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Medienrundschau:

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Medienberichte über single-dasein.de
 
 
 
   

News vom Oktober 01. - 15. 2015

 
 
     
 
   

Zitat des Monats:

Die Soziologie wirkt maßgeblich an einer Tendenz zur Demographisierung gesellschaftlicher Probleme mit

"Auch wenn mit (...), auf neue Formen der Sozial- und Systemintegration (...) zielenden Konzepten gewissermaßen »das Beste« aus dem demographischen Wandel und der Altersstrukturverschiebung zwischen Jungen, Erwachsenen und Alten bzw. Auszubildenden, Erwerbstätigen und Rentner/innen gemacht werden soll: So oder so wirkt die Soziologie maßgeblich mit an der jüngeren gesellschaftlichen Tendenz zur Demographisierung des Sozialen (vgl. Barlösius/Schiek 2007). Soziologische Analysen »gesellschaftlicher Alterung« und soziologische Handreichungen zu deren konstruktiver, produktiver Bewältigung tragen zu der Normalisierung einer gesellschaftlichen Praxis bei, soziale Fragen - etwa der Verteilung materieller Ressourcen und individueller Lebenschancen - als demographische Fragen zu verstehen, soziale Probleme - bspw. Versorgungsmängel im Gesundheitswesen - als altersstrukturbedingte Probleme zu rahmen, soziale Konflikte - z.B. um Verteilungsungleichheiten und deren politische Bearbeitung - als Generationenkonflikte zu konstruieren."
(Stephan Lessenich "Demographie: Altersstruktur, Mobilität und Multikulturalismus" 2014, S.452)

 
       
       
   
Die ZEIT-Glauben & Zweifeln-Thema: Was heißt heute Familie?
Vater, Mutter, Kind - aber es geht auch anders. Über Ideal und Wirklichkeit des Zusammenlebens

KOSCHORKE, Albrecht (2015): Und was wird aus der Liebe?
Wie die biblischen Familienideale unser Denken und Fühlen bis heute bestimmen. Ein Essay,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

SCHUHMACHER, Wolfgang (2015): Eine Frage des Gewissens.
Warum ein Priester konvertierte,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

GREINER, Ulrich (2015): Kategorien des Glücks.
Die Sehnsucht nach der kleinen Familie,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

MAYER, Susanne (2015): Unordentliches Theater.
Wie es sich allein mit Kindern lebt,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

FINGER, Evelyn (2015): Hedonisten!
Wie es sich ohne Kinder lebt,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

RÜCKERT, Sabine (2015): Die Müllers und wir.
Lebenslänglich Wohngemeinschaft,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

ANONYMUS (2015): In der Regenbogenfamilie.
Zwei Mütter, zwei Väter, zwei Kinder,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

FINGER, Evelyn (2015): "Für Katholiken völlig akzeptabel".
Die Theologin Johanna Rahner über den Sinn der Familiendebatten in Rom,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

 
   

HARTUNG, Manuel J. (2015): Generation Sorglos.
Mitten in der Krise wird die Jugend optimistischer und idealistischer. Ist das naiv oder revolutionär?
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

KERSTAN, Thomas (2015): "Das wird die Generation R".
Politisch, optimistisch, patriotisch - so zeigt sich Deutschlands Jugend in der neuen Shell-Studie, sagt deren Co-Autor Klaus Hurrelmann,
in:
Die ZEIT Nr.42 v. 15.10.

 
   

BAUREITHEL, Ulrike (2015): Das kleine runde Ding.
Verhütung: Sie war das Symbol der sexuellen Befreiung und ist heute selbstverständlich für die Generation Ego: die Pille. Zwei Bücher schreiben ihre Geschichte in Ost und West,
in:
Freitag Nr.42 v. 15.10.

 
   

KULLMANN, Katja (2015): "Es wird für alle enger".
Interview: In ihrem neuen Buch "Ausgrenzungen" fragt die US-Soziologin Saskia Sassen, wie Menschen heute unterdrückt und entrechtet werden. Es trifft auch die Mittelschichten,
in:
Freitag Nr.42 v. 15.10.

 
   
FAS-Literatur-Spezial-Thema: Wut total im Feuilleton.
Im Literatur-Spezial zur Frankfurter Buchmesse artikulieren siebzehn Schriftsteller ein zu Unrecht verpöntes Gefühl

ENCKE, Julia (2015): Unversöhnt, nicht einverstanden.
Worum es in dieser Ausgabe geht,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 11.10.

