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Medienrundschau:
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News vom
16. - 31. Oktober 2015
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Zitat
des Monats:
Die
Soziologie wirkt maßgeblich an einer
Tendenz zur
Demographisierung gesellschaftlicher Probleme mit
"Auch wenn
mit (...), auf neue Formen der Sozial- und Systemintegration
(...) zielenden Konzepten gewissermaßen »das Beste« aus dem
demographischen Wandel und der Altersstrukturverschiebung
zwischen Jungen, Erwachsenen und Alten bzw. Auszubildenden,
Erwerbstätigen und Rentner/innen gemacht werden soll: So oder so
wirkt die Soziologie maßgeblich mit an der jüngeren
gesellschaftlichen Tendenz zur Demographisierung des Sozialen
(vgl.
Barlösius/Schiek 2007). Soziologische Analysen »gesellschaftlicher
Alterung« und soziologische Handreichungen zu deren
konstruktiver, produktiver Bewältigung tragen zu der
Normalisierung einer gesellschaftlichen Praxis bei,
soziale
Fragen - etwa der Verteilung materieller Ressourcen und
individueller Lebenschancen - als demographische Fragen
zu verstehen, soziale Probleme - bspw.
Versorgungsmängel im
Gesundheitswesen - als altersstrukturbedingte Probleme zu
rahmen,
soziale Konflikte - z.B. um Verteilungsungleichheiten
und deren politische Bearbeitung - als Generationenkonflikte
zu konstruieren."
(Stephan Lessenich
"Demographie: Altersstruktur, Mobilität und Multikulturalismus"
2014, S.452)
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HANDELSBLATT-Thema:
Eine Million
Flüchtlinge.
Wachstumstreiber oder
Wohlstandsbremse |
MÜNCHRATH, Jens/RIECKE, Torsten/SCHRINNER, Axel (2015): Die neue
Wirklichkeit.
Eine überforderte Politik, eine Kanzlerin in Not und ein
eskalierender Streit zwischen den EU-Partnern: Der Umgang mit der
Flüchtlingskrise könnte über das politische und ökonomische
Schicksal Deutschlands entscheiden,
in:
Handelsblatt v. 30.10.
MÜNCHRATH/RIECKE/SCHRINNER ordnen die Positionen von Marcel
FRATZSCHER und Clemens FUEST zwischen den Extrempositionen des
Freiburger Ökonomen Bernd RAFFELHÜSCHEN und des Deutsche
Bank-Chefökonomen David VOLKERTS-LANDAU ein, während Bert RÜRUP eine
Folgenabschätzung aufgrund der unklaren Zukunftsentwicklungen
derzeit für gewagt hält (mehr
hier).
FRATZSCHER, Marcel (2015): Die große Chance.
Positives Szenario: Deutschland profitiert von den Flüchtlingen. Die
Offenheit für andere Menschen, andere Kulturen und andere Ideen war
und ist eine Säule für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes,
in:
Handelsblatt v. 30.10.
FUEST, Clemens (2015): Fiskalische Last.
Negatives Szenario: Die Aufnahme von Flüchtlingen ist moralisch
richtig, aber wirtschaftliche Gewinne werden für Deutschland daraus
nicht erwachsen,
in:
Handelsblatt v. 30.10.
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OBMANN Claudia (2015): Bye-bye, Fernbeziehung.
Manager sind immer weniger mobil, wie eine exklusive Studie zeigt.
Ihre Lust, für die Karriere umzuziehen, sinkt genauso wie ihre
Bereitschaft, für den Job aufs Familienleben zu verzichten.
Arbeitgeber reagieren daher mit neuen Ideen,
in:
Handelsblatt v. 30.10.
Bericht
über das
Manager-Barometer 2015. Da nicht angegeben ist, dass es sich um
eine repräsentative Studie handelt, muss davon ausgegangen werden,
dass es sich um eine nicht-repräsentative Umfrage handelt. Denn wer
würde ein wissenschaftliches Qualitätsmerkmal nicht nennen? Von
daher handelt es sich eher um die PR einer Personalberatung.
