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News vom 01. - 15. November 2002
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Spruch
des Monats:
"Vereinfacht
formuliert gibt es unter den sogenannt »Alleinlebenden« eine Art
sozialer Polarisierung: Auf der einen Seite finden sich unter
den Alleinlebenden - und dies gilt primär bei Männern -
beruflich-sozial klar desintegrierte Menschen, und es ist
beispielsweise diese Gruppe sozial desintegrierter
alleinlebender Männer, welche - etwa im Vergleich zu
gleichaltrigen verheirateten Männern - ein
überdurchschnittliches Sterblichkeitsrisiko aufweisen. Auf der
anderen Seite findet sich unter den Alleinlebenden - und dies
gilt primär bei Frauen - um eine bedeutsame Gruppe hoch
integrierter, beruflich-sozial hoch kompetenter Menschen. Das
Alleinleben bei dieser Gruppe ist ein spezielle Form des
beruflich-sozialen Erfolgs."
(Elisa Streuli
in
"Alleinleben in verschiedenen Lebensphasen" 2002) |
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| Nesthocker in
Deutschland sind eine unbekannte Grösse. Sie
können dazu beitragen, dass sich das ändert! Angesehenes Frauenmagazin
sucht Männer und Frauen, die über 25 Jahre alt
sind und noch/wieder/vorübergehend bei Ihren
Eltern leben.
Bitte melden bei
[email protected]
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Thema des Tages: Sozialversicherung
- SCHUMACHER, Oliver (2002): "Die
Lasten gerecht verteilen".
Stoiber für Beitrag der Rentner,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.11.
- BAIER, Tina (2002): Im Land der
Greise.
Die Überalterung der Bevölkerung birgt gesellschaftliche
Sprengkraft,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.11.
- BERTHOLD, Norbert/BÖRSCH-SUPAN,
Axel/FRANZ, Wolfgang/SINN, Hans-Werner: Hartz-Pläne sind nicht
bezahlbar,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.11.
- KOCH, Claus (2002): Macht aus den
Rentnern brauchbare Bürger!
Noten und Notizen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.11.
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- STERZINSKY, Georg Kardinal (2002):
Lebenszelle für die Gesellschaft.
Familienpolitik - eine Stellungnahme zum jüngsten Regierungsmodell
der Erziehung und Kinderbetreuung,
in: Süddeutsche Zeitung v. 15.11.
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Schwerpunktthema: "Was wird aus der
Rente"
- MUNSBERG, Hendrik & Regine ZYLKA
(2002): Ältere sollen länger arbeiten.
Familienministerin Schmidt kritisiert Personalpolitik der
Unternehmen. Höhere Lebensarbeitszeit gefordert. Miegel für
steuerfinanzierte Rente,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
- KRAMM, Jutta (2002): Phantom der
Rente,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
- ESCH, Christian (2002): Sparen?
Zwecklos.
Über die ideologischen Ursprünge unseres Rentensystems,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
-
MIELKE, Ralf (2002): "Da ist viel
Heuchelei".
Jürgen Sinn, Chef der Seniorenzeitschrift Lenz über die Medien in
der Rentendebatte,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
- AHNE, Petra (2002): "Von wegen, jetzt
kommt das Leben".
Großmutter und Enkelin unterhalten sich - über leere
Sozialkassen, reisende Rentner und Freude am Alter,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
- STROHMAIER, Brenda (2002):
Vorbildliche Arbeiter.
Die Rolling Stones schuften immer noch. Rentenexperten sollten
sie dafür lieben,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
-
MUNSBERG, Hendrik (2002): "Deshalb
quietscht und knirscht es".
Der Bonner Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel über Zustand und
Reformmöglichkeiten der deutschen Sozialkassen,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
-
ZYLKA, Regine (2002): Alte in die
Produktion.
Die neue Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend, Renate Schmidt (SPD), hält nichts davon, die Generationen
gegeneinander auszuspielen,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
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BOMMARIUS, Christian (2002)
Aufforderung zum Tanz.
Kommentar,
in: Berliner Zeitung v. 15.11.
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- AMEND, Christioph (2002): Wo bleibt die
Hate Parade?
Der Rentenstreit,
in: Tagesspiegel v. 15.11.
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POPOV, Dmitri
(2002): Traumfrauen.
Frauenalltag,
in: Freitag Nr.47 v. 15.11.
- Inhalt:
Die Suche nach der Traumfrau führt deutsche Männer immer öfter nach
Russland.
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SCHWÄGERL, Christian (2002): Im Räuberstaat.
Wie die Regierung uns belügt und wie wir uns alles gefallen lassen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 15.11.
- Inhalt:
SCHWÄGERL meint, dass mit dem Abschlußbericht der
Enquête-Kommission des Bundestags "Demografischer Wandel" bereits
alles zum Thema "Umbau des Sozialstaats" gesagt worden sei und
resümiert:
"Rot-Grün, das wird heute im
Bundestag zu besichtigen sein, wird zum Kampfeinsatz gegen die junge
Generation. So haben es Schröder und Fischer auch gewollt. Kurz nach
der Wahl haben sei entschieden, daß in den Apparaten allein ihre
Generation das Sagen haben soll. So machen sie Generationenpolitik
pur, auf Kosten des Gemeinsinns."
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KAUBE, Jürgen (2002): Verfall eines Staates.
Wie uns die Regierung bestiehlt,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 14.11.
- Inhalt:
Für KAUBE ist der "Generationenvertrag" eine Lüge:
"Um 1980 Geborene werden für
einen Euro im besten Fall achtzig Cent Rente erhalten; wer Jahrgang
1930 ist und regelmäßig eingezahlt hat, erhält für einen Euro zwei.
Zum entsprechenden Verlust an Vertrauen ganzer Generationen in den
Sozialstaat kommt schließlich das ebenso berechtigte Mißtrauen in
die Finanzmärkte, die soeben noch als »zweite Säule« der
Alterssicherung empfohlen worden waren."
Im Anschluss an den Göttinger
Parteienforscher Franz WALTER stellt er fest: "Der programmatische
Erschöpfungszustand der deutschen Parteien ist offenkundig", um
hinzuzufügen:
"In Abwandlung einer berühmten
finalen Geste, die einst den »Verfall einer Familie« besiegelt kann
man über die Sozialpolitik sagen: Sie denken, es komme nichts mehr".
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OSWALD, Georg M. (2002): Von Oberpfaffenhofen zum Mond.
Rock 'n' Roll oder Raubtierkapitalismus? Wir Nachkriegsdeutschen
und unser Amerika,
in: Die ZEIT Nr.47 v. 14.11.