Julia ENCKE will uns erklären, dass Wut verpönt sei, dabei ist der Wutbürger eine FAZ-Kreatur par excellence. Am 19. November 2002 rief der Pensionär Arnulf BARING in der FAZ die Bürger auf die Barrikaden und die FAS organisierte unter Anleitung von Sascha LEHNARTZ die Revolte der Wutbürger. Über die Implosion dieser ersten "Pegida" berichtete dann Alexander MARGUIER. Statt auf die Barrikaden geht man im Jahr 2015 nur noch brav ins Feuilleton!

 
   

LANGENAU, Lars (2015): Schriftverkehr.
Im Internet nehmen sogenannte Love-Scammer einsame Frauen aus und hinterlassen gebrochene Herzen. Ein Opfer erzählt, wie es auf einen Betrüger hereinfiel,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.10.

VOLLMUTH, Hannes (2015): "Kleine Sätze, große Träume".
Eine Betroffene berät andere Geschädigte im Internet,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.10.

LANGENAU, Lars (2015): Millionengeschäft.
Wie die "Nigeria Connection" mit Gefühlen Geld macht,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 10.10.

 
   

KUSCHNIK, Jessica (2015): "Hört auf, uns nach Kindern zu fragen".
US-Topmodel Tyra Banks hat eine Diskussion darüber losgetreten, ob man Frauen fragen darf, wie es mit der Familienplanung aussieht. Das Echo im Internet ist eindeutig: nein. Denn oftmals sind Frauen nicht freiwillig kinderlos,
in: Rheinische Post v. 10.10.

 
   
SZ-MAGAZIN-Thema: "Ich denke nie: Was ist gut für meine Karriere".
Ein Heft über die Logik der Frauen

FRITZSCHE, Lara (2015): Damenwahl.
Karriere wird weiblicher: Endlich sind Frauen in Politik und Wirtschaft gefragt. Aber heißt das auch: Frauen müssen jetzt unbedingt nach oben wollen?
in:
SZ-Magazin Nr.41 v. 09.10.

 
   

MÜNTEFERING, Franz (2015): Sonst sehen wir alt aus.
Aussenansicht: Die vielen Flüchtlinge bedeuten einen enormen volkswirtschaftlichen Nutzen für das geburtenschwache Deutschland,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.10.

 
   

MATZIG, Gerhard (2015): Im Häuserkampf.
Flüchtlinge gegen Obdachlose? Warum wir einen radikal neuen sozialen Wohnungsbau brauchen,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.10.

Angesichts der Sorge vor der Vertreibung Einheimischer durch Flüchtlinge, berichtet Gerhard MATZIG über die "delirende Prognostik" im Hinblick auf steigende Flüchtlingszahlen, die Veröffentlichung neuer Schätzungen zur Entwicklung der Obdachlosenzahlen. Die Lösung der Wohnungsfrage sieht MATZIG nicht in Mietpreisbremsen, sondern in der

"Reanimation des zuvor ausgehungerten sozialen Wohnungsbaus.
An der Wohnungsfrage entscheidet sich die Zukunft einer verstädterten Gesellschaft, die sich Ballungszentren als Jobmotoren schafft - ohne zu bedenken, dass jene, die darin arbeiten, auch wohnen müssen."

Die in den letzten Jahren betriebene Privatisierung der Wohnbauträger hält MATZIG genauso für einen Fehler wie die "grotesk detaillierten" Bauvorschriften. Die beschlossenen Gelder für den sozialen Wohnungsbau empfindet MATZIG als Hohn angesichts des Rückgangs durch automatisch aus der Sozialbindung fallende Wohnungen.

 
   

HAGELÜKEN, Alexander (2015): Viel für wenige.
Die reichsten zwei Prozent der Deutschen vererben ein Drittel des Geldes. Forscher sehen einen Trend zur Ungleichheit,
in: Süddeutsche Zeitung v. 07.10.

 
   

BUJARD, Martin (2015): Zwischen Panikmache und Verharmlosung.
Was passiert eigentlich, wenn ein Land in nie dagewesenem Maße altert und schrumpft,
in: Demografische Forschung aus erster Hand Nr.3 v. 06.10.

Zusammenfassung des Aufsatzes Folgen der dauerhaft niedrigen Fertilität in Deutschland von Martin BUJARD.