Thema ist zudem nur die
Mobilitätsbereitschaft und nicht die tatsächliche Mobilität, die
noch von anderen Faktoren bestimmt ist (z.B. Unternehmensstrategie,
Arbeitsmarktsituation usw.).
Von neuen Ideen kann auch keine
Rede sein. Die Forderung z.B., dass der Partnerin eines Managers
(der umgekehrte Fall wird gar nicht erst genannt!) ebenfalls ein
attraktiver Job angeboten werden muss, stammt aus den 1980er Jahren.
Man kann dies z.B. bei Ulrich BECK nachlesen. Dass dies 30 Jahre
später immer noch als neue Idee angepriesen werden kann, heißt
lediglich, dass sich in dieser Hinsicht in den letzten 3 Jahrzehnten
kaum etwas getan hat.
Wie weit wir von
einer "soziale(n) und
rechtliche(n) Anerkennung von Immobilität aus
familial-partnerschaftlichen Gründen" (Ulrich BECK, 1986, S.202)
entfernt sind, zeigt die Hartz-Gesetzgebung mit dem gesetzlich
verankerten Individuellen Mobilitätszwang...
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WEINGARTNER, Maximilian (2015): Das Landleben verändert sich - die
Zufriedenheit bleibt.
Seit einiger Zeit zieht es viele Deutsche in Ballungsräume und
Großstädte. Sind die Menschen auf dem Land unglücklich? Mitnichten,
zeigt eine Umfrage. Doch auch sie haben Schwierigkeiten,
in:
Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 30.10.
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Das Single-Dasein in China
KOLONKO, Petra
(2015): China schafft offiziell die "Ein-Kind-Politik" ab.
Maßnahme gegen Alterung der Bevölkerung. Fünfjahresplan der
Kommunistischen Partei,
in:
Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 30.10.
KOLONKO, Petra
(2015): Chinas Kinder-Plan.
Kommentar,
in:
Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 30.10.
STRITTMATTER, Kai
(2015): Brüderchen und Schwesterchen.
China: Nach 36 Jahren schafft die chinesische Regierung die rigide
Ein-Kind-Politik ab, um die rapide Alterung der Gesellschaft zu
stoppen. Dafür könnte es jedoch bereits zu spät sein,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 30.10.
MÜLLER, Matthias
(2015): China erlaubt zweites Kind.
Die vor mehr als 30 Jahren eingeführte Ein-Kind-Politik in China war
zunächst erfolgreich. Die Geburtenrate sank wie beabsichtigt. Da
bekommt China nun die Auswirkungen zu spüren. Eine Abkehr dürfte
schwierig werden,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 30.10.
BELZ, Nina
(2015): Mit Kindern gegen Albträume.
Kommentar: China will Wachstum – um jeden Preis. Der Abschied von
der Ein-Kind-Politik ist deshalb vor allem ein Experiment eines
Regimes, das sich weiterhin in die intimsten Bereiche der
Bevölkerung einmischt,
in:
Neue Zürcher Zeitung v. 30.10.
MÜHLBAUER, Peter
(2015): Zwei-Kind-Politik.
China lockert Kontrolle des Bevölkerungswachstums,
in:
Telepolis v. 30.10.
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LÜBBE, Sascha & Philipp WURM (2015): Hauptstadt der Hetzer.
Aluhüte, Reichsbürger, Friedensbewegte: Berlin ist zum Zentrum
bizarrer Verschwörungstheoretiker geworden. Sie sehen Deutschland in
den Fängen einer amerikanischen Finanzlobby - und agitieren gegen
Muslime, Juden oder Politiker. Ihr Anführer ist Jürgen Elsässer, ein
Ex-Linker, der heute nationalistisch denkt und rechter Gewalt den
Boden bereitet,
in:
zitty Nr.33 v. 29.10.