- Kommentar:
Georg M. OSWALD beschreibt das Amerikabild der Zu spät
gekommenen:
"Wie Millionen anderer
Jugendlicher träumte ich mich Mitte der siebziger Jahre in eine
längst untergegangene, aber auf Vinyl, Zelluloid und Papier
konservierte Gegenwelt hinein, deren kultisches Zentrum Woodstock
war. Wie wohl den meisten Kindern der
Post-Achtundsechziger-Generation erschien mir »Protest« vor allem
als soziale Ausdrucksform, weniger als politisches Mittel.
Wir waren unbewusste Nostalgiker, die glaubten, sie seien die
Avantgarde. Das, was wir für Protest hielten, war Mimikry, die wir
uns von den einschlägigen Popkulturerzeugnissen abgeschaut hatten.
Die schmerzliche Grenze aber, die wir erst später erkannten, war,
dass wir keine Amerikaner waren. Keinem Deutschen würde es je
vergönnt sein, so sexy und revolutionär über die Kanäle zu flimmern
wie Jim Morrison, der ohnehin längst tot war, als wir noch übten."
Inzwischen sieht sich OSWALD
jedoch auf der Höhe der Zeit, wenn er im amerikanischen Patriotismus
das Versprechen einer neuen Pathosformel für Deutschland zu erkennen
glaubt.
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GROß,
Thomas (2002): Wie früher, aber anders.
Folkmusic war einmal. In New York spielt man jetzt Antifolk: gegen
den öden Wohlklang und den Zwang zum Konformismus. Szenen aus dem
Leben der neuesten Boheme,
in: Die ZEIT Nr.47 v. 14.11.
- Kommentar:
Thomas GROß hat kürzlich den
Aufstand der alten Männer - wie er die Mitglieder der Punkband
Fehlfarben nannte - kritisiert.
Nun präsentiert er seine
authentische New Yorker Alternative. Im Greenwich Village hat er
einen Generationsgenossen von
Peter HEIN, einen gewissen LACH aufgesucht, der den Begriff
"Antifolk" erfunden hat. Um diesen Begriff hat sich eine "neue
Boheme, eine Sammlungsbewegung der Unangepassten" geschart.
Das Motto dieser Zu kurz
gekommenen ist, sich "jenseits der Mitte neu zu entwerfen". Die
jungen Musiker sind Nesthocker wie ihre deutschen Punkkollegen,
während LACH alles andere als ein Hipster ist: "Ich habe meine
Musik, eine nette, geräumige Wohnung, ich bin mit einer schönen Frau
verheiratet."
Viel Boheme-Pathos, um Antifolk
den Flair des Nonkonformismus zu verpassen!
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BÜSER, Wolfgang (2002): Pflegeurteil.
Wo liegen die Grenzen der Unterhaltspflicht? Kinder haften für ihre
Eltern,
in: Rheinischer Merkur Nr.46 v. 14.11.
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KLEIS, Constanze (2002): Verweile doch, Playboy - Du bist so schön!
Elegie auf eine aussterbende Spezies,
in: Welt v. 14.11.
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ADAM, Konrad (2002): Die falschen Rentenkonzepte
in: Welt v. 14.11.
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KNIPPHALS, Dirk (2002): Abwehrleser.
Jonathan Franzen "Anleitung zum Einsamsein"
in: TAZ v. 13.11.
- Kommentar:
KNIPPHALS nutzt die Besprechung des
Essaybands "Anleitung zum Einsamsein", um die Negativkritik von
Iris RADISCH und Mariam LAU an seinem
Liebling FRANZEN ins Positive zu wenden. Zugleich stilisiert er
FRANZEN als Autor, der sich gerade vom Abwehrleser (Saulus) zum
Paulus wandelt:
"Shirley Brice Heath (...) hat
(...) den Typus des »Abwehrlesers« erfunden. Das sind Leser, die als
Kinder Einzelgänger waren und in Büchern eine Fantasiewelt fanden,
die sie mit niemandem teilen können. Aus diesen Abwehrlesern
entstehen, Frau Heath zufolge, häufig Schriftsteller des
»antisozialen« Typs - auf die deutschen Verhältnisse übertragen
wären das wohl diejenigen, die ständig »Gegenbücher« schreiben
müssen.
Jonathan Franzen, scheints, ist ein Abwehrleser, der sich dagegen
wehrt, ein antisozialer Schriftsteller sein zu müssen."
So kreiert man Helden im
Zeitalter der Normalisierung! FRANZEN als eine Art Joschka FISCHER
der Literatur...
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WALTER, Franz (2002): Sinnfrei und matt.
Die Union hat den Hegemonialkampf um das moderne Deutschland
aufgenommen. Und schon verloren. Denn sie ist isoliert vom
säkularisierten, modernen Bürgertum,
in: TAZ v. 13.11.
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- ZEKRI, Sonja (2002): Stadt, Land,
Flucht.
Nach den Promis gehen die Klempner: Der Exodus aus Deutschland hat
schon begonnen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 13.11.
- Kommentar:
Im Greisenblatt wird wieder über die Vergreisung
gejammert:
"Es geht kein Ruck durch dieses Land,
nicht mal ein Zittern. Dafür kennen inzwischen schon Kinder die
Litanei vom Untergang: Dass Vergreisung, Arbeitslosigkeit in
Permanenz, Rentenhölle und Krankenkassendebakel unseren ganzen
schönen Wohlstand in naher Zukunft auf den Lebensstandard von Guinea
Bisau drücken und dass wir wieder Rilke lesen sollten, der da
schrieb: »Wer spricht von siegen, überstehen ist alles.«"
Depression auf der ganzen Linie...
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MOHR, Reinhard (2002): Also sprach Jedediah.
Mit seinem Buch über das "Elend der Ironie" erregt der junge
amerikanische Autor Jedediah Purdy nun auch in Deutschland Aufsehen.
Doch so treffend die Kritik am zynischen Kult der Oberfläche ist - zum
politischen Diskurs steuert Purdy kaum mehr als guten Willen bei,
in: Spiegel Nr.46 v. 11.11.
- Kommentar:
Der Spiegel glänzt mit Einfallslosigkeit und
übernimmt einfach den Titel vom Harper's Magazine, um über PURDY zu
spotten.
Reinhard MOHR beherrscht die Kunst des Zaungasts. Er bleibt von
der Spassgesellschaft genauso weit entfernt wie von der Neuen
Ernsthaftigkeit eines
Jedediah PURDY.
Ein Mann tut was ein Mann
tun muss, er geht seinen dritten Weg!
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SCHWARZER, Alice (2002): Weil ich Sie mag,
in: Spiegel Nr.46 v. 11.11.
- Kommentar:
Blattmacher unter sich:
Ein Nachruf
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OESTREICH, Heide (2002): Warum Aschenputtel rückwärts läuft.
