blick ins Familienalbum: Ist Blut tatsächlich dicker als Wasser,
warum sind Stiefgeschwister stief, und was bedeutet es, wenn wir
sagen, wir sind heutzutage "modern" verwandt?
in: Das Magazin, September
KRÖNER,
Matthias
(2015): Maaaaammmmaaa!
Vatersein entspricht im Grunde einem moralisch vollwertigen
Fleischersatz. Aber eben nur Ersatz,
in: Das Magazin, September
JOEL, Antje
(2015): "Du kapierst es einfach nicht".
Die Tochter hat einen Freund. Das ist sowieso schon ein Problem.
Allerdings ist der Freund auch noch 20 Jahre älter. Und wie die
Tochter von ihm schwärmt, kommt einem genauso bekannt vor wie die
blöden Witze, die er macht,
in: Das Magazin, September
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SCHNABL, Lena
(2015): Ganz allein.
Der "schönste Tag im Leben": Japanerinnen wie Naho Hishide wollen
sich nicht mehr binden. Heiraten wollen sie dennoch. Ein Reisebüro
macht es möglich und richtet Hochzeiten aus. "Solo-Hochzeiten",
in: Das Magazin, September
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PILTZ, Christopher
& Nora REINHARDT
(2015): Generation Butler.
Früher hatten nur reiche und alte Leute Personal. Heute sind schon
Mittzwanziger zu fein zum Putzen in der eigenen WG. Was passiert da
gerade?
in: Neon, September
"Früher beschäftigten nur reiche und alte Leute, die in Villen
wohnten, eine Zugehfrau, einen Gärtner oder einen Chauffeur. Wir sind
die erste Generation, die im Leben kaum was erreicht hat und sich
trotzdem zu fein zum Putzen, Einkaufen und Rumschrauben ist. Wieso
auch, wenn sich alles so leicht outsourcen lässt? fragen Christopher
PILTZ & Nora REINHARDT.
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KITTLITZ, Alard von (2015): Stillgestanden.
Ein Tanzverbotsgesetz hat die eins legendäre Clubkultur Japans
zerstört. In Tokio feiert nur noch eine kleine Undergroundszene und
kämpft gegen das konservative Establishment. Clubben und Tanzen, das
bedeutet in Japan heute wieder: Protest!
in: Neon, September
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GOSMANN, Ulla (2015): "Andere kommen voran, man selbst tritt auf der
Stelle".
Immer häufiger ist von der Abstiegsangst der verunsicherten
Mittelschicht die Rede. Aber ist diese Angst gerechtfertigt? Der
Soziologe
Berthold Vogel warnt vor Panikmache, sieht aber durchaus
Veränderungen, die Anlass zur Sorge geben,
in: Psychologie Heute, September
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 24. - 31. August 2015
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