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DESTATIS (2015): 44 % der Kinder an Gymnasien haben Eltern mit
akademischem Abschluss.
Daten des Statistischen Jahrbuchs 2015 zeigen: So mobil ist
Deutschland – zum Beispiel bei Bildung, Verkehr und Digitalisierung,
in: Pressemitteilung des
Statistischen Bundesamtes
v. 28.10.
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TAGESSPIEGEL-Themenseite:
Berlin Familie.
Über das Vatersein im
Großvateralter |
MARTENSTEIN, Harald
(2015): "Methusalem beim Elternabend".
Mit über 60 Vater werden - ist das egoistisch? Das findet unser
Kolumnist nicht. Hier schreibt er über sein spätes Abenteuer,
in:
Tagesspiegel v. 28.10.
ALTEN, Saara von
(2015): "Eine Scheidung hat größere Effekte als das Alter".
Sind alte Eltern ein Phänomen unserer Zeit und welchen Einfluss hat
das auf die Entwicklung der Kinder? Ein Interview mit der Soziologin
Michaela Kreyenfeld,
in:
Tagesspiegel v. 28.10.
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KLEMM, Thomas
(2015): Küssen mit Kalkül.
Wenn Paare streiten, dann häufig übers Geld. Der eine will es
ausgeben, der andere sparen. Wann hört beim Geld die Liebe auf?
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 25.10.
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KIESERLING, André
(2015): Was heißt hier Heuchelei?
Soziale Systeme: Warum man andere durchaus zu einem Verhalten
aufrufen darf, das einem selbst nicht gelingt,
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 25.10.
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STAUN, Harald
(2015): Alles oder nichts.
Alle reden vom Neoliberalismus, kaum jemand in seinem Namen. Gibt es
ihn überhaupt?
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 25.10.
Harald STAUN stellt die Bücher Die schleichende Revolution
von Wendy BROWN und Untote leben länger von Philip MIROWSKI
vor, in denen erklärt wird, dass es beim Neoliberalismus um die
Ökonomisierung aller Lebensbereiche handelt. Dabei geht es darum
nicht nur das Handeln, sondern auch das Denken zu prägen. Ein
zentrales Merkmal des Neoliberalismus ist es, dass er die
Intervention des Staates benötigt, um den Markt herzustellen, obwohl
er augenscheinlich Interventionen des Staates abzulehnen schein.
Auf dieser Website wird in erster
Linie die neoliberale politische Praxis der
Demographisierung gesellschaftlicher Probleme ("neoliberaler
Demographismus") angeprangert.
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BUDRAS, Corinna
(2015): "Mütter macht Karriere".
Im Gespräch: Die Wirtschaftsjuristin Constanze Ulmer-Eilfort hat mit
drei Kindern in einer Großkanzlei Karriere gemacht und wundert sich
über die Mütter von heute. Sie wünscht sich von ihnen mehr Mut - und
Einsatz,
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 25.10.
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KRON, Caroline
(2015): Liebeskummer lohnt sich doch.
Ein gebrochenes Herz ist beides: leidvoll und lehrreich. Wir haben
mit Menschen gesprochen, die Rezepte gegen den Schmerz haben,
in: Kölner
Stadt-Anzeiger Magazin v.
24.10.
KRON, Caroline
(2015): Stress für die Seele.
Interview: Liebeskummer kann ungeheuer schmerzen - bietet aber auch
enorme Chancen auf ein Leben, das man wirklich will. Gespräch mit
Constanze Rinck,
in: Kölner
Stadt-Anzeiger Magazin v.
24.10.
KRON, Caroline
(2015): "Ein Ortswechsel ändert die Sicht auf das Leid".
Eine Trennung und eine anschließende Reise haben der ehemaligen
PR-Beraterin Elena Sohn neben Schmerz und Tränen eine Geschäftsidee
gebracht: Eine Agentur für Liebeskranke - "Die Liebeskümmerer"
bietet Wohlfühlurlaube, Beratungen und Notfallpakete an,
in: Kölner
Stadt-Anzeiger Magazin v.