Woran liegts
eigenlich, wenn Mütter hierzulande kaum Karriere machen?, fragte die
Friedrich-Ebert-Stiftung. Am Staat mit seiner mangelhaften
Kinderbetreuung? Oder an den Müttern selbst, die das Kind als bequeme
Ausrede entdecken?,
in: TAZ v. 11.11.
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SCHWARZ, Patrik (2002): "Absurder Optimismus".
Die zentrale Erfahrung wird die Ungleichheit innerhalb der
Generation sein: Der amerikanische Philosoph Jedediah Purdy über die
Zukunft der Dreißigjährigen, das Ende der New Economy und darüber,
warum es okay ist, seine Eltern zu verteidigen,
in: TAZ v. 11.11.
- Inhalt:
PURDY erteilt dem Kampf der Generationen eine Absage
und thematisiert stattdessen die Ungleichheiten innerhalb einer
Alterskohorte:
"Die Internet-Bubble ist
geplatzt. Gehts jetzt zurück zur Erfahrung der
Generation X, wie sie Douglas Coupland schon einmal Ende der
80er-Jahre beschrieb: eine Jugend, der es zwangsläufig dreckiger gehen
wird als ihren Eltern?
Die Coupland-Einstellung, es werde immer abwärts gehen, hat etwas
gemeinsam mit dem absurden Optimismus der New Economy: Beide Fantasien
spiegeln die Tendenz wider, von begrenzter Erfahrung kühn zu
extrapolieren - einmal nach unten, einmal nach oben. Beides war
natürlich eine Karikatur. In Wirklichkeit wird die zentrale Erfahrung
unserer Generation die Ungleichheit innerhalb der
Generation sein. Anders als früher geht es heute nicht mehr um den
Kampf einer Generation gegen die andere - sondern um den Kampf
innerhalb unserer Generation um ökonomische und soziale Perspektiven."
-
Jedediah Purdy - Das Elend der Ironie
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LÜDER, Almut (2002): "Familienpolitik wird Teil des Bündnisses für
Arbeit".
Die neue Familienministerin Renate Schmidt will den Ausbau der
Betreuungseinrichtungen für Kinder vorantreiben,
in: Welt v. 11.11.
- Kommentar:
Renate SCHMIDT
formuliert zuerst ein Defizit: "die einzigen, die bisher nicht direkt
angesprochen sind, waren die allein stehenden Männer zwischen 50 und
60." Und droht dann an: "Für die wird uns noch etwas einfallen."
-
Renate Schmidt - Politik für die Mütterelite
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- KLOEPER, Inge (2002): Wer schützt die Jungen
vor den Alten?
Die Rentner bleiben ungeschoren. Die Jungen zahlen immer mehr. Bald
kippt das System. Es sei denn: Frühverrentung wird abgeschafft, und
alle arbeiten bis 68,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.11.
- Kommentar:
Für neoliberale Bestandsschützer von
Meinhard MIEGEL bis Axel BÖRSCH-SUPRAN (Mannheimer
Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel) ist die
Sache klar:
Flakhelfer-Generation und 68er sollen
ungeschoren davonkommen, die Zeche sollen die nachfolgenden
Generationen und die Modernisierungsverlierer zahlen.
Diese Botschaft wird gekonnt versteckt
hinter einem Pseudogenerationenkampf.
Wer die Frühverrentung abschaffen will,
gleichzeitig aber das System der Altersversorgung prinzipiell
unangetastet lässt, bzw. per privater Altersversorgung ein
Zurück zur althergebrachten Klassengesellschaft
beschleunigen möchte, dem geht es nicht um soziale
Generationengerechtigkeit, sondern um ganz spezielle
Generationeninteressen und um die verstärkte Polarisierung zwischen
Modernisierungsgewinnern und -verlierern.
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- MECK, Georg (2002): Retter der Nation.
Wer nicht für ihn ist, ist ein Querulant. Amt nächsten Mittwoch
versammelt er alle Gutwilligen: 4600 beten für mehr Arbeit,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.11.
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- MECK, Georg & Winand von PETERSDORFF (2002):
"Von nun an wird im Internet kassiert".
T-Online-Chef Thomas Holtrop über den Erfolg der New Economy, die
Zukunft der Zeitung und den Machtwechsel bei der Telekom,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.11.
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- INACKER, Michael (2002): "Der
SPD geht es um einen Kulturkampf".
Ministerpräsident Roland Koch setzt auf die Wut der Wähler über
Schröder und sieht die CDU fest an der Seite Amerikas,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.11.
- Inhalt:
INACKER interviewt den Hoffnungsträger der
kulturellen Modernisierungsverlierer (DETTLING).
Mit markigen Worten tröstet der
brutalstmögliche Aufklärer seine Klientel:
"Der SPD geht es eben nicht - wie der
Union - um die Wahlfreiheit zwischen Familie und Beruf und bessere
Betreuungsangebote, sondern um einen Kulturkampf, um die
schleichende Asuhöhlung der Familie zugunsten sozialistischer
Volksheim-Modelle".
Zuvor hat KOCH Hessen zum Modelland
erklärt:
"Als Landesregierung, die konkret etwas
tut, um Hessen zum Land der Tagesmütter zu machen, die die Zahl der
Betreuungsangebote an Grundschulen verdreifacht hat, haben wir es
leichter als die Bundes-CDU in der Opposition."
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- NONNENMACHER, Günther &
Alexander MARGUIER (2002): "Schröder und Fischer sind Zyniker".
Helmut Kohl über das transatlantische Verhältnis, die
Wahlniederlage seiner Partei und deren konservatives Tafelsilber,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 10.11.
- Inhalt:
Helmut KOHL gibt aus seinem Schmollwinkel die alte
familienpolitische Leitlinie zur
Verteidigung der Managerhausfrauenehe aus:
"Die rot-grüne Bundesregierung übt eine
ganz neue Form des Zwangs aus, indem sie die Hausfrauen, die
Verantwortung in der Familie tragen, zu diskreditieren versucht.
Wenn Rot-Grün zudem das Prinzip der Familie in Frage stellt, indem
andere Lebensformen für gleichrangig erklärt werden, ist eine Grenze
überschritten. (...). Wir müssen klar sagen, daß diejenigen, die die
Verantwortung in der Familie auf Krippen und Ganztagsbetreuungen
verlagern wollen, eine Politik gegen die Mehrheit in unserem Lande
machen".
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DPA (2002): In Kontaktanzeigen wird zu viel gelogen.
Wissenschaftliche Studie untersucht Partnersuche,
in: Welt am Sonntag v. 10.11.
- Kommentar:
DPA berichtet von den Ergebnissen des
Kommunikationswissenschaftlers Jörg STIMPFIG, der den Arbeitskreis
Human- und Medienkommunkation an der Universität Stuttgart leitet.
Nach seinen Untersuchungen ist das
Internet mit seinen Chats den
Kontaktanzeigen überlegen.