Voranstellen sollte man, dass es noch keine 15 Jahre her ist, dass man die Schrumpfung als viel gewaltiger prognostiziert hatte. Während erst in den letzten Jahren die Alterung als Hauptproblem hervorgehoben wird - weil sich die Annahmen über die Schrumpfung als haltlos erwiesen haben. Wenn dem so ist, dann stellt sich die Frage, ob sich nicht in 15 Jahren die Situation wiederum ganz anders darstellt?  

Unseriöserweise wird auch kein Unterschied zwischen der Anzahl der über 65-Jährigen und Rentnern gemacht. Inzwischen gilt die Rente mit 67. Warum arbeitet BUJARD also nicht mit einem Altenquotient von über 67-Jährigen? Wenn man schon mit Berechnungen für die Zukunft arbeitet, dann müssten seriöserweise auch Spannbreiten des Altenquotienten angegeben werden, denn das Rentenbezugsalter ist ja keine natürlich vorgegebene Konstante, sondern wird gesetzlich geregelt. Warum sollte diese Regel also im Jahr 2030 oder gar im Jahr 2050 immer noch Dieselbe sein? Weitere Kritikpunkte zum Aufsatz finden sich auch hier.  

 
   

FEIX, Thomas (2015): Die Einsamen erkennt man nicht.
Seit Peters Tod ist ihr die Wohnung zu groß, und die Tage sind es auch. Sie geht raus, damit die Zeit vergeht. Doch Britta gibt nicht auf,
in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 04.10.

 
   
WELT AM SONNTAG-Titelgeschichte: Die Generation der Superväter.
Männer unter vierzig sehen ihre Rolle im Familienleben ganz anders als ihre Väter. Sie nehmen sich mehr Zeit, verzichten auf Karriere - und erziehen die Kinder gelassener als manche Mütter

GASCHKE, Susanne (2015): Erst das Kind macht den Mann.
Die Väter von heute wollen anders sein als ihre Vorgänger. Sie wünschen sich eine berufstätige Partnerin – und es ist ihnen wichtig, möglichst viel Zeit mit den Kindern zu verbringen. Dabei legen sie eine erstaunliche Lässigkeit an den Tag,
in: Welt am Sonntag v. 04.10.

 
   

Das BSG-Urteil zur Berücksichtigung von Unterhaltskosten und Erziehungs- und Betreuungsleistungen für Kinder bei der Bemessung der Beiträge zur Sozialversicherung in der Debatte

RATH, Christian (2015): Freiburger Familie scheitert.
Bundessozialgericht sieht keine Benachteiligung darin, dass Eltern die gleichen Beiträge zur Sozialkasse entrichten wie Kinderlose,
in: Badische Zeitung v. 01.10.

ÖCHSNER, Thomas (2015): Beiträge für Familien bleiben,
in: Süddeutsche Zeitung v. 01.10.

QUADBECK, Eva (2015): Der doppelte Beitrag der Familien.
Analyse: Müssen Eltern in der Sozialversicherung bessergestellt werden als Kinderlose? Nein, sagte am Mittwoch das Bundessozialgericht. Die Politik ist froh, dass das heikle Problem immer wieder von der Justiz bearbeitet wird,
in: Rheinische Post v. 01.10.

RATH, Christian (2015): Bloß keine Kinderrente.
Kommentar zur Sozialpolitik: Das Urteil der Sozialrichter, wonach Eltern keinen Anspruch auf geringere Sozialbeiträge als Kinderlose haben, ist zu begrüßen,
in: Stuttgarter Nachrichten v. 01.10.

 
   

HAUSER, Jan (2015): Chemnitz lockt die Gründer.
Nach der Wende zogen die Menschen aus der Stadt weg. Aber jetzt wächst sie wieder. Fachkräfte finden Arbeit und Jungunternehmer genügend Raum,
in:
Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 01.10.

"Chemnitz braucht den Zuzug. Nach der Wende hat die Stadt 60.000 Einwohner verloren. Die Prognosen sahen eine schrumpfende Stadt voraus, doch jetzt wächst Chemnitz wieder. Seit 2009 ziehen mehr Menschen in die Stadt, als diese verlassen. (...). Chemnitz, früher Karl-Marx-Stadt, hat die Wende aus eigener Kraft geschafft. Die Arbeitslosenquote liegt leicht unter 9 Prozent",

berichtet Jan HAUSER fast ein Jahrzehnt, nachdem Inge KLOEPFER in der FAS unkritisch über die Prognosen der neoliberalen Bertelsmann Stiftung berichtete. Diese hatte für Chemnitz und andere ostdeutsche Großstädte den Demographietyp der "schrumpfenden und alternden ostdeutschen Großstädte" entworfen. Auch das neoliberale Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung sah 2006 Chemnitz von 2004 bis 2020 mit einem Bevölkerungsrückgang von fast 20 Prozent schrumpfen. Deren Daten stammten vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. 