24.10.
KRON, Caroline
(2015): "Das Komische am Kummer von außen betrachtet".
Der Versuch, sich und sein Liebesleid aus einer anderen Perspektive
zu sehen, hilft ungemein, sagt die Bloggerin und (Dreh-)Buchautorin
Conni Lubek,
in: Kölner
Stadt-Anzeiger Magazin v.
24.10.
KRON, Caroline
(2015): "Zu sich kommen mit Hilfe eines Liebeskummer-Profis".
Trauer zulassen und das Ende der Beziehung akzeptieren sind die
ersten Schritte in Richtung Heilung, sagt die Liebeskummer-Expertin
Carol Sander,
in: Kölner
Stadt-Anzeiger Magazin v.
24.10.
KRON, Caroline
(2015): "Partyhits helfen zu vergessen".
Kölner DJ und Produzent Uwe Lehr empfiehlt Top Ten der
Liebsleid-Songs,
in: Kölner
Stadt-Anzeiger Magazin v.
24.10.
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LEMBKE, Judith
(2015): Die neue Stadtliebe - und ihre Kehrseite.
Stadtforscher haben eine "innere Suburbanisierung" der Metropolen
ausgemacht,
in:
Frankfurter Allgemeine
Zeitung v. 24.10.
Judith LEMBKE kritisiert, dass in
den Städten Wohnungen für kinderreiche Familien fehlen:
"Nicht bleiben wollen die
Familien mit kleinen Kindern jedoch in ihrer Dreizimmerwohnung,
die sie schon seit Jahren bewohnen. Und tun es dennoch, weil es
für eine Durchschnittsverdiener-Familie in den Innenstädten von
München, Hamburg oder Frankfurt mittlerweile fast unmöglich
geworden ist, sich die 98 Quadratmeter zu leisten, die eine
vierköpfige Familie in Deutschland im Durchschnitt zur Verfügung
hat. Die stark gestiegenen Miet- und Kaufpreise sind nicht das
einzige Hindernis. In den 100 einwohnerstärksten deutschen Städten
ist nur etwa ein Viertel der angebotenen Mietwohnungen von Größe
und Zuschnitt überhaupt für Familien geeignet. Zwar hat sich der
Standard von drei Zimmern, Küche und Bad, der noch immer in vielen
Richtlinien fortlebt, einmal an der Kleinfamilie orientiert - doch
sind ihre Bedürfnisse nun ganz andere als in der Nachkriegszeit,
als diese festgelegt wurden.
Seit 1965 hat sich der Flächenverbrauch je Einwohner von 22,3
Quadratmeter auf knapp 47 Quadratmeter mehr als verdoppelt.
Dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hat, gilt den meisten nicht
mehr als Luxus, sondern als selbstverständlich. Auch für die stark
gestiegene Zahl an Patchworkfamilien oder Wohnformen, bei denen
mehrere Generationen unter einem Dach leben, hält der
Wohnungsmarkt zu wenige Angebote parat."
Nachdem schon seit einiger Zeit
die Kinderlosigkeit in Akademikerinnenkreisen als rückgehend
betrachtet wird und seit diesem Jahr sogar das Bundesinstitut für
Bevölkerungsforschung die kinderreiche Familie entdeckt hat,
steht nun die
medial und stadtpolitisch erwünschte Family-Gentrification im
Blickpunkt der Berichterstattung.
LEMBKE sorgt sich um die
Normfamilie, d.h. Familien mit zwei Kindern, während die
Family-Gentrification derzeit meist (noch) von 1-Kind-Familien
getragen wird. Angesichts steigender Geburtenzahlen in
Akademikerinnenkreisen ist jedoch weniger der Miet- als der
Eigentumswohnungsmarkt die entscheidende Größe.