Wer auf seine Anzeige nicht nur einen
Brief eines professionellen Partnervermittlungsinstituts oder gar
eines professionellen Liebesbriefschreibers
erhält, der kann sich glücklich schätzen.
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LACHMANN, Günther (2002): Wie funktioniert eine alternde
Konsumgesellschaft?
Die Alten müssen in Zukunft länger und mehr arbeiten und werden
eine wichtige Zielgruppe mit neuen Ansprüchen und Möglichkeiten,
in: Welt am Sonntag v. 10.11.
- Kommentar:
Die Werbewirtschaft hat sich wohlklingende
Begriffe wie
"Best Ager", "Golden Generation" oder auch "Silver Surfer" für die
jungen Alten ausgedacht. Die
längere Lebensarbeitszeit soll ihnen mit Konsum versüßt werden.
Das Problem ist nur: Die
Massenarbeitslosigkeit wird erst in frühestens 10 - 20 Jahren
spürbar zurückgehen - wenn überhaupt.
Bis dahin dient eine Ausweitung der
Lebensarbeitszeit nur der problemloseren Durchsetzbarkeit des
Niedriglohnsektors.
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LACHMANN, Günter (2002): Lufthoheit über Kinderbetten.
Mit dem Ausbau der Kinderbetreuung greift der Staat in die
Erziehung ein. Schadet dieser Schritt der Mutter-Vater-Kind-Beziehung?
in: Welt am Sonntag v. 10.11.
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WELT AM SONNTAG (2002). "Wir müssen die Familie stärken".
Interview mit Vaterschaftsforscher Wassilios E. Fthenakis,
in: Welt am Sonntag v. 10.11.
- Inhalt:
Wassilios E. FTHENAKIS ist nicht generell gegen den Ausbau der
staatlichen Kinderbetreuung, fordert jedoch eine
Qualitätsverbesserung bei der staatlichen Kinderbetreung.
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LVT (2002): Es war einmal in SO36.
Sein
Kreuzberg-Roman "Herr Lehmann" machte Element-of-Crime-Sänger Sven
Regener zum Literaturstar. Jetzt verfilmt Leander Haußmann den
Bestseller mit Detlev Buck und Christian Ulmen,
in: Tagesspiegel v. 10.11.
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Tag der Ostalgie: Die ersten
Wessis aus dem Osten treffen die ersten Ossis aus dem Westen
-
GUTSCH, Jochen-Martin (2002): Man begibt sich in so eine Art
Erinnerungsrausch.
Jana Hensel hat ein Porträt der Generation von Mittzwanzigern
geschrieben, die im Osten ihre Kindheit erlebten und dann im Westen
ihre Jugend,
in: Berliner Zeitung v. 09.11.
-
Jana Hensel - Zonenkinder
-
LEINEMANN, Susanne & Antje SCHMELCHER (2002): Generation Trabant.
Angekommen im neuen Deutschland? "Zonenkinder im Gespräch,
in: Welt v. 09.11.
- Inhalt:
Gespräch mit Julia SCHOCH, Jakob HEIN, André
KUBICZEK und Jana HENSEL über Pop und die Welt...
- LEINEMANN, Susanne (2002): Mauer weg.
Wieder eingeschlafen.
Es war eine große, friedliche Revolution. Damals, im November
1989, sorgten junge Menschen dafür, dass die Grenze geöffnet wurde.
Aber die Generation der inzwischen um die 30-Jährigen wird nicht
mehr beachtet. Es fehlt ihr etwas Entscheidendes: eine Haltung,
in: Frankfurter Rundschau v. 09.11.
-
Susanne Leinemann - Die 89er: eine Generation im Wartestand
- LINNARTZ, Mareen & Barbara MAUERSBERG
(2002): "Ich bin der Osten".
Nina Hagen über den Mauerfall, Einläufe für die PDS und
Drogen-Trips mit Honecker,
in: Frankfurter Rundschau v. 09.11.
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- MICHALZIK, Peter (2002): Generation mit
Vertrag.
Dafür aber ohne Arbeit und immer noch ohne Rente,
in: Frankfurter Rundschau v. 09.11.
- Inhalt:
Peter MICHALZIK, ein Angehöriger der Single-Generation mit Nähe
zur Generation Golf, sieht sich angesichts der Rentenbeschlüsse von
Rot-Grün im Zugzwang und ruft zaghaft zum Kampf der Generationen
auf.
Ausgehend von
Douglas COUPLANDs "Generation X" stilisiert er sich als Teil
einer "verlorenen Generation":
"Man kann es,
angesichts der vielen frohgemuten Generationsentwürfe, die im
Fahrwasser seines Erfolgs munter weiter planschten, gar nicht mehr
glauben - aber Couplands Ausgangspunkt war die im wesentlichen doch
politische Erkenntnis, dass er und seine Generationsgenossen die
ersten sein werden, die weniger als ihre Eltern haben werden, dafür
aber noch die Folgen der ökonomischen und ökologischen Sünden werden
tragen müssen. Sich dem gesamten Zusammenhang zu entziehen, schien
ihm damals als letzter Ausweg."
MICHALZIK möchte jetzt endlich den
verpassten Generationenkonflikt nachholen.
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- ZUCKER, Reneé (2002): Born to shop
wild,
in: Frankfurter Rundschau v. 09.11.
- Inhalt:
Reneé ZUCKER greift in die
Debatte um die "neue Bescheidenheit" ein. Juli
ZEH setzt sie die "alte Bescheidenheit" entgegen, die Anfang der
90er Jahre im Luxus endete. Und ALDI ist auch nicht mehr Stand der
Dinge, sondern LIDL...
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DETTLING, Warnfried (2002): Im 30-Prozent-Turm.
Nach ihrem schlechten Wahlergebnis muss die Union neues Land
gewinnen, ohne das alte zu entvölkern - im Augenblick sieht es nicht
so aus, als hätte sie das begriffen,
in: TAZ v. 09.11.
- Inhalt:
Warnfried DETTLING unterscheidet ökonomische und kulturelle
Modernisierungsverlierer.
In der
Familienpolitik sieht er nur den Anlass und Auslöser, nicht aber die
Ursache für die Kulturkämpfe, die von den kulturellen
Modernisierungsverlierern ausgerufen werden:
"Dass es ökonomische
Modernisierungsverlierer gibt und mit ihnen ein Potenzial für
Populisten aller Art, ist bekannt. Die kulturellen
Modernisierungsverlierer hat man bisher in biedermeierlichen
Wohnungen vermutet, hinter Fachwerk und Schindeln, fromme Frauen,
das graue Haar zu einem Dutt zusammengebunden, die regelmäßig in die
Betstund gehen und daran verzweifeln, dass sie die böse und heillose
Welt nicht draußen halten können.