 
   

Das Single-Dasein in China

RENZENBRINK, Anne (2015): Angst vor dem Übrigbleiben.
China: Moderne Metropolen ändern noch keine sozialen Mentalitäten. Die können so stark sein, dass Millionen Frauen daran verzweifeln,
in: Freitag Nr.40 v. 01.10.

 
   

TORANIAN, Valérie & Marin de VIRY (2015): "Gott will mich nicht".
Gespräch: Michel Houellebecq ist einer der großen Nihilisten unserer Zeit. Seine Romane kreisen um die Verlorenheit des postmodernen Individuums. Im Interview blickt der französische Schriftsteller tief in die Abgründe der europäischen Kultur - und seiner eigenen Seele,
in: Philosophie Magazin Nr.6, Oktober/November

 
   
GEOGRAPHISCHE RUNDSCHAU-Thema: Urbane Konflikte

DOHNKE, Jan (2015): Direkte Demokratie als Instrument in stadtpolitischen Konflikten.
Das Beispiel Berlin,
in: Geographische Rundschau, Oktober

HELTEN, Michael (2015): Urbaner Raum und Protest in Hamburg.
Alte und neue Konfliktlinien,
in: Geographische Rundschau, Oktober

HEEG, Susanne (2015): Wohnen um jeden Preis.
Das Beispiel Frankfurt am Main,
in: Geographische Rundschau, Oktober

 
   
CICERO-Titelgeschichte: Ins Ungewisse.
Deutschland und die neue Völkerwanderung

STÖLZL, Christoph (2015): Erst wir, jetzt sie.
Seit Menschen den Planeten bewohnen, verlassen sie Zonen der Gefahr und Entbehrung. Vor 2000 Jahren führte eine Migrationswelle zum Niedergang eines Imperiums,
in: Cicero, Oktober

HEINSOHN, Gunnar (2015): Flucht, Asyl, Wohlstand.
Viele Millionen Menschen werden auf der Suche nach Wohlstand ihre Heimat verlassen. Doch die neue Weltkarte zeichnen andere,
in: Cicero, Oktober

COLLIER, Paul (2015): In moralischer Verwirrung.
Europa hat eine "Pflicht zur Rettung" syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge. Doch statt einer kleinen Minderheit Asyl zu gewähren, sollte Europa im Nahen Osten sichere Häfen schaffen,
in: Cicero, Oktober

 
   

KIX, Martina (2015): Wir und die anderen.
Die Liebe, heißt es, kennt keinen Neid. Trifft man mit dem Partner auf andere Paare, vergleicht man sich jedoch schnell - Nähe, Coolness, Kochkunst. Gut so! Der Paarwettkampf macht uns zu besseren Liebhabern,
in: Neon, Oktober

FROMM, Anne (2015): "Wir sind keine Paarperformer".
Die Schauspieler Collien Ulmen-Fernandes und Christian Ulmen gelten als glamouröses Promipaar - und wirken angenehm normal und glücklich. Aber auch sie vergleichen ihre eigene Beziehung mit denen ihrer Freunde. Und sind dabei häufig froh, nicht die anderen zu sein,
in: Neon, Oktober

 
   

STEEG, Lena (2015): Fernfreund.
Meine Meinung: Facebook-Freundschaften und andere digitale Kontakte gelten als oberflächlich und kalt. Falsch, meint unsere Autorin: Einen ihrer besten Freunde hat sie noch nie getroffen,
in: Neon, Oktober

 
   

BUCHHOLZ, Jenny (2015): "Bei Dates drehe ich durch".
Ehrliche Kontaktanzeigen. Nichts als die Wahrheit: NEON-Singles erzählen aufrichtig von ihren Macken - und erklären, warum es sich trotzdem lohnt, sie kennenzulernen,
in: Neon, Oktober

 
       
 

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Zu den News vom 08. - 30. September 2015
 

   
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Bernd Kittlaus
[email protected] Stand: 10. Januar 2016