So meldete das Statistische Bundesamt letztes Jahr:
"Die durchschnittliche
Wohnfläche pro Person betrug in Deutschland 43 Quadratmeter (m²)
(Zensusstichtag: 9. Mai 2011). Diese war im selbst genutzten
Eigentum mit 47 m² größer als in Mietwohnungen (38 m²)."
Die kinderreiche Familie gilt in
Deutschland als asozial oder Oberschichtenphänomen und nicht als
Wunschbild im Akademikermilieu - ein Stereotyp das auch LEMBKE
implizit bedient, wenn sie die Zwei-Kind-Familie zum Problemkind der
Wohnungsbaupolitik stilisiert.
Als Kehrseite der neuen
Stadtliebe bezeichnet LEMBKE die zunehmend verwaisenden und unter
Preisverfall stehenden Vorortsiedlungen als Horte der traditionellen
Familie.
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TIP
BERLIN-Titelgeschichte:
Verliebt in Berlin.
Die schönsten Liebesgeschichten der Stadt |
HOCHGESAND, Stefan
(2015): Duett.
Sie spielen in einer Band. Viele halten sie schon für ein Paar. Doch
Christine und Philipp müssen sich erst noch finden,
in: Tip Berlin Nr.22 v.
22.10.
HEIER, Erik
(2015): Anläufe.
Einmal knutschen sie wild. Dann verlieren sich Sandra und Hai-Dang
aus den Augen. Aber nicht für immer,
in: Tip Berlin Nr.22 v.
22.10.
HOCHGESAND, Stefan
(2015): Liebhaber.
Als Florian zu Axel zieht, sagt ihm eine Kollegin: Wenn du jetzt
nicht glücklich wirst, war alles umsonst,
in: Tip Berlin Nr.22 v.
22.10.
APRAKU, Eva
(2015): Spätzündung.
Wenn sie in Deutschland bleiben wollte, musste Hian heiraten. Liebe
war dabei nicht vorgesehen,
in: Tip Berlin Nr.22 v.
22.10.
DASSINNIES, Martin
(2015): Kulturclash.
Sie dachte: Der DJ sieht ja aus wie ein italienischer Filmstar. Er
war aber Ostdeutscher,
in: Tip Berlin Nr.22 v.
22.10.
HEIER, Erik
(2015): Drehmoment.
Sie wohnten seit Jahren in derselben Straße, gingen oft aneinander
vorbei. Doch eines Tages sah sich Alex nach Wolfgang um,
in: Tip Berlin Nr.22 v.
22.10.
APRAKU, Eva
(2015): Höhenflug.
Es war ein Trip wider die Vernunft. Und dann saß Nadja im Flugzeug
neben Markus,
in: Tip Berlin Nr.22 v.
22.10.
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Sind Singles schuld an der Wohnungsnot in Deutschland? - Eine
Bibliografie der Debatte
WEISSMÜLLER, Laura
(2015): Begegnungsgenerator oder Ghetto von morgen.
Der Wohnungsmarkt explodiert, Städte und Gemeinden bauen in
schwindelerregenden Dimensionen. Nur eines fehlt: Mut zum
Experiment,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 22.10.
Jahrzehnte gab es nur eine
einzige Forderung: Wohnungsbau für junge Familien. Plötzlich
entdeckt der Mainstream, dass es sogar Singles gibt, für die es
keine adäquate Wohnungen gibt. Wäre das ohne die so genannte
Flüchtlingskrise auch so gekommen?
Obwohl viele "Senioren" Singles
sind, will man sie unisoni in Alten-WGs stecken. Bislang wurden
insbesondere Studenten WGs empfohlen. Dies sei angeblich sozialer
als das Alleinwohnen. Singles, d.h. Alleinwohnende, dagegen würden
jungen Familien die Wohnungen wegnehmen, so die kurzsichtige
Argumentation. Dabei sind es in erster Linie die studentischen
WGs, die mit jungen Familien auf dem Wohnungsmarkt konkurrieren
können. Bei Alten-WGs sähe das nicht viel anders aus - zumindest
so lange bis die Generation Altersarmut der Nach-68er ins
"Seniorenalter" kommt.