Bedrohlicher für die Zukunft der CDU werden kulturelle
Modernisierungsverlierer der anderen Art: Männer im besten Alter und
mit größtem Erfolg, die in einem modernen Ambiente leben und
arbeiten, mehr der Welt- als der Kirchenfrömmigkeit huldigen,
regelmäßig Leitartikel schreiben, dabei zu vielen Dingen ganz
aufgeklärte Ansichten vertreten, bei einem Thema freilich
zuverlässig ausrasten auf eine Weise, die man bei klugen Köpfen
nicht für möglich gehalten hätte. Sie beobachten von ihren Kanzeln
herab die Gesellschaft und sehen, was sich alles verändert (hat).
Sie haben das subjektive Gefühl, dass mit dem Wandel der
Familienformen und der Art und Weise, wie nun auch die CDU darauf
reagiert, ihr persönliches Lebensmodell im Nachhinein entwertet
wird. Und sie sehen, wie sie in der Öffentlichkeit die
Deutungshoheit verlieren über das, was eine bürgerliche Gesellschaft
heißen und wie sie sein soll. So sind sie in einem sehr konkreten
Sinne Verlierer des Wandels."
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MENSING, Kolja (2002): Wie komme ich hier raus?
Aufgewachsen in der Provinz. Jede Menge Erfahrungen aus
einer anderen Welt. Heimatliches vor winterlichen, ja
weihnachtlichen Tagen. ein mono.mag von Kolja Mensing (Text)
und Thomas Dashuber (Fotos),
in: TAZ v. 09.11.
- Inhalt:
Kurzgeschichten von Kolja MENSING aus der
Provinz über eine Heimfahrt an Weihnachten, das Leben in
einer Neubausiedlung, Provinzdiskos, Fußgängerzonen und die
Letzte Ausfahrt aus der Provinz. Alle Geschichten stammen
aus dem
Buch "Wie komme ich hier raus?"
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WINKLER, Willi (2002): Früher war alles besser!
Die Alten waren noch nie so rüstig wie heute. Leider wird das noch
böse enden...,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.11.
- Kommentar:
Im Greisenblatt SZ klagen vergreisende Journalisten
über die Vergreisung. Das kann nur böse enden!
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BECK, Ulrich (2002): Mit der Macht der Feinde.
Protest in Florenz: Das Globalisierungsparadox
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.11.
- Kommentar:
Der Globalisierer
Ulrich BECK über seine Konkurrenten um mediale
Aufmerksamkeitsressourcen...
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KAISER, Jost (2002): Die Stadt des schnellen Wohlgefallens.
Sydney bietet die Kulisse für die neuen Großstadt-Bohemiens, die
alles Gegensätzliche zur schicken Pose verwandeln,
in: Süddeutsche Zeitung v. 09.11.
- Inhalt:
Jost KAISER ist in
Sydney dem postbürgerlichen Lebensstil der Neuen Mitte auf der Spur:
"vielleicht ist
Sydney längst das Biotop jener, vom amerikanischen Historiker
David Brooks beschriebenen neuen Schicht der „Bourgeois
Bohemiens“, die die Revolutionen des vergangenen Jahrhunderts, die
Hippierevolution der 60er und die Finanzrevolutionen der 80er und
90er längst zu einem postbürgerlichen Lebensstil zusammengefasst
hat, gegen den Widerstand zwecklos ist, weil er alles umfasst und zu
einer neuen bürgerlichen Universalkultur verschmilzt".
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FUCHS, Stefan (2002): Amerika und die Macht des Scheiterns.
Neoliberalismus. Der Soziologe Richard Sennett über den "Neuen
Kapitalismus" und eine Gesellschaft, die den Zwang zur Konformität
ebenso bracht wie die Angst vor der Leere,
in: Freitag Nr.46 v. 08.11.
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Richard Sennett - Respekt im Zeitalter der Ungleichheit
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AREND, Ingo (2002): Der Setzkasten der Erinnerung.
Fetischcharakter. Jana Hensel hat Sehnsucht nach dem Warenparadies
DDR,
in: Freitag Nr.46 v. 08.11.
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Jana Hensel - Zonenkinder
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SCHWARZ, Patrik (2002): Was für ein ordentlich junger Mann.
Als Jungstar der Politphilosophie erfüllt Jedediah Purdy das
Bedürfnis vieler Amerikaner nach neuer Ernsthaftigkeit,
in: TAZ v. 08.11.
- Inhalt:
Ein Porträt des US-amerikanischen Kommunitaristen
Jedediah
Purdy, der z.Z. auf einer Lesereise durch Deutschland tourt.
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LÜHE, Marion (2002): Oden auf den Goldbroiler.
Mag auch die DDR historisch erledigt sein, in den Herzen mancher
Jungliteraten ist sie wieder auferstanden,
in: Rheinischer Merkur Nr.45 v. 07.11.
- Inhalt:
LÜHE begutachtet die Bücher von Jana HENSEL ("Zonenkinder"),
Susanne LEINEMANN ("Aufgewacht.
Mauer weg") und Wolfgang ENGLER ("Die
Ostdeutschen als Avantgarde")
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KNIPPHALS, Dirk (2002): Für meinen Geldbeutel sehe ich blau.
Geiz ist geil! -
behauptet der aktuelle Werbespot einer Multimediakette. Das
Geldausgeben ist in Verruf geraten - schreiben junge
Schriftstellerinnen. Statt Konsumfreudigkeit zu propagieren, entdeckt
die werbetreibende Branche derzeit den Spaß an der Sparsamkeit. Es ist
eben Rezession, Baby,
in: TAZ v. 07.11.
- Inhalt:
KNIPPHALS hat den
SPIEGEL-Essay von Juli ZEH gelesen und im Wirtschaftsteil der SZ
einen Bericht über einen Werbespot gefunden. Nun entlarvt er die
neue Bescheidenheit der Leistungsgeneration Golf als aggressive
Verteidigungshaltung:
"Mit derselben inszenierten Brutalität,
mit der noch vor zwei Jahren das Geldverdienen etwa am neuen Markt
gepusht wurde -
»Mein Haus, meine Frau, mein Auto« -, geht es jetzt darum, das
Erreichte zu verteidigen. Während die Haffas in München vor Gericht
stehen, retten ihre einstigen Fans - während sie auf den
Titelbildern als
»Generation arbeitslos« auftauchen - gerade, was zu retten ist:
ihr Erspartes. Dass
das Geld nicht mehr unbedingt für einen arbeitet, hat man
verstanden; nun geht es darum, es zumindest zu behalten."