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ÖCHSNER, Thomas
(2015): Arm, ärmer am ärmsten.
Kommunen mit hohen Sozialausgaben geraten in eine Abwärtsspirale,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 22.10.
Thomas ÖCHSNER berichtet über den
DIW-Wochenbericht Nr.43 mit dem Thema Öffentliche
Investitionen, wobei nur der Beitrag Große regionale
Disparitäten bei den kommunalen Investitionen gewürdigt wird.
Während ÖCHSNER lediglich Abwärtsspiralen interessieren, zeigt der
Bericht selbst bei den investitionsschwächsten Kommunen große
Unterschiede auf:
"Bei den Kommunen mit den
niedrigsten Investitionen gestaltet sich das Bild wesentlich
heterogener. Diese zehn Kommunen verteilen sich auf sieben
verschiedene Länder. Neun von ihnen sind kreisfreie Städte. Die
niedrigsten Ausgaben verzeichnete mit etwa 35 Euro pro Kopf die
Stadt Wilhelmshaven in Niedersachsen. Nordrhein- Westfalen ist mit
Bielefeld, Hagen und Duisburg vertreten. Interessanterweise liegen
mit Hagen, Duisburg und Wilhelmshaven drei dieser
investitionsschwächsten Städte auch in der Statistik der
Kassenkredite deutschlandweit vorn. Gleichzeitig ist keine Kommune
aus dem Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern vertreten, obgleich
diese Länder im Durchschnitt das geringste Investitionsniveau
aufweisen.
Es kann überraschen, dass sich mit Halle (Sachsen-Anhalt) und Jena
(Thüringen) nur zwei ostdeutsche Kommunen unter den zehn
investitionsschwächsten finden",
schreiben
Felix ARNOLD, Ronny FREIER, René GEISSLER und Philipp SCHRAUTH in
dem Beitrag. Weniger die demografische Entwicklung, sondern die
Strukturschwäche der Wirtschaft ist kennzeichnend für diese
Kommunen. So ist z.B. die ostdeutsche Stadt
Halle gegen alle Prognosen gewachsen.
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BORSTEL, Stefan von (2015): Vom Flüchtling zum Beitragszahler.
Rentenexperten sind optimistisch: Wenn es gelingt, die
Neuankömmlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren, werden sie die
Sozialleistungen stärken,
in:
Welt v. 21.10.
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HANIMANN, Joseph
(2015): Schlimm? Ach was, viel, viel schlimmer!
Frankreichs Intellektuelle überbieten einander in
Untergangsszenarien. Draußen auf dem Land wächst der Hass auf "die da
oben",
in:
Süddeutsche Zeitung v. 22.10.
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BOHSEM, Guido
(2015): Das Kalkül der Ehe.
Steuerpolitik: Wer am Ehegattensplitting rüttelt, muss mit dem
Scheitern rechnen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 20.10.
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BARTENS, Werner
(2015): Die Zeit, die bleibt.
Menschen schätzen verbleibende Lebenserwartung oft falsch ein,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 20.10.
Werner BARTENS berichtet über die
Veröffentlichung
Subjective, Objective, and Observed Long-term Survival: A
Longitudinal Cohort Study von Rafael D. ROMO u.a.
In der Studie wird nicht die
individuell geschätzte mit der tatsächlich verbliebenen Lebenszeit
verglichen, sondern lediglich die individuell geschätzte mit einer
"objektiven Lebenserwartung". Das mag zwar aussagekräftig im Sinne
einer Massenstatistik sein, aber für das einzelne Individuum ist die
Studie wertlos. Wer sagt mir denn, ob ich gerade bei jenen bin, die
ihre Lebenserwartung unterschätzen und nicht bei jenen, die ihre
Lebenserwartung überschätzen? Es ist für den Alltag des Einzelnen
unnützes Wissen, das hier in der Rubrik Wissen der SZ
verbreitet wird. Relevanz könnte die Studie nur im institutionellen
Kontext gewinnen, d.h. Ärzte könnten aus einer Tendenz der
Unterschätzung andere Beratungsstrategien ableiten als aus einer
Tendenz zur Überschätzung. Doch um z.B. für Ärzte relevant zu sein
ist der Artikel wieder zu oberflächlich, denn offenbar müssen neben
dem Alter des Patienten auch noch andere Aspekte berücksichtigt
werden, auf die im Artikel nicht näher eingegangen wird. Es bleibt
am Ende deshalb nur bei Banalitäten:
"Wer seine restliche
Lebenserwartung deutlich unterschätzt, wird womöglich einer
Therapie oder weiteren Untersuchungen im Krankheitsfall nicht so
schnell zustimmen und damit hilfreiche Unterstützung nicht
erhalten. Umgekehrt ist es für Patienten äußerst belastend, wenn
sie noch einer invasiven und anstrengenden Therapie ausgesetzt
werden, obwohl alle Anzeichen darauf hindeuten, dass sie davon
nicht profitieren werden, weil sie nicht mehr lange zu leben
haben."
Der Wert des Artikels liegt wohl
eher im Anstoß für weitere Forschungen:
"Wir müssen lernen zu
verstehen, wie es die Behandlungsentscheidung beeinflusst, wenn
ältere Menschen ihre Lebenserwartung unter- oder überschätzen",
zitiert BARTENS den Forscher ROMO.
Wäre es also nicht sinnvoller für jeden Artikel die Adressaten
explizit zu nennen? Der Journalist müsste sich dann nämlich beim
Schreiben überlegen für wen sein Artikel eigentlich von Interesse
sein soll und welche Informationen vonnöten sind, um dieses
Interesse zu befriedigen. Oder will der Artikel möglichst viele
Leser erreichen? Aber welchen Gewinn hätten dann die Leser von
diesem Artikel?
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HAUSCHILD, Jana
(2015): Baby trotz Blues.
Frauen mit psychischen Leiden müssen nicht auf Kinder verzichten -
wenn sie sich in der Lage fühlen, den Nachwuchs zu versorgen und
Unterstützung suchen,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 20.10.
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SCHAAF, Julia
(2015): Sie geben uns Liebe.
Nagellack auf Pudelkrallen, Yoga für Rottweiler: Immer häufiger sind
Hunde Bezugspersonen oder gleich Kinderersatz. Was sagt das aus über
unsere Gesellschaft?
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 18.10.
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ROSENFELDER, Lydia
(2015): Zwei Mütter auf dem Spielplatz.
Wie bringt man Familie und Beruf zusammen? Ein Treffen mit Kristina
Schröder und Kindern,
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 18.10.
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GROSSARTH, Jan
(2015): Sie wollen die Wahrheit wissen? Lesen Sie diesen Artikel!
Ständig wird man belogen, betrogen und ausgenutzt. Dagegen helfen
nur Anti-Lügen-Bücher. Oder?
in:
Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung v. 18.10.
Jan GROSSARTH bietet nicht viel mehr als eine Übersicht über alte
und neue "Anti-Lügen-Bücher". Warum es diese gibt, erfährt der Leser
nicht wirklich. Dabei ist einer der Hauptgründe ganz simpel: Die
"Anti-Lügen-Bücher" richten sicht gegen den gesellschaftlichen bzw.
medialen Mainstream. Das Buch
Die Methusalem-Lüge richtete sich z.B. gegen den Bestseller
Das Methusalem-Komplott.
Die Patchwork-Lüge der FAZ-Autorin Melanie MÜHL
richtete sich gegen die
"positive Sicht" auf Patchwork-Familien, an der auch die FAZ-Kollegin
Felicitas von LOVENBERG kräftig mitgearbeitet hat.
Ganz bitter ist es natürlich,
wenn ein
ehemaliger Redakteur der FAZ das Buch schreibt: So
lügen Journalisten. Und mit Gekaufte Journalisten sogar
noch eines drauf setzt. Vor diesem Hintergrund kann man wohl kaum so
etwas wie die Wahrheit erwarten. Oder?