Wurde bisher mit Rainer Maria RILKEs Gedicht "Herbsttag" die
Einsamkeit der Alleinlebenden beschworen, so bekommt es nun im
Kontext der rot-grünen Bevölkerungspolitik eine neue Bedeutung:
"Wer jetzt kein Haus hat, der
kriegt auch keine Eigenheimzulage mehr."
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FRISCHEN, Konstanze (2002): Der Sieg des Aldi-Prinzips.
Discount-Geschäfte sind die Gewinner der Krise im Einzelhandel. Mit
Designertaschen, Schokotrüffeln und Biomöhren locken sie selbst
Wohlhabende vor ihre Regale,
in: Die ZEIT Nr.46 v. 07.11.
- Inhalt:
Passend zum Artikel von
KNIPPHALS in der TAZ und dem SPIEGEL-Essay von
Juli ZEH hat die ZEIT den "Smart Shopper" in den Discount-Läden
entdeckt:
"Gerwin Eck, Geschäftsführer
des Mode-Discounters Takko Holding, denkt inzwischen wie ein
Soziologe. »Die mittlere Einkommensschicht polarisiert sich
zunehmend. Aus der Dreischichtengesellschaft wird eine
Zweischichtengesellschaft«, sagt er.
Die Konsequenz aus dieser Annahme? Die heutigen Normal- und
Besserverdiener wollen billig kaufen, geben ihre alten Ansprüche
aber nicht völlig auf."
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KRUGMAN, Paul (2002): Der amerikanische Albtraum.
Vom Millionär zum Milliardär: Befreit von allen Gleichheitsidealen,
reißen die Reichen in den USA immer mehr Wohlstand an sich. Die
Mittelschicht löst sich auf,
in: Die ZEIT Nr.46 v. 07.11.
- Kommentar:
1989 erschien
"Angst vor dem Absturz" von Barbara EHRENREICH über das Dilemma
der Mittelklasse.
Der US-amerikanische Ökonom Paul KRUGMAN
behauptet nun, dass sich die Mittelklasse in den USA inzwischen
tatsächlich polarisiert hat:
"das Amerika der
fünfziger und sechziger Jahre, in dem ich aufwuchs, war eine
Mittelklassegesellschaft. Die großen Einkommens- und
Wohlstandsunterschiede des Goldenen Zeitalters waren verschwunden.
(...).
Doch das ist lange her. Heute leben wir wieder in einem Goldenen
Zeitalter - ähnlich extravagant wie das Original. Villen und Paläste
erleben ihr Comeback. (...).
Nur wenigen Leuten ist bewusst, wie sehr sich in diesem Land die
Kluft zwischen den sehr Reichen und dem Rest innerhalb relativ
kurzer Zeit verbreitert hat. Wer sich mit diesem Thema beschäftigt,
setzt sich unweigerlich dem Verdacht aus, "Klassenkampf" oder eine
"Politik des Neides" zu betreiben. Und nur wenige Leute sind
tatsächlich willens, über die weitgehenden Auswirkungen dieser sich
immer weiter öffnenden Schere zu sprechen - ökonomische, soziale und
politische Auswirkungen."
Was für die USA gilt,
das existiert in Ansätzen auch in der Berliner Republik. Nur wenige
wie
Paul NOLTE sprechen jedoch offen von einer deutschen
"Klassengesellschaft".
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BALZER, Jens (2002): Was hab ich denn da vorn verlorn?
Für die, die immer noch da sind: "Knietief im Dispo", das neue
Album der Fehlfarben,
in: Berliner Zeitung v. 07.11.
- Inhalt:
BALZER hat die
Kontroverse zwischen Diedrich DIEDERICHSEN und Thomas GROß um die
Band "Fehlfarben" verfolgt und liest die Stellungnahme von
DIEDERICHSEN als Verteidigungsschrift mit falschen Argumenten:
"Tatsächlich (...) hat es bei
den Fehlfarben ja niemals irgendwelche Ursprungsfantasien oder
Sehnsüchte nach Vergangenem gegeben. Der Existenzialismus, den sie
gepflegt haben (und weiterhin pflegen), ist jener Existenzialismus,
der dem Punkrock je schon innewohnt. Wer sich mit seiner ganzen
Existenz aufs Spiel setzen will, wer, wie ein heute wieder populärer
Punkslogan hieß, seine Jugend verschwendet, behält dabei am Ende
eben nichts übrig als die offene Frage, wie man nach dem Ende
dessen, worum es einem eigentlich ging, irgendwie weiterlebt.
Davon handelte
»Monarchie und Alltag«, davon handelt nun auch
»Knietief im Dispo« - nur eben aus der Perspektive von Dreißig-,
vielleicht Vierzigjährigen, denen die Welt noch immer nicht als die
eigene erscheint.
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STEINFELD, Thomas (2002): Das Türmchenspiel.
Schneller, höher, weiter: Die Rentenbeiträge und die Bahn AG,
in: Süddeutsche Zeitung v. 06.11.
- Inhalt:
Thomas STEINFELD beschreibt die Bahn AG als Profiteur der "immer
unangenehmer, ja unerträglicher werdenden Schwundstufen eines
angeblichen Generationsenvertrags".
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MÜLLER, Lothar (2002): Wenn das Grundgefühl zerbricht.
Ein Mann mit zwei Schreibhänden, die voneinander nichts wissen: Der
japanische Autor Haruki Murakami im Gespräch,
in: Süddeutsche Zeitung v. 06.11.
- Inhalt:
Haruki MURAKAMI erläutert u.a. sein Lebensgefühl:
"Ich habe mich immer wie jemand gefühlt,
der das Unsicherwerden des Bodens, der Katastrophen vielleicht nicht
prophezeit, aber doch vorausahnt. Dass unter der Oberfläche ein
Chaos verborgen sein könnte, war mein Lebensgefühl von Beginn an,
schon im fortschrittsgewissen Japan der Nachkriegszeit. Ich war in
den späten sechziger Jahren, in der Zeit der Rebellion, Student. Ich
gehöre dieser Zeit, dieser Generation an. Aber spätestens in den
frühen siebziger Jahren hatte ich alle Illusionen und Utopien
verloren. Ich habe dann sehr hart in meinem Jazzclub gearbeitet und
hatte erst in den späten Siebzigern den starken Wunsch, etwas zu
schreiben. Da war ich schon fast dreißig, das Jahrzehnt zuvor habe
ich in einer Art Vereisung und Erstarrung verlebt."
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- SCHOETTLI, Urs (2002): Von Meiji zu Gucci.
Was hinter der Obsession für Luxusgüter steckt,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 05.11.