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KLEINFIELD, N. R. (2015): The Lonely Death of George Bell.
Each year around 50,000 people die in New York, some alone and
unseen. Yet death even in such forlorn form can cause a surprising
amount of activity. Sometimes, along the way, a life’s secrets are
revealed,
in:
New York Times v. 18.10.
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MESSMER, Susanne (2015):
"Niemand benimmt sich freiwillig wie ein Depp".
Die Autorin Anke Stelling hat mit
"Bodentiefe Fenster" einen rundum gefeierten Roman geschrieben, in dem
es um Muttersein in Prenzlauer Berg und daneben auch die Klassenfrage
geht. Ein Gespräch über Baugruppen, die Blase Bullerbü, das
vollmundige Versprechen von Freiheit – und wie die einen in die Ecke
treiben kann,
in:
TAZ
v. 17.10.
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HEINE, Matthias (2015): Wie amerikanische Serien die deutsche Sprache
verändern.
Früher hat man
"Nerd" im Fernsehen mit "Trottel" übersetzt. Mit "The Big Bang
Theory" wurde das anders,
in:
Welt v. 17.10.
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STREMMEL, Jan (2015):
Brautschau.
Einmal im Jahr treffen sich Familien
in Bulgarien auf einem Markt, um ihre Töchter zu versteigern,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 17.10.
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PRANTL, Heribert (2015):
Wie viele Flüchtlinge haben Sie schon aufgenommen. Herr Prantl?
Was unser Autor den Leuten
antwortet, die so fragen. Nachdenken über ein journalistisches
Lebensthema,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 17.10.
Heribert PRANTL empfindet seine Wohnung als zu klein, um darin auch
noch Flüchtlinge aufzunehmen. Sein Motto heißt stattdessen: Jeder
soll das tun, was er gut kann:
"Natürlich bedarf es aber des
persönlichen Engagements; hier sollte jeder tun, was er gut kann.
Wenn einer oder eine die Möglichkeit hat, bei sich Flüchtlinge
aufzunehmen, wunderbar! Der eine spielt Fußball mit syrischen
Jungs; die andere bringt Albanern Deutsch bei, der Tüftler
repariert Fahrräder für Flüchtlinge; der Handwerker baut kostenlos
Bäder in Wohnungen.
Und ich? Ich kann verheimlichte politische Pläne öffentlich
machen, Gesetzesentwürfe studieren, zerlegen, beschreiben und in
Vorträgen kritisieren."
Böswillig könnte man das so
interpretieren, dass PRANTL jenseits seines Berufs von Flüchtlingen
in Ruhe gelassen werden will, während andere sich in ihrem Alltag
jenseits ihres Berufs für Flüchtlinge engagieren sollen.
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CHARIM, Isolde (2015):
Die "Ängste ernst nehmen".
Gastkommentar Wien-Wahlen:
"Ausländer" und die soziale Frage,
in:
Wiener Zeitung Online v. 16.10.
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HERPELL,
Gabriela & Marc SCHÜRMANN (2015):
"Privat sind wir alle Amateure".
Wenn man Experte in Liebesdingen
ist: Bekommt man die Liebe dann auch besser hin? Wir haben die
gefragt, die es wissen müssen: die Partner von Paartherapeuten,
in:
SZ-Magazin Nr.42 v.
16.10.
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HAMPEL, Lea & Hannah Wilhelm (2015):
"Frauen glauben ans Dogma der Mütterlichkeit mehr als Männer".
Reden wir über Geld: Literaturprofessorin
Barbara Vinken über die Rollenbilder der Deutschen, die Erotik des
doppelten Einkommens und die ästhetische Problematik von
Funktionsjacken,
in:
Süddeutsche Zeitung v. 16.10.
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[ zum Seitenanfang ]
Zu den News vom 01. - 15. Oktober 2015
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