- Inhalt:
SCHOETTLI erklärt die
Konsumlust der jungen japanischen Single-Frauen:
"Die europäischen Luxusmarken erhalten
einen grossen Teil ihres Appeals daraus, dass sie der japanischen
Ästhetik mit ihrer Betonung von zurückhaltender Eleganz in geradezu
idealer Weise entsprechen. Doch das Glück, das die Handtasche mit
dem richtigen Markenzeichen zu verschaffen vermag, reicht viel
weiter. Es lässt sich Stilbewusstsein und Kaufkraft zur Schau
stellen, und gleichzeitig verschafft die allgemeine Anerkennung
einer Luxusmarke Sicherheit. Man kann ja, wenn man das Label von
Yves Saint Laurent oder Armani trägt, unter seinesgleichen nicht
fehlgehen. So selbstbewusst modern sich die eleganten Singles in
ihrer äusseren Erscheinung geben mögen, in ihrer Seele sind sie
letztlich den Werten ihrer Elterngeneration treu geblieben und
wissen wie diese, was sich gehört."
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Thema Familienkunde und
Familienwahlrecht
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AP (2002): Renate Schmidt fordert neues Schulfach "Familienkunde".
Erziehung zu Partnerschaft und Familie soll auch in Schulen
stattfinden,
in: Welt v. 05.11.
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HEINEN, Guido (2002): Wenn der Staat das Lieben lehrt,
in: Welt v. 05.11.
- HEBEL, Stephan (2002): Vater Staat und
Mutter Schmidt.
Renate Schmidt als perfekte Symbiose: Die Ministerin gibt uns
fortan das Gefühl, in einer großen, friedlichen Familie zu leben,
in: Frankfurter Rundschau v. 05.11.
- Inhalt:
Ein bissiger Kommentar zu den Vorstellungen der
Familienministerin:
"Eine wahnwitzig schöne Vorstellung, wie Klein
Fritzchen von Vater Staat via Lehrerin erfährt, was sein realer
Papi, falls vorhanden, ihm partout nicht verraten will: ». . . was
Partnerschaft bedeutet, . . . wie man Hausarbeit teilt und was
Kinder brauchen«. Es wird etwas dauern, bis Fritzchens
Vorstellungen vom Teilen der Hausarbeit mit denen von Renate
Schmidt übereinstimmen. Aber irgendwann wird der Kleine schon
verstehen, dass Vater Staat nicht beim Geschirrspülen »helfen
kann« und auch nicht so recht bei Schule und Gedöns, aber dafür
durch Einführung des Lehrfachs »Familienkunde«. (...). Als
»Privatfrau« fordert sie nebenbei ein Wahlrecht von Geburt an.
Nach der Familienkundestunde geht Papi für Fritzchen wählen. Das
wird ihn trösten."
- CAS (2002): So ein Gedöns.
Ministerin für Familienkunde,
in: Tagesspiegel v. 05.11.
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- KOUFEN, Katharina (2002): Ja,
in: TAZ v. 05.11.
- UNRUH, Trude (2002): Nein,
in: TAZ v. 05.11.
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- FRANZEN, Jonathan (2002): Du sagst Kunst,
ich sage Unterhaltung.
Mr. Difficult oder Der gefährliche Pakt zwischen dem Autor und
seinem Leser: Wie ich lernte, die Romane von William Gaddis zu lesen,
in: Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 05.11.
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Jonathan Franzen - Anleitung zum Einsamsein
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ENGELS, Silvia (2002): Streit um Sozialpolitik in der Koalition.
Silvia Engels im Gespräch mit Kathrin Göring-Eckhardt, Vorsitzende
der Grünen-Bundestagsfraktion,
in: DeutschlandRadio v. 04.11.
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- DIEDERICHSEN, Diedrich (2002): Lange her.
Diedrich Diederichsen über das Comeback der Fehlfarben,
in: Tagesspiegel v. 04.11.
- Inhalt:
Diedrich DIEDERICHSEN widerspricht
Thomas Groß (TAZ vom 19.10.2002), der den Fehlfarben
Geschichtsblindheit vorgeworfen hatte. Für DIEDERICHSEN waren die
Fehlfarben noch nie eine Band auf der Höhe der Zeit:
"Sie haben schon 1980 Rückschau
gehalten, ihr Grundton war immer schon ein verklingender, ihr Gemüt
vom Grau des Schleiers verdunkelt, der immer schon über der Stadt
liegt. Die Fehlfarbe war nicht die seltene, fehlende Farbe einer
Reihe, sondern anders als bei der Zigarre das Fehlen jeglicher
Farbe. Diese Stimmung wird aber nicht formuliert aus der brennenden
Langeweile einer Jugend, die noch auf neues Ding und Jugendbewegung
wartet, sondern damals schon aus der präpotenten Sicherheit heraus,
dass man das Beste allemal hinter sich hat."
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- BULLION, Constanze von (2002): Vital bis zur
Erschöpfung.
Ohne Vorwarnung hat sie der Kanzler aus ihrer Nürnberger
Behaglichkeit ins Kabinett geholt. Auf einmal war sie
Familienministerin. Sie hat nicht Nein sagen können. Jetzt muss Renate
Schmidt wieder die unermüdliche Karrierefrau geben - und bezahlt dafür
einen hohen Preis,
in: Tagesspiegel v. 04.11.
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ZEH, Juli (2002): Das Gregor-Prinzip.
Juli Zeh über die neue Bescheidenheit junger Leute,
in: Spiegel Nr.45 v. 04.11.
- Inhalt:
Juli ZEH beschreibt Gregor (BWL-Student und bislang
sicherer Yuppie-Anwärter), Füsser (Student der
Geisteswissenschaften; das Studium als "Vorbereitung auf die
Arbeitslosigkeit") sowie deren Partnerinnen Nina und Nele
(Jura-Studentinnen) als typische Studenten der Leistungsgeneration
Golf/Berlin.
Während Gregor und Füsser bis vor kurzem
in zwei verschiedenen Konsumwelten lebten, haben sich nun die Welten
angenähert und ALDI-Sekt ist zum Symbol der neuen Bescheidenheit
sowohl bei der zukünftigen idealistischen als auch bei der
materialistischen Elite geworden.
ZEH fragt sich deshalb wohin dies führt,
denn in der Wirtschaftsdepression ist Konsum die erste Bürgerpflicht
und der Yuppie avanciert zum Gutmenschen, während die
Kostenlos-Kultur im Internet an kriminelle Machenschaften grenzt.
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LAU, Mariam (2002): Allein erziehen: Glück oder Unglück?
Eineltern-Familien sind nun einmal da - der Staat soll helfen,
nicht den Zustand verklären,
in: Welt v. 04.11.
- Kommentar:
Man möchte nicht in Mariam LAUs Milieu zuhause sein,
denn dort gibt es außer Frau LAU nur infantile Alleinerziehende,
die
Wiglaf DROSTEs Kolumnen entsprungen scheinen.
Glücklicherweise ist dieses Milieu
quantitativ gesehen irrelevant, leider hält es sich für repräsentativ
und da liegt das Problem der LAU-Fraktion.
Alleinerziehen ist nur für
Neue-Mitte-Yuppie-Moms á la Stella BETTERMANN eine
fröhlich-freiwillige Angelegenheit und oftmals handelt es sich nur um
ein steuer- bzw. familienrechtliches Alleinerziehen. Ansonsten werden
alle Privilegien des Standes genossen - einschließlich des Partners,
mit dem man zusammenwohnt.
Ähnlich wie die Onkel-Ehen der
Nachkriegszeit, ist der Status "Alleinerziehende" die Konsequenz eines
Staates, der Lebensformen nicht gleichbehandelt, sondern
diskriminiert.
Jenseits der Neuen Mitte - dort wo Frau
LAU keinen Blick hinwirft - beginnt das Schicksal jener
Alleinerziehenden, die ihrem Status keinen Mehrwert abgewinnen können.
Aber dafür ist im
Betroffenheitsjournalismus à la LAU kein Platz!
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- TIGGES, Claus (2002): "Wir heiraten nur aus
Berechnung".
Nobelpreisträger Gary Becker über die Effizienz der Ehe, die
Nachfrage nach Kindern und die Ökonomie der Polygamie,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.11.
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- BEBBER, Werner van (2002): Nur die
lohnarbeitende Mutter ist eine gute Mutter.
Der Staat gibt, der Staat nimmt: Die rot-grüne Familienpolitik
verteilt um. An der wirklich unabhängigen Familie ist sie nicht
interessiert,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 03.11.
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- SUTTER, Liz (2002): Das Märchenprinz-Syndrom.
Wieder einmal behauptet ein Mann zu wissen, was Frauen wirklich
wollen: Gerettet werden,
in: Neue Zürcher Zeitung am Sonntag v. 03.11.
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Jean-Claude Kaufmann - Singlefrau und Märchenprinz
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BANZE, Sonja (2002): Hurra, wir leben noch - und das sogar sehr gut,
Jung, ehrgeizig, erfolgreich:
Die Macher unter 45 Jahren lassen sich durch die Wirtschaftskrise
nicht unterkriegen. Die Protzer sind verschwunden, übrig geblieben ist
die Generation Fleiß
in: Welt am Sonntag v. 03.11.
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- NIEMANN, Sonja (2002): Wie oft? Wie
lange? Wie gut?
Abstruse Studien, seltsame Theorien - wenn es um Sex geht, darf
alles geschrieben werden. Wer aber prodziert die harten Fakten zum
Thema GV (Geschlechtsverkehr)? Ein Seitensprung,
in: Frankfurter Rundschau v. 02.11.
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- SCHLAFFER, Hannelore (2002): Venus und
Hygieia.
Die Entgrenzung als Eingrenzung - kleiner Versuch über Sex,
in: Neue Zürcher Zeitung v. 02.11.
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- KOCH, Christine & Johannes WERRES (2002):
Das Saarland altert schneller.
Arbeitsgruppe befasst sich mit Bevölkerungsentwicklung.
Alternsforscher Baltes: Reform statt Reparatur,
in: Saarbrücker Zeitung v. 02.11.
- SERINGHAUS, Peter (2002): Selbstbewusste
Senioren.
Die Sicht aufs Alter beginnt sich zu wandeln,
in: Saarbrücker Zeitung v. 02.11.
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- SAARBRÜCKER ZEITUNG (2002): Die ersten
Wessis aus dem Osten.
Die 26-jährige Jana Hensel über ihr Buch "Zonenkinder",
in: Saarbrücker Zeitung v. 02.11.
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Jana Hensel - Zonenkinder
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BUDE, Heinz (2002): Land ohne Versprechen.
Versinken wir im Dämmerschlaf der Restauration?,
in: Süddeutsche Zeitung v. 02.11.
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Heinz Bude - Theoretiker der Generation Berlin
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MENSING, Kolja (2002): Hoffnung kann gebaut werden.
Familienfreundliche Grundrisse und ökologisch korrekte
Holzschutzmittel: Im Einfamilienhaus spiegelt sich seit eh und je der
Wunsch nach einer besseren Gesellschaft. Jetzt hat das rot-grüne
Reformprojekt sich der Eigenheimzulage angenommen,
in: TAZ v. 02.11.
- Inhalt:
Nach einem kurzem Abriss der Eigenheimutopien in der
Nachkriegszeit beschreibt MENSING das aktuelle rot-grüne Projekt der
Bevölkerungspolitik:
"Angesichts der Tatsache, dass nur noch in
einem guten Drittel der deutschen Haushalte Kinder leben, möchte die
Koalition aus dem Einfamilienhaus offenbar eine Zuchtstätte machen.
Die Wunschmaschine zum Kinderwunsch: Mit der Änderung des Gesetzes zur
Eigenheimzulage stirbt das Einfamilienhaus nicht, sondern wird Teil
des von Tag zu Tag sich deutlicher abzeichnenden rot-grünen
Reformprojekts. Ab ins Nest. Brüten."
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HILLAUER, Rebecca (2002): "Verlieben kann sich jeder Trottel".
Singleberater Christian Thiel sagt, ab 30 wird's mit der Liebe
schwierig. Seine Empfehlung: Trotzdem gelassen bleiben,
in: Das Magazin, November
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LEINEMANN, Susanne (2002): Der Morgen danach.
Noch ein Generationenporträt. Eine Attacke auf die 30jährigen:
Kommt raus aus euren Kinderzimmern!,
in: Das Magazin, November
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Susanne Leinemann - Die 89er: eine Generation im Wartestand
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SCHAAKE, Monika (2002): Herz-Schmerz
nach Feierabend.
Das Herz übervoll, aber das Papier bleibt weiß - aus dieser Not
befreien professionelle Liebesbrief-Schreiber ihre Kunden. Ein
lohnender Nebenjob für Romantiker, die ihr Talent für gefühlvolles
Schreiben in bare Münze umsetzen wollen,
in: Die Geschäftsidee Nr.11, November
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BITTELMEYER, Andrea (2002):
Speed-Dating: Flirten gegen die Eieruhr.
Zehn Männer an einem Abend kennen lernen? Andrea Bittelmeyer hat es
beim neuen TREND-FLIRTEN ausprobiert,
in: Tomorrow Nr.11, November
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KUNTERDING, Kathrin (2002):
Web-Tagebücher: Der neue Kult.
WEBLOGS sind voll im Trend. Eine halbe Million Menschen schreibt
täglich auf, was sie bewegt - und die Welt liest mit,
in: Tomorrow Nr.11, November
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom
16. - 31. Oktober
2002
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©
2000-2002
Bernd Kittlaus |
[email protected] |
Stand:
15. Januar 2003 |
|
Zugriffe
seit
dem 14.Juni 2000 |
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